Regenwetter…

Auf Anraten der deutschen Mädels sind wir tatsächlich nach Nimbin gefahren. Das kleine Örtchen mit nur 350 Einwohnern ist bei den Backpackern vor allem als Hippiestadt bekannt und somit auch als Drogen-Domizil.
Auf dem Weg dorthin, haben wir einen Zwischenstopp bei einem alternativen Markt eingelegt, der einer der schönsten Märkte war, den ich je gesehen habe mit all dem Hippie-Krempel und sehr interessanten Menschen (:
Nimbin selbst war auch sehr lustig. Es ist wirklich eine Hippie-Hochburg. Diese Einstellung wird hier einfach gelebt. Und zur Bewusstseinserweiterung werden hier einem an jeder Ecke Drogen in jeglicher Form und von jedem (sogar von Omas!) angeboten.
Im Museum of Nimbin kann man herrliches Chaos bewundern, welches die Geschichte der Hippie-Stadt darstellen soll.
Einen weiteren Wasserfall im benachbarten Nationalpark haben wir leider nicht mehr gefunden…
Es regnet hier immer noch sehr viel, was zweifelsohne ein Stimmungskiller ist.
Meistens verschanzen wir uns dann in der Bibliothek, denn bei schlechtem Wetter gibt es hier nicht viel zu tun.
In einem Regenloch haben wir uns doch einmal in die gewaltigen Wellen getraut und es war richtig toll! Das Surfen war zwar durch die Wucht des Wassers auch anstrengender, aber hat auch besser geklappt. Und surfen im Regen ist auch halb so wild 😉
Am nächsten Tag haben wir das gleich wiederholt, obwohl die Strömung so stark war, dass man schon nach 10 Minuten 200m weiter oben am Strand angekommen ist.
Mittags, wieder im Hostel eingeschlichen, wurden wir gefragt, ob wir denn hier wohnen würden. Wir haben brav ja geantwortet aber jetzt fühlen wir uns etwas ertappt und gehen nicht mehr ins Hostel. Wir nutzen lieber die BBQs am Strand oder eben unseren Gaskocher.
Die Lust darauf, im Auto zu schlafen, wird auch immer kleiner und deshalb werden wir bald weiterfahren…
Gestern haben wir uns das Byron Bay Lighthouse (den Leuchtturm) angesehen, der auf einem Felsen mit Wahnsinnsausblick steht. Von dort aus kann man stundenlang das offene Meer und seine Wellen betrachten oder Paraglider beobachten. Wir sind dann noch zum Most Easterly Point gelaufen, von dem gesagt wird, es sei der östlichste Punkt des Landes.
Man muss schon sagen, Australien ist einfach ein so wunderschönes Land! Wenn ich nicht so feige wäre und meine Menschen nicht so sehr vermissen würde, würde ich garantiert auswandern.
Wir werden heute und morgen noch versuchen zu surfen und uns dann weiter Richtung Woolgoolga wenden, weil wir dort über Couchsurfing eine Bleibe gefunden haben.
Regnerische Grüße aus dem Land der Sonne!