Um 5 sind wir von unserem Tent Cabin zum Yosemite losgestochen. Unser Ziel entgegen allen Empfehlungen wegen zu großen Andrangs: Camp 4, ein Walk in Campingplatz, der nach dem Motto verfährt: First come, first serve.
Um 6 sind wir angekommen, vor der Registrierung (öffnet um 8) hatten scheinbar schon ein paar Leute gecampt. Am Eingang ein Schild: heute werden 52 Leute reingelassen! Also haben wir uns mit Decke und Frühstück in die Schlange dieses exklusiven Clubs gereiht. Nachdem ich Mal grob gezählt hatte (45!) wussten wir nicht so genau, ob das jetzt gut oder schlecht ist, denn von einigen Gruppen haben sich nicht alle angestellt. Ich bin richtig nervös geworden und hab einfach gehofft, das es hinhaut!
Kurz vor acht ging es dann los: es wurden Nummern verteilt. Und wie es das Schicksal wollte, haben wir Nummer 52 bekommen. Allerdings zu zweit!
Also folgten weitere 2 Stunden banges Warten, ob alles funktioniert. Und dann die Erlösung! Ein Platz für uns beide auf dem heißbegehrten Campingplatz!
Das Übliche folgt: Zelt aufstellen und nach Tips unserer Nachbarn gegen Regen schützen, alles in die Bärenbox und Schlafplatz aufbauen.
Anschließend haben wir uns mit Kaffee versorgt und Pläne geschmiedet. Immer der Nase nach sind wir losgestiefelt und so den verbleibenden Tag vom Mirrow Lake (leider im Sommer nicht mehr viel von übrig) über das Yosemite Village zu den Yosemite Falls (ziemlich cool) gewandert. Leider drängeln sich hier bisher fast überall die Touris, aber sobald man die asphaltierten Wege verlässt, lässt auch der Andrang nach.
Ziemlich erschlagen haben wir im Zelt entspannt und den Abend mit unseren Nachbarn am Lagerfeuer ausklingen lassen. Dabei haben wir versucht, Popcorn auf dem Feuer zu machen, was eher das Kind in und als unseren Gaumen erfreut hat.
Tag 2 startete dann zur üblichen Uhrzeit. Mit dem Shuttle ging es bis zum Four Miles Trailhead, von wo aus wir gut 8 km den Berg erklommen haben, teilweise ziemlich steil, aber immer mit bestem Ausblick. Oben angekommen am Glacier Point haben wir den Blick auf den Half Dome genossen und Mittagspause gemacht, bevor wir die ganze Strecke knieschonend wieder runtergelaufen sind.
Den Nachmittag haben wir uns wie immer ein wenig versüßt und ein bisschen im Zelt abgehangen.
Am Abend haben unsere Camping-Nachbarn nochmal versucht Popcorn auf dem Lagerfeuer zu machen und sind kläglich gescheitert. Wir haben bis das Feuer aus war noch gequatscht und dann alles tierfest verstaut, bevor wir in die Schlafsäcke gekrochen sind.
Heute früh waren unsere quasi Mitbewohner dann schon bevor wir aufgestanden sind abgereist, nur ihre Stühle haben sie uns als Geschenk da gelassen.
Wir haben sehr entspannt gefrühstückt und uns auf einen noch entspannteren Tag vorbereitet. Es konnte ja keiner wissen, das es zu den Vernal und Nevada Falls fast 5km treppenartig in die Höhe geht! Aber trotz der unerwarteten Anstrengung hat es sich gelohnt: mit einer der schönsten Spots im Yosemite Park mit eindrucksvollen Wasserfällen, Regenbogen und toller Landschaft.
Die tausend Stufen sind wir natürlich auch wieder runter und haben uns dann einen gemütlichen Nachmittag/Abend gemacht!
Heute frühs hieß es dann ‚Bye Bye‘ Yosemite und mit einem letzten Frühstück am Rim of the World haben wir uns vorerst aus den Nationalparks in Richtung San Francisco verabschiedet…
Yosemite Nationalpark
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