Unsere Tour nach Fraser Island sollte von Rainbow Beach aus starten.
Nach einer kurzen Nacht wurde die 8er Gruppe, der wir zugeteilt waren, einem Allrad angetriebenen Jeep zugewiesen. Unsere Gruppe war gleichsam unserer Familie für die nächsten 3 Tage.
Wir wurden auch vor den auf Fraser Island ansässigen Dingos (Wildhunde) gewarnt, die gerne mal Camps auf der Suche nach Futter plündern und gebeten, nur mit Dingo-Buddy, also in Begleitung, herumzulaufen.
Unser „Team Lola“ (nach unserem Auto benannt) bestand aus Paul und Laura aus England, Jonathan und Joseph aus Schweden, Livia und Jasmin aus der Schweiz und Marius und mir (weithin bekannt aus Deutschland).
Mit guter Musik und guter Stimmung verließen wir mit unserer Auto-Karawane, angeführt von unserem Guide Kevin, bald die sichere Straße und führen quer durch den tiefen Sand zur Fähre.
Auf der Insel angekommen ging es wieder durch weichen Sand in einer holprigen Tour zur Mittagspause. Unterwegs ist Laura (sie durfte als erste fahren) etwas Schräg an einer Düne hochgefahren, sodass Lola mitsamt ihrer Insassen vor meinem geistigen Auge schon fast auf der Seite lag! Aber diese Jeeps sind echt gut geeignet fuer Offroad Touren und so ist nichts passiert 😉
Unsere erste Attraktion war der Lake McKenzie, ein normalerweise türkis blauer See, der komplett aus Regenwasser gespeist wird und auf einem Berg in einer Sandgrube liegt. Wegen eines Sturms ein paar Tage zuvor war der See aber eher grün, weil viele Pflanzen in den See gespült waren. Laut unserem Guide kann man sich die Zähne mit dem Sand aus den See putzen und als Haar-Conditioner eignet er sich wohl auch…
Quer durch den Wald über einen verdammt holprigen Weg, der auch noch gerade so breit war wie das Auto, ging es an den Strand. Dort durfte ich dann auch mal fahren: mit 80km/h den Strand auf dem festen Sand entlangbrausen mit dem Meer nebenan hat schon etwas (:
Zwischendrin immer sowas wie ein kleines Flüsschen, das beim Durchfahren das Wasser um das Auto Spritzen lässt (:
Obwohl die Tour als „all inclusive“ ausgeschrieben war, mussten wir unser Essen selbst kochen und waren in Zelten untergebracht, die alles andere als bequem waren, weil eine Yoga-Matte die einzige Inneneinrichtung war.
Die Stimmung in der Gruppe ließ sich aber auch davon nicht trüben!
Wieder waren alle Nationalitäten vertreten, wieder viele Deutsche! Und sogar zwei Jungs aus Erdingen (an dieser stelle liebe Grüße an Hanni und Michael!).
Am nächsten Tag ging es wohlgemerkt mit etwas Rückenschmerzen weiter im Jeep an den Eli Creek. Das ist eine Art Fluss aus glasklarem Wasser, der durch den Regenwald über den Strand und ins Meer fließt. Wenn man an ener bestimmten Stelle „einsteigt“ kann man sich den Fluss bis zur Mündung entlangtreiben lassen!
Außerdem waren wir im Meer in den Wellen und haben ein wenig Sonne getankt (:
Anschließend ging es weiter zu den sogenannten „Champaign Pools“
Das sind mit Meerwasser gefüllte Löcher in den Felsenplatten. Mit jeder Welle sprudelt es in den Pools. Rundherum gibt es kleine Pflanzen, die kleine Wasserfontänen ausspucken 😀
Dieser Platz, direkt Am Meer gelegen, wird definitiv auf die Liste meiner Lieblingsplätze auf der Erde aufgenommen!
Einen weiteren sagenhaften Ausblick konnte man vom „India“ runter genießen: einmal den Felsen an der Inselspitze hochgekraxelt, ging es am Ende dieses 20m steil in die Tiefe. Unter den Klippen konnte man aufs Meer gucken und allerhand Meeresbewohner beobachten: eine Hai-Familie, mehrere Riesenschildkröten, einen Rochen und andere große Fische.
Später haben wir uns noch ein altes Schiffswrack angesehen, das einst von deutschen Ingenieuren gebaut wurde und dann auf Fraser Island aufgelaufen ist.
Am letzten Tag auf der Insel sind wir durch den Regenwald (das ist übrigens der einzige Fleck Erde wo der Regenwald im Sand wächst) und über eine riesige Sanddüne, die aussah wie ein Stück Wüste, an den Lake Wobbie gepilgert.Nach der anstrengenden Wanderung war der See mit seiner Kühle die richtige Erfrischung.
Dann ging es für Team Lola durch den Sand wieder zurück zur Fähre. Dabei mussten wir auch den zuvor genannten Eli Creek mit dem Auto durchqueren, was bedeutete, das unser Fahrzeug bis fast an die Fester im Wasser versank.
In dem Stück Meer, das Fraser Island vom Festland trennt, hatten sich gerade ein paar Delfine eingefunden, die mit ihrem Spiel die Wartezeit bis zum Übersetzen deutlich verringerten….Zurück in Rainbow Beach sind wir dann noch spontan mit zum „Bush Walk“ gegangen, der uns auf die Sanddüne von Rainbow Beach geführt hat, die ebenfalls gigantisch ist! Ohnehin schon eingesandet haben wir dann noch Sandsurfing auf Bodyboards die Düne runter gemacht und einen der besten Blicke in ganz Rainbow Beach genossen 😉
Der letzte Abend in Rainbow Beach wurde noch durch das Auftauchen einer 2m langen (dafür aber nur fingerdicken) Python erheitert, oder zumindest glauben wir, es war eine Python, die sich auf dem Baum vor unserem Zimmer ein bequemes Plätzchen gesucht hatte und daher in Armlänge entfernt vor unsrem Balkon auf einem Ast lag…
Welcome to Australia!
