Am Donnerstag sind wir dann ein wenig verkatert nach mehrfach gescheiterten Versuchen, Frühstück zu ergattern, nach Chacagua aufgebrochen. So richtig ersichtlich war es leider nicht, wo das Collectivo in diese Richtung abfährt und so haben wir uns wieder gut durchgefragt und sind mehrfach in die falsche Richtung geschickt worden.
Nach einmal umsteigen und am Weg rumlungern, sind wir in Zapalitos angekommen, wo man sich entscheiden kann, ob man eine lange Bootstour oder eine kurze + Collectivo machen möchte.
Wir haben uns für die lange Variante entschieden und sind durch das giftgrüne Wasser, durch die Mangroven und vorbei an den Fischreihern gescheppert.
In/auf Chacagua angekommen haben wir uns mit Essen eingedeckt und haben ein weiteres Collectivo irgendwo ins nirgendwo genommen.
Unsere Unterkunft Pora Tipis hatte gerade erst eröffnet und ist einfach paradiesisch und abgeschieden. Man ist hier mehr oder weniger ganz für sich und die meisten rennen (halb)nackig rum.
Wir haben noch gekocht, den Sternenhimmel bewundert und ein bisschen mit anderen gequatscht, bevor wir in unserer Honeymoon Hütte eingeschlafen sind.
Der erste Tag hat für mich damit begonnen zusammen mit zwei Deutschen ein Collectivo zurück in die Stadt zu nehmen und dort ein Surfbrett aufzutreiben, was sich als sehr einfach entpuppte. Endlich ging es dann in die Fluten!
Es hat wie immer tierisch Spaß gemacht (:
Chacagua ist ein bisschen magisch. Alle haben Zeit, keiner ist gestresst, die meisten schlafen in Hütten oder Hängematten am Strand, Schuhe oder mehr als einen Bikini haben die wenigsten an, das Leben ist einfach.
Im Anschluss haben wir uns wieder in unser ‚Hostel‘ zurück durchgeschlagen und ein Avocado Festmahl veranstaltet. Mittlerweile bestehe ich bestimmt zu 50% aus Avocado.
Für eine zweite Surfsession ging es dann wieder ins „Zentrum“. Dort haben wir uns beide unser erstes Souvenir (nicht ganz Local von einer Israeli) gekauft.
Während ich im Wasser Spaß hatte, hat Lucy sich mit einer Gruppe Briten angefreundet und unsere Abendplanung übernommen, sodass ich im Badeanzug nur das Salz etwas abgespült habe und wieder in ein Boot gestiegen bin.
Das Boot hat uns mit den Engländern zusammen in die Lagune gefahren, wo es bis auf den atemberaubenden Sternenhimmel und den winzigen Neumond stockdunkel war. In der Lagune kann man das Plankton leuchten sehen – und zwar wie!
Die umherschwimmenden Fische ziehen märchenhafte Schleier hinter sich her, wenn man die Hand ins Wasser taucht, glitzert der ganze Arm. Wir sind dann sogar noch schwimmen gegangen und haben ein richtiges Feuerwerk fabriziert. Es war so unfassbar schön – eine der besten Erfahrungen überhaupt.
Etwas nass wurde dann noch am Strand der Mezcal ausgepackt, Mitternacht schwimmen im glitzernden Meer veranstaltet. Leider ist Lucy von einem Skorpion gebissen worden, aber tatsächlich scheint es bis auf Schmerzen und etwas Reaktionen auf das Gift erstmal nicht weiter tragisch zu sein.
Erst weit nach Mitternacht sind Lucy und ich 40 mins am Strand zurück zu unserer Hütte gelaufen – nichts als der Sternenhimmel, das leuchtende Plankton unter unseren Füßen und den umherrenenden Krabben um uns herum. Einfach magisch!
Unseren letzten vollen Tag in Chacagua habe ich dann mit zwei Surfsessions, viel (!) Avocado, Sonne und kleinen Nickerchen verbracht.
Für den Sonnenuntergang sind wir mit unseren Briten als weiteres absolutes Highlight zum kleinen Leuchtturm gekraxelt und haben uns dort zum „Earthrising“ auf ein kleines Hüttchen gesetzt. Mit etwas Musik und Bierchen sowie einem wirklich sagenhaften Ausblick und wunderschönem Licht hat sich der Tag von uns verabschiedet. Wieder einfach magisch!