VALEU!

Meine letzte Woche in Brasilien war Dank des Karnevals doch eher wild. Leti hatte Geburtstag und wir haben unzählige Blocos, Parties und auch wieder den Sambodromo besucht. Ich frage mich, wie lange es dauern wird, bis ich KEIN Glitzer mehr auf meinem Körper finden werde.

Es gab auch nochmal einen Besuch bei Angelo’s Familie in Nilópolis und viel viel gutes Essen, sowie ein letztes Mal mit all den Lieben brasilianischen und Berliner Freunden. Hach Brasilien, ich komme gerne wieder!

Florianópolis

Etwas verspätet kommt jetzt auch der Blog für ‚Flori‘.Von Itacaré bin ich mit Zwischenstopp in Salvador wieder nach Rio, nur um dort einen Tag Angelo einzusammeln und dann weiter nach Florianopolis zu fliegen.Florianopolis ist im Süden Brasiliens und bekannt für surfen trotz kälteren Wassers.Nach der Ankunft in unserem super süsen Baumhaus waren wir direkt erstmal einen kleinen Hike (Trilha da Boa Vista e Galheta) machen, der am Praia de Mole mit Sonnenuntergang endete.Von diesen kleinen Hikes gibt es unzählige auf der Insel. Die Morgende begannen immer eher entspannt und ich durfte endlich auch mal das kulinarische Highlight ‚Crepioca‘ – eine Mischung zwischen Tapioca und Omlette – versuchen. Ausserdem sind wir völlig unbedarft in ein indisches Restaurant von einem indisch-brasilianischen Ehepaar in deren Garten reingestolpert.Der Trilha do Morro das Aranhas wartete mit privaten kleinen Buchten auf und wir sind bis zum Praia des Ingleses gelaufen, wo wir einen Freund von Angelo zum sunset surfen getroffen haben.Auch im Süden der Insel waren wir und haben einen kleinen Hike nach Lagoinha do Leste gemacht, was ein richtig schöner Tag war. Auf dem Pedra dos surferistas hat man einen ganz tollen Ausblick.Ein Highlight war auch ein Ausflug mit Mietwagen für einen Tag (zufällig mit dem Bruder einer Berliner Freundin) mach Praia Rosa. Dort wohnt nicht nur ein Freund von Angelo, den wir besucht haben, sondern wir waren auch in Surfland, einem Wavepool. Das war wirklich alles andere als einfach!Am Ende der Woche ging es dann schon wieder zurück nach Rio und endlich gab es eine Reunion mit Leti.

Itacaré

Am Nachmittag bin ich in Itacaré angekommen – einfach mein happy place. Ich habe meine Sachen mit Açai Zwischenstopp ins Hostel getragen und direkt die Horden an Israelis bemerkt, was leider wirklich extrem anstrengend ist. Dann habe ich noch JP und eine Freundin von ihm für einen Sonnenuntergangscaipi in der Deck Bar getroffen, bevor ich zur Massage gegangen bin. Zum Abendessen haben wir uns wieder zusammengefunden, es ging aber früh ins Bett, da meine Tage hier durchs surfen immer früh beginnen.
Ich bin zur gleichen Surfschule wie letztes Jahr und tatsächlich sind die noch ein bisschen besser und professionell geworden.
Ich hatte eine richtig gute Zeit in Engenhoca und habe (teilweise mit Hilfe) einige Wellen bekommen. Hinterher wird alles per Videoanalyse auseinandergenommen, das hilft manchmal schon.
Ansonsten steht hier nachmittags immer gemeinsames Lunch/gutes Essen, mal Gym, mal Beauty, mal Yoga und Massage, mal Wäsche waschen/ Erledigungen auf dem Programm. Abends kann man die sicheren Strassen langflanieren und das Treiben beobachten. Dieser Ort ist einfach wunderbar (wobei ich schon denke, dass Surfen seinen Löwenanteil beiträgt). Die Strände sind auch super schön und nett, die Locals entspannt und das Essen überall gut. Wer möchte, kann sich auch im Nachtleben verlieren, aber dafür bin ich meistens zu müde – Höchstens ein bißchen Capoeira zusehen oder Samba genießen. Könnte hier durchaus länger bleiben!

Morro do Sao Paulo

Der Katamaran war entgegen allem, was man online so liest, nicht wirklich wild. Ich bin wohlbehalten auf Morro do Sao Paulo angekommen und habe mein ganzes Geraffel circa 25 Minuten (hatte mich leider etwas verlaufen, dafür gab es einen Açai Zwischenstopp) bis zum Hostel geschleppt. Autos gibt es hier keine, man kann sich jedoch einen Schubkarren mieten, in dem das Gepäck gekarrt wird. Ich zog es jedoch vor, meine Sachen selbst bis in das schöne Hostel inmitten des Urwalds zu tragen. Ich hatte super Glück und habe direkt eine Deutsch kennengelernt, mit der ich den Rest des Tages verbracht habe. Wir haben eigentlich Nonstop gequatscht. Nach einem kurzen Stopp an meiner Tauchschule waren wir noch am 1. Strand und haben den Sonnenuntergang mit Musik am Leuchturm genossen. Da Anna auch mindestens vegetarisch ist haben wir uns schnell auf Abendessen einigen können und aben mit den Füssen im Sand direkt am Meer dinniert.
Nach einem Caipi bin ich auch schon ins Bett, da mein Tauchgang am nächsten Tag aufgrund der Gezeiten schon um 6 begann. Mittlerweile liebe ich es fast, so früh wach zu sein. Besonders an Orten wie hier ist es dann noch sehr ruhig und eine ganz besondere Stimmung kommt auf. Nach 2 Tauchgängen, die gekrönt wurden durch eine Schildkröte, mehrere Muränen und Tintenfische, hatte ich zwar das vegane Frühstück im Hostel verpasst, aber schnell etwas gesnackt. Dann sind Anna, ein Freund von ihr und ich an den Praia Gamboa gelaufen – einfach so wunder wunder schön und entspannt. Man kann sich mit Ton einschmieren für gute Haut, kalte Kokosnüsse in der Hängematte schmecken lassen und wie wir bei Reggae Musik in der Sonne lesen.
Zurück ging es dann mit dem Bootstaxi und wegen grossem Hunger haben wir direkt wieder vegetarisches Essen aufgespürt. Abends erwacht hier der Marktplatz zum Leben: Verkäufer, Shops, Drinks, Capoera Shows – man kann gut schlendern.
Der Morgen heute begann mit einem Lauf bis an den 5. Strand, dadurch konnte ich mir auch den Teil der Insel mal ansehen. Nach dem sehr leckeren Frühstück im Hostel ging es dann auch schon wieder mit dem Boot nach Valença (schon krass, wie tot eine kleine brasilianische Stadt an einem Sonntag sein kann) und von dort mit dem Bus nach Itacaré – einem meiner Lieblingsorte vom letzten Jahr. Nach 30 mins mit vollstem Gepäck durch die Hitze laufend habe selbst ich mich etwas über die Klimaanlage im Bus gefreut.

Salvador

Ich bin quasi direkt an den Strand, um noch etwas vom Tag zu haben. Später waren wir noch in Cafe e Cana etwas zu Abendessen. Und sind durch das Centro Historico, was ich im letzten Jahr schon sehr hübsch fand. Wir haben uns noch kurz ein paar Leuten aus meinem Hostel in eine Samba-Bar angeschlossen. Ich liebe einfach Bahia für seine Vibes!Nachdem ich am nächsten Morgen früh im Gym war, habe ich mit Leo getroffen, den ich noch vom letzten Jahr kenne. Wir waren lecker frühstücken und am Strand. Auch in Stadtnähe ist das Wasser einfach wunderschön hier.Zum Mitagessen bin ich mit Gizem zur Bar da Monica, die ich letztes Jahr mega fand. Man muss mit dem Boot hinfahren und kann dort lecker Moqeca essen. Leider war es diesmal rappelvoll und wir haben ewig auf unser Essen gewartet – also nicht ganz so beeindruckend wie letztes Jahr. Im Anschluss haben wir noch Freunde von Gizem am Strand getroffen und am Abend sind noch einige Leute losgezogen in eine Bar, in der es Livemusik gab.Heute in der Früh habe ich etwas Sport gemacht und bin nun dezent verspätet und noch durch meinen Uberfahrer erschwert, der meinte alle Wege besser zu kennen als das Navi, zum Catamaran gehetzt, der mich nach Morro do Sao Paolo bringen soll.