In Buenos Aires mit einiger Verspätung angekommen habe ich sofort wieder den günstigen Preisen geschuldeten Lifestyle genossen: Café, Säfte, Pediküre,…Abends ist auch Leti nach Buenos Aires gekommen. Endlich habe ich sie wieder gesehen! In Berlin wohnen wir quasi nebeneinander, aber wir haben uns seit November nicht mehr gesehen, da sie in der Heimat Argentinien und dann ganz lange krank war. Es hat mein Herz so zum hüpfen gebracht! Wir waren super lecker essen im Artemisia und haben im Anschluss noch einen Drink im Buchladen (@Blackroom Bar) genossen. Sie hat mir auch die Bar Downtown gezeigt, eine Bar, die erstmal aussieht wie eine New Yorker U-Bahn Station, mit Drehkreuz und Zug und allem, bevor man in die unterirdische Bar gelangt. Wir haben ein richtiges „Mädelswochenende“ unter der Woche gestaltet, waren Brunchen im Mosha Treehouse und dann den ganzen Tag Shoppen in Palermo für den Karneval in Rio. Den Nachmittag haben wir am Pool auf dem Dach unseres Airbnbs verbracht und waren dann beim Indert Gran Dabbang essen. Auch heute haben wir nett gefrühstückt, waren am Pool und dann kurz sĥoppen. Bevor ich zum Flughafen gefahren bin, um nach Mendoza zu reisen.
Tagesarchiv: 26. Januar 2024
Montevideo
Nach einer schnellen Dusche in Montevideo habe ich direkt eine free walking Tour gemacht, noch ein kleines Musuem besichtigt, und den Sonnenuntergang mit einem Alfajores (kleine Gebäcke, meist mit Dulce de Leche gefüllt) in der Hand angesehen. Später habe ich mich zum Abendessen mit Marcos, dem Cousin einer Freundin vom Burning Man getroffen, was ein super witziger Abend wurde.Dienstag morgens ging es dann wieder mit der Fähre eine halbe Ewigkeit nach Buenos Aires.
Punta del Este
Wieder vor Sonnenaufgang bin ich diesmal mit dem Taxi zur Bushaltestelle. Leider ist hier alles extrem Teuer, circa Schweizer Preise (Urugay heisst auch die Schweiz Lateinamerikas). Ich bin nach Punta del Este gefahren und direkt am Strand gelandet. Wo meine Surfstunde auch quasi direkt begann. Mein Surflehrer hat es trotz nicht allzu guter Bedingungen geschafft, dass ich erfolgreich ein paar Wellen ergattert habe.Ich bin sehr sandig und salzig mit dem Bus zum Salty House, meiner Unterkunft und habe dort ein paar Amerikaner kennengelernt, mit denen ich nach einer Dusche wieder in die Stadt gefahren bin und am Strand ein bisschen Zeit verbracht habe, bevor ich den kleinen Urlaubsort mit Casino und allem drum und dran, sowie den Hafen mit Seelöwen erkundet habe. Zum Sonnenuntergang bin ich zum Strand zurück und wir sind alle zusammen wieder ins Hostel zurückgekehrt, wo ich mich sehr über mein Bett gefreut habe.Direkt am nächsten Morgen war ich wieder surfen und hatte eine gute Session. Dann haben mich die Jungs mit ihrem Mietwagen eingesammelt und wir sind nach José Ignacio gefahren, wo wir im angeblich besten Restaurant Uruguays (La Huella) direkt am Strand mit den Füssen im Sand für horrente Preise gegessen haben. Die anderen sind weiter die Küste hoch, ich habe in einem Café 2h auf den nächsten Bus mit Telefonaten verbracht, dann den kleinen Statteil La Barra erkundet und den Sonnenuntergang am Strand verbracht.In der Früh ging es nochmal eine Runde surfen – vielleicht mit der besten Welle seit einer langen Zeit und dann bin ich salzig wie ich war last minute in den Bus nach Montevideo gesprungen.
Punto del Diablo
Donnerstag bin ich in aller Hergottsfrühe aufgestanden und zur Fähre nach Montevideo in Uruguay gefahren. Die Überfahrt dauerte eine gefühlte Ewigkeit. Weil mein Bus nach Punta del Diablo nicht vor Mittags ging, habe ich etwas Zeit im Café de Farmacia (wunderschönes Café in einer alten Apotheke) überbrückt. Erst am Abend bin ich in Punta del Diablo angekommen und von der Bushaltestelle 30 mins mot Sack und Pack zum Hostel gelaufen.Ich habe den winzigen Urlaubsort mit seinem Strand und seinen Cabañas noch kurz erkundet, bevor ich in meinem mit Latinos gefüllten, 24/7 laut Musik dröhnendem Hostel eingeschlafen bin. Weil mein Spanisch leider nicht fließend ist oder ich vielleicht auch etwas alleine sein wollte, habe ich fast 24h mit niemandem gesprochen und hatte stattdessen am nächsten Tag eine Surfstunde. Dann hab ich mir ein Fahrrad geliehen und mit in den angrenzenden Santa Teresa Nationpark geradelt. Die Strände dort waren super schön, aber der Weg dahin leider immer an einer grossen Straße entlang. Vor Sonnenuntergang habe ich mir noch schnell eine Stunde lang ein Surfbrett geliehen und meine Weiterreise organisiert.
Bienvenidos en Buenos Aires
In Buenos Aires angekommen, habe ich zuerst mit Seb & Domi aus Berlin gefrühstückt. Wir mussten uns erstmal updaten, was in den letzten Wochen in unseren Leben so passiert ist, aber es war toll, die beiden wieder zu sehen. Wir sind erst nach mittag aus unserem herzallerliebsten Airbnb aufgebrochen und haben viele Schritte gesammelt: Plaza Italia (an allen Ecken und Enden in Buenos Aires kann man den deutlichen Einfluss europäischer Einwanderer erkennen), die Botanical Gardens, ein süßes Hipstercafé, Palermo als toller Stadtteil mit vielen tollen Bars, Vafés und Restaurants. Weil die Inflation hier (leider für die Argentinier gar nicht gut) gerade bei über 200% liegt ist es als Euro-verdienender Mensch extrem günstig hier. Wir haben ausserdem noch das Museo de los Artes decorativos, ein
altes reiches Haus mit Kunst, besucht, eine gekühlte Abwechslung bei der stetigen Sonne.
Nach einem selbstgekochten Veggie Abendessen (als Fleischfresser kommt man in diesem Land mehr als auf seine Kosten) sind wir nach einem langen Tag in die Kissen gesunken und ich habe mal locker 12h geschlafen (da spielt definitiv auch die Zeitverschiebung rein).
Am nächsten Mittag nach entspanntem Frühstück auf der Dachterrasse sind wir zum Recoleta cemetery geubert (auch nur circa 3 Euro für eine halbe Stunde Fahrt). Dieser Friedhof ist wahnsinnig schön und mit den mal mehr und mal weniger gepflegten und imposanten Mausoleen extrem eindruckvoll. Ein beeindruckener Ort!
Im Anschluss haben wir die Recoleta Gegend erkundet, die eher ein reicher Stadtteil ist und an manchen stellen architektonisch nicht von Paris zu interscheiden ist. Der Alteno Buchladen in einem ehemaligen Theater ist wunderschön. Das Theatro Colon, der stadtbekannte Obelisk und der politische Sitz Casa Rojo trugen zu weiteren gelaufenen Kilometern bei.
Am Abend haben wir ein paar Bars in Palermo inkl. einer Gaybar ausgecheckt und sind erst in den frühen Morgenstunden nach Hause zurückgekehrt.
Auch Tag 3 sparte nicht mit Entdeckungen. Wir haben den etwas ärmeren Stadtteil La boca besucht, dessen bunte Häuser und Liebe zum ortsansässigen Fußballclub allgegenwärtig ist. Hier haben wir auch zum erstem mal Geld gewechselt und mussten trotz kleiner Summen in Euro ganze Bündel mit uns tragen. Für die zweite Hälfte des Tages stand der Staddteil San Telmo auf dem Programm. Dort ist es ein wenig künstlerischer veranlagt und der Baustil eher kolonial. Wir haben den Local im Park beim Tanzen zugesehen, ich habe mir eine Calabaza (Gefäß für den Hierba Mate, den die Einheimischen gefühlt IMMER trinken) gekauft und meine erste Empanada gegessen.
Auch zum Abendessen gab es extrem leckere Empanadas bei El Hornero in einer kleinen Markthalle. So gut!
Auf dem angrenzenden Platz fand noch eine Melonga statt, quasi eine Tangoaufführung mit anschließend offener Tanzfläche.
Den Sonntag habe ich alleine verbracht, denn die Jungs haben sich mehr Pärchenzeit gewünscht. Also habe ich mich verwöhnt: eine Massage, Kaffee im Bioma plant based Café mit Telefonaten nach Hause und dann bin ich einem Empanada craving folgend doch nochmal nach San telmo gefahren. Ich habe mir hier zunächst den sonntäglichen Markt angesehen und dann wieder Empanadas bei El Horneo gegessen. In der Schlange habe ich eine Britin kennengelernt, mit der ich dann noch gequatscht habe und mich für den nächsten Tag verabredet habe.
Montags sind Seb, Domi und ich mit dem Zug für einen Centbetrag nach Tigre gefahren, ein Ort am Flussdelta des Rio Plata. Wir haben dort eine Bootstour gemacht und ein paar süße kleine Cabañas gesehen – quasi ein Naherholungsgebiet für die Städter. Abends bin ich mit der Britin vom Tag zuvor und ihren Hostelmenschen zu „La bomba del tiempo“ gegangen, eine Trommelshow mit guter Stimmung.
Am Tag darauf habe ich eine sehr empfehlenswerte Free walking Tour im Recoleta gemacht, die mir viele Funfacts zur Geschichte Argentiniens zugetragen hat. Ich Habe mich über 3 Euro Green Juice & Café gefreut und mir für wenige Euro eine Maniküre geben lassen. Abends fand ein Dinner mit den Hostel Leuten statt, was dann noch in Drinks und den 30. Geburtstag von einem von übergegangen ist.
Den Mittwoch haben die Jungs und ich dann noch den Plaza Alemannia angeschaut und das MALBA, das Museum für moderne Kunst besichtigt. Ich bin noch etwas alleine durch Palermo gesteuert, bevor wir alle eine Tangostunde genommen haben. Das war tatsächlich anstrengend aber hat eine Menge Spaß gemacht. Ein letztes gemeinsames Abendessen gab es noch, bevor die Jungs zu einer Melonga und ich zum Packen nach Hause gegangen sind.