Fortaleza ist eine Großstadt im Norden Brasiliens, die vor allem für Kunst und Kultur sowie ihre Strände bekannt ist. Für uns sollte es nur ein Zwischenstopp werden. Wir haben als erstes Açai aufgespürt und uns mit Snacks für den nächsten Tag eingedeckt. Gizem wollte dann lieber chillen, ich bin nochmal eine Runde Laufen und es hat sich sehr gelohnt: ich bin die gesamte Strandpromenade entlang, mit hunderten anderen Sportlern und Flanierenden. Die Stimmung ist besonders abends super, wenn die ganzen Verkäufer raus kommen und alle Leute entweder trainieren oder einen Spaziergang machen. Es gab viel zu sehen und am Ende noch eine eiskalte Kokosnuss.
Der folgende Tag sollte sowieso sehr viel Zeit im Auto beinhalten. Mit Podcasts und Musik sind wir 8h lang bis nach Pipa gefahren. Brasilien ist einfach ein sehr grosses Land. In Pipa werden wir aber wieder einige Tage bleiben.
Monatsarchiv: Februar 2025
Jericoacoara
Der Tag sollte mit einigen Autokilometern beginnen – 6h die Küste entlang. Eigentlich gar nicht so weit, aber wegen schlechter Strassenverhältnisse dauerte es eine halbe Ewigkeit und ich kann sagen: Schlaglöcher und Speedbumps sind mein natürlicher Feind.
Irgendwann haben wir es doch bis an den Anfang der Schotterpiste nach Jericoacoara geschafft und wurden direkt von einem Guide abgefangen: wir könnten nicht in den kleinen Ort fahren, denn es seien Dünen dazwischen, in denen man eigentlich einen beach buggy oder ein 4×4 drive braucht. Der Guide hat dann aber etwas Luft aus unseren Reifen gelassen und uns sicher durch die zahlreichen Wege durch die Dünen gebracht. Jericoacoara selbst ist ein bezaubernder Ort. Man muss zwar Kurtaxe zahlen, aber dafür ist der ganze Ort auf Sand gebaut und hat etwas Bali Ästhetik. Es ist alles sehr hübsch und detailreich gestaltet, man kann überall hinhauen, die Leute sind freundlich, der Strand wunderschön und es kommt richtig Urlaubsstimmung auf.
Am ersten Tag hier sind wir an den Strand, um endlich an unserer brasilianischen Bräune zu arbeiten. Man muss aber doch gut vorsichtig sein, die brasilianische Sonne ist wie die Caipirinhas am Strassenrand: stark.
Mittags gab es natürlich Acai und etwas Sonnenpause. Ich bin dann noch ins Nagelstudio und der Sonnenuntergang war leider hinter Wolken verborgen. Nach einem frühen Abendessen waren wir tatsächlich im Gym, aber das tat wirklich gut nach der langen Sportpause.
Der zweite Tag begann langsam. Wir sind noch am Vormittag zum Pedra Furada aufgebrochen. Es war super schön aber auch heiss und anstrengend, über den losen Sand zu laufen. Auch da musste erstmal zur Belohnung Açai her. Wir haben noch etwas die Läden durchstöbert, ich war nochmal am Strand und später haben sich Gizem und ich eine Massage gegönnt.
Den Tag haben wir am Strand und mit gutem Essen ausklingen lassen.
Jeri ist wirklich ein kleines Juwel!
Am nächsten Morgen sind wir dann von Ivan wieder durch die Dünen gefahren worden und bis nach Fortaleza gedonnert.
Lençois de Marahnese
Super früh ging es an den Flughafen und dann mit dem Flieger nach Sao Luis an der Nordküste Braziliens.Hier wollten wir unseren Mietwagen abholen, aber weder Gizem noch ich hatten unseren Führerschein dabei (Gizem wusste das bis dato nicht, ich hatte ja mein Portemonnaie in Deutschland vergessen).Da ich einen abgelaufenen internationalen Führerschein hatte, wollten wir in der Hoffnung dass das keiner merkt, den Namen der Reservierung umschreiben lassen.Leider wurde uns aber am Schalter gesagt, dass das nur die Vermietung in Deutschland machen könne. Also gab es ein dreistündiges Kuddelmuddel, mit vielen Anrufen in Deutschland über meine Mama, nachdem per Email erlaubt wurde, den Vertrag zu verändern und siehe da, es war wohl doch möglich. Das Ablaufdatum auf deutsch hat eh keiner verstanden.Nach dem ganzen Stress sind wir nur noch zum Abendessen und dann ins Bett, denn am Abend hat Sao Luis leider nichts mehr zu bieten.Der nächste Tag begann sehr verregnet – aber wir wollten eh nur möglichst schnell nach Barreirinhas um dort eine Nachmittagstour zu in den Lençois da maranhense Nationalpark zu machen. Mit einem 4×4 drive ging es über eine Fähre und sehr holprige Sandwege bis zu den Dünen, auf denen wir dann rumstreunerten. Dieser Ort ist etwas wirklich ganz besonderes – es bilden sich durch den Regen kleine Lagunen zwischen dem feinen Sand. Wir sind die Dünen rungergerannt, haben in den Lagunen gebadet und jede Menge Fotos gemacht, bevor es wieder über Stock und Stein nach Barreirinhas ging.