Salta

Donnerstag morgen sind Ali und ich jeweils losgezogen, ein paar organisatorische Dinge anzugehen und ich hab viel mit Freunden aus der Heimat telefoniert. Nach einem letzten gemeinsamen Lunch ist auch Ali in den 23h Bus gestiegen und ich war alleine.Ich hab mich gepampert mit Facial, Massage und gutem Essen und bin durch die Stadt gebummelt. Neben etwas shopping war auch eine free walking Tour dabei, die ganz gut war. Ich hab abends noch sehr gut vegan im Tantra Café gegessen und bin ins Bett.Den Freitag bin ich früh raus, bin den San Bernardp Hügel rauf, hab etwas Sport mit Aussicht gemacht und dann den Tag wieder mit diversen Cafés, Pediküre, Massage und bummeln verbracht. Ausserdem war ich im Museum und habe mir wahnsinnig gut erhaltene Mumien von Inka-Menschenopfern angeschaut. Fast ein bisschen gruselig.Es gab wieder gutes Esse im Chakrauna und ich habe ein paar süße Kirchen angeschaut und bin Kreuz und quer durch die Stadt. Nach einem abendlichen Eis bin ich ins Bett, um vor meinem Flug nach Mendoza noch einmal den Hügel hochzujoggen.Der Flug war sehr reibungslos und ich bin bereits gegen 13:00 am Busterminal gewesen. Leider waren alle Busse nach Potretrillos schon bis 16:30 ausgebucht. Ziemlich ärgerlich und sehr deutsch. Spontan bin ich in ein Spa und anschließend ein Café, um die Wartezeit zu überbrücken. In Potretrillos möchte ich Laura, eine ganz alte Freundin aus Dieburg und ihre Familie treffen.

Salta Roadtrip

In Salta angekommen, habe ich mir zunächst Frühstück besorgt und habe dann „die Anderen“ getroffen. Die Anderen, das sind Albi & Elisa aus Italien, Ross aus England und Ali aus der Schweiz (zumindest behauptet der gebürtige Brite das). Eine fantastische Truppe und die nächsten Tage sollten absolut traumhaft werden. Wir sind mit dem Mietwagen Richtung Pumamarca aufgebrochen und haben die Salinas Grande besucht. Das ist eine Salzwüste, vielleicht nicht so beeindruckend wie die in Bolivien aber immerhin!Wir haben eine Tour gemacht und ein paar Fotos geschossen, bevor wir in unsere wunderschönes Airbnb in der Nähe von Pumamarca gefahren sind und uns in der Stadt mit Abendessen versorgt haben.Am nächsten Tag wurde wieder viel mit dem Auto gefahren, ein kleiner Zwischenstop in einer winzigen Stadt mit Markt und gutem Essen und dann eine lange Dirtroad bis zu den 14farbigen Bergen. Einer der besten Orte, an dem ich je war. Wirklich, so wunderschön. Wir haben eine Weile dort verbracht und man konnte die Höhe spüren!Dann ging es wieder ins Auto und nach San Salvador, ein kleiner nicht weiter erwähnenswerter Ort. Weil wir alle super müde von der Autofahrt waren gab es an der Strasse erworbenen Ziegenkäse und eine Riesenpackung bestellte Empanadas neben wieder viel Wein zum Abendessen. Der nächste Morgen begann recht zeitnah, weil wir Ross in Salta abliefern mussten. Nach kurzem Lunch und Abschied sind wir dann nun noch zu viert in den Süden von Salta aufgebrochen. Auf dem Weg zu der kleinen Stadt Cafayate gab es den wohl „most scenic drive“, den ich in einer langen Zeit gesehen habe. Die Landschaft änderte sich beständig und war immer wunderschön. Ein paar Zwischenstopps wie Garganta del Diablo (eine krasse Felsformation), los Etratos (kunterbunte Felsen) und las Colorados (Hölen und rote Felsen) und fantastischen Aussichten haben wir es bis ins kleine Weinstädtchen geschafft.Am nächsten Tag sind wir mal nicht ins Auto gestiegen sondern haben den Tag mit Weinproben verbracht (als ob wir sonst kaum Wein getrunken hätten). Es ging los mit der Bodega de las Nuebes – etwa außerhalb der Stadt sind wir ambitioniert mit geliehenen Fahrrädern durch die Mittagshitze dorthin gestartet. Nach der Weinprobe haben wir noch Picadas im Garten des Weinguts genossen. So schön!Dann ging es noch zum etwas edleren Weingut El Esteco, was fast wie ein Schloss anmutet. Fix und fertig vom Tag sind wir nach dem Abendessen ins Bett gefallen.Der nächste und letzte gemeinsame Tag bestand weitesgehend aus Autofahren, das Auto waschen lassen & zurück geben.Elisa & Albi haben uns nach einem gemeinsam Lunch verlassen und Ali und ich haben ins Hostel eingecheckt.Wir sind nachmittags noch den Hausberg von Salta hinaufgelaufen und haben die Aussicht über die Stadt genossen. Mit der Gondel ging es dann den Berg wieder runter. Wir haben ein bisschen rumorganiert und dann in der Comida Arabica zu abend gegessen.

Mendoza, Part I

Am Flughafen bin ich wegen ausreichend Zeit am Gate durch die Gegend getigert und durch Zufall in die zwei Italiener (Albi & Elisa) reingelaufen. Wir haben uns circa 2 Minuten unterhalten und sie haben mir erzählt, sie fliegen jetzt nach Salta und machen einen Roadtrip dort, ob ich nicht mitkommen wolle. Weil die zwei mit die einzigen Traveller bisher waren, die ich wirklich mochte, habe ich mir noch am Gate einen Flug nach Salta besorgt und bin etwas durcheinander aber lächelnd zunächst nach Mendoza geflogen. Ich wusste irgendwie, es war eine richtig gute Entscheidung. In Mendoza angekommen habe ich ordentlich geschwitzt, denn es waren auch in den Abendstunden noch 35 Grad.Ich bin mit ein paar Leuten aus dem Hostel ins Gespräch gekommen und habe mich für den nächsten Tag für eine selbst organisierte Weinprobe verabredet. Am Morgen habe ich zunächst Mendoza selbst erkundet – nicht ganz sicher, ob die Stadt so viel zu bieten hat.Die Weintour war eine Gaudi. 9 Leute aus dem Hostel auf alten, klapprigen Fahrrädern von Bodega zu Bodega, wo man für ungefähr 4 Euro jeweils verschiedene Weine testen kann.Es gab zwar auch ein Käsebrett aber das ganze wurde spätestens nach der zweiten Station eine feucht fröhliche Veranstaltung. Wir hatten auch in der prallen Sonne viel Spaß und sind dann alle zusammen noch etwas essen gegangen. Am nächsten Morgen bin ich dann ganz in der Frühe nach Salta weiter gezogen.