Queenstown -> Lake Tekapo

Mit wenig Schlaf ging es dann heute morgen Richtung Lake Tekapo. Unterwegs haben wir an einer Lachs-Farm angehalten, wo wir Fische füttern konnten und wer wollte Dinner kaufen konnte.
Wir haben noch an der Church of the Good Shepperd, einer kleinen Kirche, angehalten.
Lake Tekapo ist ein kleines aber idyllisches Kaff an einem azurblauen See.
Hier gibt es nicht sonderlich viel zu tun. Ich habe als kleinen Spaziergang den Mount John bestiegen, der direkt ums Eck ist. Nichts erwartend hat mich der Ausblick von oben einfach nur umgehauen. Mittelerde pur! Keine Städte etc., die das Bild zerstören. Wunderschön!
Nach meinem kleinen Ausflug haben wir uns alle im ‚Wohnzimmer‘ des Hostels versammelt und wir sind in die Welt des Internets versunken…
Morgen geht es weiter nach Christchurch, wo sich dann die meisten Wege trennen…

A thrilling day

Samstagmorgen ging es also nach dem Frühstück wieder zum Office. Dieses mal fest entschlossen, den Bus nicht zu verpassen und wieder aufgeregt.
Nach dem Check-in ging es in den 4wheeldrive-Bus und nach einer 40-minütigen Fahrt auf den Nevis Berg. Mein ganz persönlicher Schicksalsberg.
Nach der Vorbereitung (wiegen, Gurte an etc.) wurden wir mit einer Art Gondel in die Mitte der Schlucht zum frei schwebenden Absprungpunkt gebracht.
Durch den teilweise gläsernen Boden konnten wir 134m in die Tiefe gucken.
Ich war als erste an der Reihe und es ging relativ schnell: Bungy Seil anbringen, ein paar Fotos, langsam Richtung Abgrund watscheln. Es wurde von 3 runter gezählt und dann habe ich einfach den Kopf ausgeschaltet und bin ohne zu Zögern gesprungen. Ich glaube, wenn ich länger dort gestanden hätte, hätte ich gekniffen.
Ich bin im freien Fall in die Tiefe gerauscht, hab ein bisschen geschrien und dann war es -fast zu schnell- wieder vorbei.
Unfähig die Aufrichtungsvorkehrung zu aktivieren wurde ich kopfüber wieder hochgezogen und immer noch zitternd durfte ich den anderen zusehen. Es war so ziemlich die krasseste Sache, die ich je gemacht habe. Aber gut.
Sehr viel gesprächiger ging es zurück zum Office.
Von dort aus sind wir zum Hostel gelaufen, um ein paar mehr Leute von unserer Gruppe zu bewegen, mit der Gondel auf den Berg zu fahren, wo man Luging (ein bisschen wie eine Mischung zwischen Sommerrodelbahn und Kartfahren) machen kann, einen fantastischen Ausblick hat und den Ledge Bungy-Jumpern und Swingern zusehen btw. selbst machen kann.
Also ist eine kleine Gruppe hoch und wir habe uns Wettrennen beim Luging geleistet. Es war richtig lustig, wenn man von ein paar kleineren Crashs absieht 😉
Dann war die Ledge-Swing, die Freefall-Riesenschaukel, für mich angesagt.
Wieder einige Vorbereitungen und dann wurde ich über den Abgrund gehängt.
Ich war eigentlich relativ relaxed und dachte nach Nevis Bungy Jump kann mich nix mehr schocken. Man musste einen kleinen Stift selbst ziehen, um zu schwingen. Nichts Weltbewegendes erwartend habe ich ihn gezogen.
Dann ging es 60m in die Tiefe und dann erst ist man schaukelartig geschwungen. Es hat sich fast mehr als beim Sprug wie Fallen angefühlt und es hat mich so übberrascht, dass ich einen Schrei des Todes losgelassen habe und in den ersten Sekunden wirklich entsetzt war. Dann aber konnte ich es genießen, 400m über Queenstown in großen Bögen zu schwingen.
Insgesamt also ein aufregender Tag.
Abends ging es dann noch zu einem organisierten Pub-Crawl. Wir wurden von Bar zu Bar geführt und haben gefeiert. Um 3 in der Frühe ging es dann endlich nach einem adrenalingeladenen Tag ins Bett.

Wanaka -> Queenstown

Einigermaßen ausgeschlafen ging es Richtung Queenstown. Auf den Weg haben wir erstmal bei Mrs. Jones Fruit Shop angehalten. Dort konnten wir alle möglichen Früchte, getrocknet und frisch, Nugat in allen Variationen und Honig probieren. Die gratis Proben haben wir natürlich alle durchprobiert 😉
Nachdem wir in Arrowtown angehalten haben, eine sehr süße kleine Stadt, sind wir in Queenstown angekommen.
Dort haben wir zuerst am ersten kommerziellen Bungysprung der Welt gehalten, der von einer Brücke in die Tiefe geht.
Dort haben wir ein Video über die Geschichte des Bungys gesehen und dann unsere Sprünge gebucht. Ich habe mich entschieden, den Nevis-Bungyjump (mit 134m der dritthöchste der Welt) und die Ledge-Swing (eine gigantische Schaukel) zu machen.
Wir konnten in der Eiseskälte anderen beim Sprung von der 47m hohen Brücke zusehen und unsere eigene Nervösität steigern.
Nach dem Check-in im Hostel sind Christian aus dem Bus und ich gleich los zum Bungy-Office, um für unseren Sprung einzuchecken.
Nach ein paar Formalitäten haben wir gewartet und gewartet aber irgendwie haben die uns vergessen. Nach erneutem Nachfragen haben wir festgestellt, dass wir unseren Bus verpasst haben, obwohl wir die ganze Zeit anwesend waren und sogar danach gefragt haben. Daraufhin wurde uns angeboten, den Sprung auf Samstag zu verschieben und gratis Fotos zu bekommen. Das haben wir dann angenommen und sind etwas betröppelt wegen der unnötigen Aufregung zum Supermarkt und durch den Rest der Stadt.
Der Abend wurde mit der Gruppe beim gemeinsamen Filme schauen verbracht.