A thrilling day

Samstagmorgen ging es also nach dem Frühstück wieder zum Office. Dieses mal fest entschlossen, den Bus nicht zu verpassen und wieder aufgeregt.
Nach dem Check-in ging es in den 4wheeldrive-Bus und nach einer 40-minütigen Fahrt auf den Nevis Berg. Mein ganz persönlicher Schicksalsberg.
Nach der Vorbereitung (wiegen, Gurte an etc.) wurden wir mit einer Art Gondel in die Mitte der Schlucht zum frei schwebenden Absprungpunkt gebracht.
Durch den teilweise gläsernen Boden konnten wir 134m in die Tiefe gucken.
Ich war als erste an der Reihe und es ging relativ schnell: Bungy Seil anbringen, ein paar Fotos, langsam Richtung Abgrund watscheln. Es wurde von 3 runter gezählt und dann habe ich einfach den Kopf ausgeschaltet und bin ohne zu Zögern gesprungen. Ich glaube, wenn ich länger dort gestanden hätte, hätte ich gekniffen.
Ich bin im freien Fall in die Tiefe gerauscht, hab ein bisschen geschrien und dann war es -fast zu schnell- wieder vorbei.
Unfähig die Aufrichtungsvorkehrung zu aktivieren wurde ich kopfüber wieder hochgezogen und immer noch zitternd durfte ich den anderen zusehen. Es war so ziemlich die krasseste Sache, die ich je gemacht habe. Aber gut.
Sehr viel gesprächiger ging es zurück zum Office.
Von dort aus sind wir zum Hostel gelaufen, um ein paar mehr Leute von unserer Gruppe zu bewegen, mit der Gondel auf den Berg zu fahren, wo man Luging (ein bisschen wie eine Mischung zwischen Sommerrodelbahn und Kartfahren) machen kann, einen fantastischen Ausblick hat und den Ledge Bungy-Jumpern und Swingern zusehen btw. selbst machen kann.
Also ist eine kleine Gruppe hoch und wir habe uns Wettrennen beim Luging geleistet. Es war richtig lustig, wenn man von ein paar kleineren Crashs absieht 😉
Dann war die Ledge-Swing, die Freefall-Riesenschaukel, für mich angesagt.
Wieder einige Vorbereitungen und dann wurde ich über den Abgrund gehängt.
Ich war eigentlich relativ relaxed und dachte nach Nevis Bungy Jump kann mich nix mehr schocken. Man musste einen kleinen Stift selbst ziehen, um zu schwingen. Nichts Weltbewegendes erwartend habe ich ihn gezogen.
Dann ging es 60m in die Tiefe und dann erst ist man schaukelartig geschwungen. Es hat sich fast mehr als beim Sprug wie Fallen angefühlt und es hat mich so übberrascht, dass ich einen Schrei des Todes losgelassen habe und in den ersten Sekunden wirklich entsetzt war. Dann aber konnte ich es genießen, 400m über Queenstown in großen Bögen zu schwingen.
Insgesamt also ein aufregender Tag.
Abends ging es dann noch zu einem organisierten Pub-Crawl. Wir wurden von Bar zu Bar geführt und haben gefeiert. Um 3 in der Frühe ging es dann endlich nach einem adrenalingeladenen Tag ins Bett.

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