Bienvenidos en Buenos Aires

In Buenos Aires angekommen, habe ich zuerst mit Seb & Domi aus Berlin gefrühstückt. Wir mussten uns erstmal updaten, was in den letzten Wochen in unseren Leben so passiert ist, aber es war toll, die beiden wieder zu sehen. Wir sind erst nach mittag aus unserem herzallerliebsten Airbnb aufgebrochen und haben viele Schritte gesammelt: Plaza Italia (an allen Ecken und Enden in Buenos Aires kann man den deutlichen Einfluss europäischer Einwanderer erkennen), die Botanical Gardens, ein süßes Hipstercafé, Palermo als toller Stadtteil mit vielen tollen Bars, Vafés und Restaurants. Weil die Inflation hier (leider für die Argentinier gar nicht gut) gerade bei über 200% liegt ist es als Euro-verdienender Mensch extrem günstig hier. Wir haben ausserdem noch das Museo de los Artes decorativos, ein
altes reiches Haus mit Kunst, besucht, eine gekühlte Abwechslung bei der stetigen Sonne.
Nach einem selbstgekochten Veggie Abendessen (als Fleischfresser kommt man in diesem Land mehr als auf seine Kosten) sind wir nach einem langen Tag in die Kissen gesunken und ich habe mal locker 12h geschlafen (da spielt definitiv auch die Zeitverschiebung rein).
Am nächsten Mittag nach entspanntem Frühstück auf der Dachterrasse sind wir zum Recoleta cemetery geubert (auch nur circa 3 Euro für eine halbe Stunde Fahrt). Dieser Friedhof ist wahnsinnig schön und mit den mal mehr und mal weniger gepflegten und imposanten Mausoleen extrem eindruckvoll. Ein beeindruckener Ort!
Im Anschluss haben wir die Recoleta Gegend erkundet, die eher ein reicher Stadtteil ist und an manchen stellen architektonisch nicht von Paris zu interscheiden ist. Der Alteno Buchladen in einem ehemaligen Theater ist wunderschön. Das Theatro Colon, der stadtbekannte Obelisk und der politische Sitz Casa Rojo trugen zu weiteren gelaufenen Kilometern bei.
Am Abend haben wir ein paar Bars in Palermo inkl. einer Gaybar ausgecheckt und sind erst in den frühen Morgenstunden nach Hause zurückgekehrt.
Auch Tag 3 sparte nicht mit Entdeckungen. Wir haben den etwas ärmeren Stadtteil La boca besucht, dessen bunte Häuser und Liebe zum ortsansässigen Fußballclub allgegenwärtig ist. Hier haben wir auch zum erstem mal Geld gewechselt und mussten trotz kleiner Summen in Euro ganze Bündel mit uns tragen. Für die zweite Hälfte des Tages stand der Staddteil San Telmo auf dem Programm. Dort ist es ein wenig künstlerischer veranlagt und der Baustil eher kolonial. Wir haben den Local im Park beim Tanzen zugesehen, ich habe mir eine Calabaza (Gefäß für den Hierba Mate, den die Einheimischen gefühlt IMMER trinken) gekauft und meine erste Empanada gegessen.
Auch zum Abendessen gab es extrem leckere Empanadas bei El Hornero in einer kleinen Markthalle. So gut!
Auf dem angrenzenden Platz fand noch eine Melonga statt, quasi eine Tangoaufführung mit anschließend offener Tanzfläche.
Den Sonntag habe ich alleine verbracht, denn die Jungs haben sich mehr Pärchenzeit gewünscht. Also habe ich mich verwöhnt: eine Massage, Kaffee im Bioma plant based Café mit Telefonaten nach Hause und dann bin ich einem Empanada craving folgend doch nochmal nach San telmo gefahren. Ich habe mir hier zunächst den sonntäglichen Markt angesehen und dann wieder Empanadas bei El Horneo gegessen. In der Schlange habe ich eine Britin kennengelernt, mit der ich dann noch gequatscht habe und mich für den nächsten Tag verabredet habe.
Montags sind Seb, Domi und ich mit dem Zug für einen Centbetrag nach Tigre gefahren, ein Ort am Flussdelta des Rio Plata. Wir haben dort eine Bootstour gemacht und ein paar süße kleine Cabañas gesehen – quasi ein Naherholungsgebiet für die Städter. Abends bin ich mit der Britin vom Tag zuvor und ihren Hostelmenschen zu „La bomba del tiempo“ gegangen, eine Trommelshow mit guter Stimmung.
Am Tag darauf habe ich eine sehr empfehlenswerte Free walking Tour im Recoleta gemacht, die mir viele Funfacts zur Geschichte Argentiniens zugetragen hat. Ich Habe mich über 3 Euro Green Juice & Café gefreut und mir für wenige Euro eine Maniküre geben lassen. Abends fand ein Dinner mit den Hostel Leuten statt, was dann noch in Drinks und den 30. Geburtstag von einem von übergegangen ist.
Den Mittwoch haben die Jungs und ich dann noch den Plaza Alemannia angeschaut und das MALBA, das Museum für moderne Kunst besichtigt. Ich bin noch etwas alleine durch Palermo gesteuert, bevor wir alle eine Tangostunde genommen haben. Das war tatsächlich anstrengend aber hat eine Menge Spaß gemacht. Ein letztes gemeinsames Abendessen gab es noch, bevor die Jungs zu einer Melonga und ich zum Packen nach Hause gegangen sind.

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