Minca

Samstag Abend waren wir noch kurz mit der Truppe von der Lost City unterwegs auf einer Dachterrasse eines Hostels, aber richtig lange ist keiner geblieben nach vier so anstrengenden Tagen.
Sonntags sind wir nach einem entspannten Morgen und Mittag dann in das winzige Kaff Minca gefahren. Unser empfohlenes und gebuchtes Hostel ‚Casa Elemento‘ war allerdings gar nicht direkt dort, sondern eine gute halbe Stunde mit dem Mototaxi entfernt (die leider das eh schon teure Hostel noch teurer gemacht hat). Und was für eine halbe Stunde! Mit dem riesigen Rucksack lag mein Schwerpunkt eindeutig hinter dem Motorrad und die holprige und steil bergauf laufende Straße hat dazu geführt, das ich mehrfach fast hinten über gekippt wäre. Mit Bauchmuskel-Krämpfen, um dies zu verhindern ging es durch kleine Flüsse immer rauf bis zum einsam gelegenen Hostel, umgeben von Kaffee-/Kakao-/Weed-Plantagen.
Das Hostel brüstet sich damit, die Heimat der ‚Big Hammok‘ zu sein und diese gigantische Netz-Hängematte haben wir am Abend auch gut ausgenutzt und uns in Begleitung von Wein den Sonnenuntergang und die Wahnsinnsaussicht gegönnt.
Leider sind auch hier wieder Sandflies und Moskitos am Start, sodass meine Beine jetzt aussehen wie Streuselkuchen und tierisch jucken.
Heute hat Nicole in einer Hängematte (Normalgröße) pausiert, während Michael, Lars und ich durch Kaffee-Pflanzen zu einem Mirador gewandert sind. Dort haben wir mit Blick bis ans Meer gepicknickt. Anschließend sind wir immer bergab bis zu einem Wasserfall gewandert, haben dort kurz gebadet und uns aufgeteilt. Während Lars weiter runter nach Minca laufen konnte, mussten Michi und ich in der Nachmittagshitze die ganze Strecke wieder hoch. Schweißgebadet und mit leichtem Umweg habe wir es wieder zum Hostel geschafft. Am Abend haben wir dort am Family-Dinner teilgenommen und ziemlich leckeres Curry gegessen. In der riesigen Hängematte haben wir den Abend noch ein bisschen gelesen, bevor wir Einer nach dem Anderen ins Bett gekrochen sind.