Nachdem meine „Gastmutter“ groß angekündigt hat, Sonntag und Montag (Feiertag) mit den Kindern zu verbringen, hat sie die Kinder sonntags dem Onkel und montags dem Opa aufgedrückt.
Montag habe ich ersteinmal etwas länger geschlafen, durfte dann Sophias Haare erneut entlausen und bin dann auf die Moomba-Parade gegangen.
Ähnlich wie eine Fastnachtsumzug ist die Parade durch die Melbourner Innenstadt gezogen.
Dort habe ich mich mit Lydia getroffen, die mit ihrer Gastfamilie unterwegs war.
Und die Familien ist wirklich eine Familie.
Nach einem kurzen Abstecher auf das Festival, wo wir eisessend den Wasserskifahrerinnen zugeguckt haben, ist die Familie und Lydia der Hitze entflohen und heim gefahren.
Ich bin noch für eine halbe Stunde in die klimatisierte Artsgallery und dann „heim“ gelaufen.
Weil meine „Gastmutter“ mich drum „gebeten“ hat, das Haus sauber zu machen (hat ja Sonntags keiner gemacht, weil ich nicht da war), habe ich das Apartment komplett geputzt.
Ich habe sie gefragt, ob ich nachdem die Kinder im Bett sind nochmal losdarf, Tabea und Leona zu treffen.
Alles kein Problem hieß es da.
Der Opa hat die Kids pünktlich zurückgebracht.
Dann kam die erste SMS: Sie kommt nicht vor 9.
Dann kam die zweite SMS: Wird später, halb 10 frühestens.
Ich wette sie kommt nicht vor 10.
Ende der Geschichte: Sie hat keinen der versprochenen Tage mit den Kindern verbracht, die Kinder sagen sowas wie „I miss Mummy“ und ich sitze alleine hier.
Das 5. Mal in 7 Tagen…
Sehr bedenklich.
Wenigstens hatte ich heute weitesgehend frei!
Tagesarchiv: 11. März 2013
Wunderschöne Great Ocean Road!
Great Ocean Road
Sonntag, der heiß ersehnte Tag! Ziemlich früh bin ich zur Bushaltestelle gelaufen. Dann ging es auch schon los (: Unser erster Stop war Torquay, wo ich schon einmal war. Da der Parkplatz von Bells Beach, dem eigentlichen ersten Stop, geschlossen war, konnten wir den leider nicht sehen :(Nach dem Betrachten des morgendlichen Glitzern auf den Wellen, in denen Surfer die wohl beste Wassersportart der Welt betrieben, sodass ich das Surfen mal wieder richtig vermisst habe, ging es weiter. Wir haben am Beginn der vermutlich schönsten Straße der Erde angehalten und dann ging es so richtig los: alleine auf der Straße entlangzufahren war wunderschön! Was ein Ausblick! :0 Wir haben an einem Punkt angehalten, wo man gut Koalas sehen kann. Tatsächlich! Ich habe meine ersten wildlebenden Koalas gesehen! Die plüschigen Bärchen haben in den Bäumen geschlafen oder verpennt dreingeschaut. Süß und knuddelig und teilweise echt nahe! Nächster Stop: Regenwald! Ein kurzer Ausflug durch denn nicht ganz so tropischen Regenwald und dann wieder mit dem Bus weiter. Unser Tourguide war so ein richtiger, redseliger, etwas durchgeknallter Aussie (: Tabea und Leona (die Mädels mit denen ich gebucht habe und die ich noch aus der Schule kenne) und ich haben sich mächtig über ihn amüsiert. Ich habe neben einer Holländerin gesessen und mich etwas mit ihr unterhalten. Sie war auch schon in Neuseeland. Ich kann es einfach nicht abwarten, jeden Tag solche Sachen zu sehen und zu erfahren! Die Aussicht auf die Weiterreise hält mich am Leben! Der nächste Halt waren die 12 Apostel, unser Tourguide nannte sie 12 Oppossums. Das sind Steinblöcke, die frei im Meer stehen und vom Meer geformt wurden, wie eigentlich die gesammte Küste. Es sollte hier das absolute Highlight des Tages für mich folgen: Der Helikopter-Flug! Ich durfte an der Schlange vorbeigehen und mich am Landeplatz hinstellen. Damit ich als Einzelperson nicht so lange warten musste, wurde ich einfach mal geupgradet: anstatt im 6-Sitzer durfte ich im 3-Sitzer fliegen! Ich habe neben dem Piloten gesessen und gedacht: Das ist es, ich MUSS Pilotin werden! Nachdem ich ca. eine Millionen Fotos gemacht habe, habe ich die Küste und die Apostel von oben genossen. Das Meer hatte eine unvergleichliche Farbe und dieses Erlebniss gehört wohl zu den besten meines Lebens! Etwas geflasht habe ich mir die Apostel/ Oppossums noch von der Erde aus angeguckt und dann ging es weiter. Ein super schöner Strand und der Razorback, wieder einer von den Gezeiten geformter Felsen. Der letze Halt war noch die eingestürzte London-Bridge: Ehemals eine Felsbrücke, 1990 eingestürzt, sodass Leute darauf festsaßen 😀 Auf der 3-stündigen Heimfahrt konnte man ein Schläfchen halten und den Tag im Kopf revue passieren lassen. Nach der Tour wollte ich noch nicht „nach Hause“. Ich habe Tabea und Leona noch überreden können, Dumplings in Chinatown zu essen und sich an den Yarra-River zu setzten und die Stimmung zu genießen. Wegen des Moomba-Festivals und des Feiertags am Montag (Labour-Day) waren noch viele Menschen unterwegs, Straßenkünstler am künstlern und um halb 10 gab es ein Feuerwerk. Wie gesagt, Melbourne ist eine fantastische Stadt. Weil es dann ja eh schon relativ spät war haben wir noch einen Kuchen gekauft und gewartet, bis es 12 war. Dann haben wir zu Tabeas 20sten den Kuchen verspeist und uns sehr gut unterhalten. Ich hatte schon lange nicht mehr einen solchen wundernvollen Tag! Um 2 Uhr nachts war ich dann auch daheim. 24h nichts von meiner „Gastfamilie“ zu hören und sehen tut gut!































