Es wird noch besser!

Sonntags wurde sich nach dem von Jess und mir gekochten Lunch verabschiedet und wir sind in den Bus „nach Hause“ gestiegen. Wir haben etwas Schlaf nachgeholt und in den Zug umgestiegen. Da ich Montags ebenfalls (Weltwunder-Stimmung) frei hatte, bin ich schon in Geelong ausgestiegen. Der eine Volunteer vom Ironman, James, hat mich abgeholt und wir haben Essen bestellt und uns richtig gut unterhalten. Er ist selbst schon fast überall hingereist und hat beschlossen, etwas von dem Glück, was er während seiner Reisen hatte, weiterzugeben. Ich hab selten so viel gelacht, war soooo neidisch auf alles, was er schon erlebt hat (ich muss unbedingt noch viiiieeeelll mehr reisen) und ich habe es auch das erste Mal, mit einem studierten Australier zu tun gehabt 😉 Ich habe außerdem in einem richtigen Swag übernachtet! Das ist DER australische Schlafsack schlechthin, eigentlich ein richtiges Bett! (: Heute Morgen ging es dann nach dem Frühstück endlich damit weiter, worauf ich mich schon mehr als alles andere gefreut hatte: SURFEN! Wir sind mit dem Auto nach Anglesea Beach, haben Wetsuits angezogen (glücklicherweise ist James aufgrund von Triathlon gut ausgestattet mit Neopren-Anzügen) und sind ins Wasser. Wie ich es vermisst habe! Oh mein Gott, im Meer zu sein, ist ja schon toll, aber im Meer auf einem Surfbrett zu sein, ist für mich eines der besten Gefühle der Welt! Fast nichts kann mich so schlagartig so glücklich machen! Und durch den Anzug war es auch garnicht kalt, zumal die Sonne etwas rauskam. Ich hab einige Male gestanden und es hat super viel Spaß gemacht. Eines der Dinge, was Australien zu einem unschlagbaren Land macht… Später wollten wir noch Bells Beach abklappern, aber dort war gerade die Ripcurl Pro Surf Competition zugange -alle Weltmeister vertreten- und das hätte Eintritt gekostet. Wir sind nach einem Lunch noch an den Hafen von Geelong und durch die Botanischen Gärten. Ich habe selten einen so netten Menschen kennengelernt, so richtig australisch-großzügig (: Am frühen Abend ging es für mich mit dem Zug zurück nach Melbourne. Auf das Schlimmste gefasst (Chaos, tonnenweise Arbeit, schlechte Laune und gestresste Eltern) bin ich nach Hause und habe mein wunderbares Wochenende tief in der Schatzkiste meines Herzens vergraben. Eigentlich war aber alles gut hier, die Oma ist selbst unterwegs und daher habe ich sogar mein Zimmer wieder 😉 Ich hab einen Osterhasen bekommen und dem Abend mit der Aufarbeitung aller Dinge verbracht, für die ich am Wochenende keine Zeit hatte. Happy Birthday an meine geliebte Katze, die heute 2 Jahre alt wird! Die nächste Woche wird wieder viel gearbeitet, mein Geburtstag geplant (weniger als eine Woche!) und weiterhin meine Nachfolgerin gecastet…

Mount Gambier, Tag 2

Samstags war das Wetter noch regnerischer und wir sind erstmal Kaffeetrinken gegangen und sind einkaufen gewesen. Da wir hier in Southaustralia und nicht mehr in Victoria sind, gibt es sogar sowas wie Flaschenpfand und beim Einkaufen werden keine Plastiktüten bereitgestellt!
Wir haben für den Geburtstag einer Mutter einer Freundin abends eine Käse/Dip/Kräckerplatte vorbereitet, mit der Oma und der Tante Lunch genossen und sind anschließend zu den Cave Gardens, ein weiteres „Loch im Boden“.
Nebenan war dann auch eine Art Museum über die Aboriginee-Funde der Gegend und die Vulkane.
Zum zweiten Lunch haben wir uns mit zwei weiteren Freundinnen getroffen.
Die Gesprächsthemen waren zwar vorwiegend Leute, die ich nicht kenne und Tattoos, aber es war trotzdem ganz nett 😉
Wir sind wieder zurück zum Haus der Oma und haben ein bisschen langsam gemacht…
Gegen 6 sind wir dann zu besagtem Geburtstag gefahren, wo es irgendwie total garnicht nach Geburtstag aussah und mindestens genauso viele Freunde der Tochter wie der Mutter da waren. Die Mutter wurde 43, war aber schon 2-fache Oma.
„Auf dem Land“ läuft eben doch einiges anders, als ich es gewohnt bin.
Nach vielen lustigen und netten Gesprächen mit Jess Freundinnen sind wir dann noch mit dem Taxi in den örtlichen Pub gefahren, der ein halber Club war. Es war ganz okay, aber ich hab ziemlich viel daneben gestanden, während die Mädels alten Bekannten „Hallo“ gesagt haben.
Um 4 war ich dann auch wieder daheim, Jess kam um 8.

Mount Gambier, Tag 1

Nach einem schnellen, angstrengenden Morgen mit sehr herzlicher Verabschiedung, ging es im Eilschritt zur Sotherncross Station, um dort Jess zu treffen.
Wir haben uns die Zeit bis zur Abfahrt des Busses mit Kaffee und Unterhaltungen totgeschlagen.
Dann ging es 5 Stunden mit dem Bus (ein kurzer Stopp in Ballarat) in das ca. 450km von Melbourne entfernt gelegene Mount Gambier, wo Jess aufgewachsen ist.
Unterwegs gab es manchmal stundenlang nichts zu sehen, außer der australischen Landschaft (:
Hatte schon fast vergessen, dass ich in OZ bin!
Hier angekommen habe ich ersteinmal die Oma, die Tante und den Opa kennengelernt.
Sehr gastfreundlich und Camping-begeistert, etwas mehr im Arbeiter-Bereich mit weniger Geld angesiedelt und verrückt nach Katzen.
Jess durfte das Auto vom Opa benutzen, was wir ersteinmal mit Sprit aufgetankt haben.
Dann ging es zu McDonalds (alles andere hat Good Friday ja zu) auf einen Kaffee mit einer Freundin.
Mit der sind wir dann noch einige Aussichtspunkte angefahren und so habe ich tolle Ausblicke auf den Blue Lake genossen. Das ist ein See, der sich in einem Vulkankrater befindet.
Je nach Saison ändert er seinen Farbton, ist aber immer fantastisch blau!
Wir haben noch einen anderen See angeguckt und dann sind Jess und ich noch weitergefahren.
Wir haben uns ein Sinkhole/ Cave angeguckt. Das Loch mit einem Durchmesser von etwa 30m ist von Fels umgeben und hübsch bepflanzt (:
Anschließend gab es Dinner in einem lokalen Restaurant und dann wurde mit der Oma und der Tante geredet…