Ich hatte mir eine lange und geruhsame Nacht versprochen, nachdem ich mich doch nicht mit meiner Freundin getroffen habe.
Aber durch die Hausparty, die der Vater erstmal angesetzt hat, wurde ich gefühlte 200 Mal aufgeweckt, wegen lauten Stimmen, Hausführungen oder Menschen, die in mein Zimmer stolpern.
Und ich durfte den Müll wegschaffen und die Flaschen recyceln.
Nach einem relativ entspannten Vormittag, der nur von der Anwesenheit zu vieler Leute im Apartment (irgend so ein Gast schläft schon wieder auf der Couch) gestört wurde, bin ich los, Lydia in der Stadt zu treffen.
Auf dem Weg kam schon die erste Sms, ob ich die Kinder von 3 Uhr an nehmen könnte. NEIN!
Der Sonntag war als frei abgesprochen und Lydia hat eine weite Zugfahrt gemacht, um mich zu treffen.
Nach etwas Gemaule von Kathryn hatte ich einen schönen Nachmittag, auch wenn sie mir für die Zukunft keine freien Sonntage mehr versprochen hat.
Es ist offiziell, ich bin ein Hauself. Ich werde mal mit dem Opa drüber reden. Es kann ja nicht sein, dass weder Vater noch Mutter Zeit mit den Kindern verbringen wollen. Klar arbeiten die viel, aber in ihrer freien Zeit gehen sie auch nur ihrem Vergnügen nach!
Nach eigenem Verständnis arbeitet sich die Mutter übrigens zu Tode.
Sicher, sie geht ständig auf irgendwelche Events oder aus.
Ich bin mit Lydia zu den Victoria Markets gelaufen und wir haben ein wenig gebummelt, die kulinarischen Köstlicheiten aus aller Welt bestaunt und die Marktschreier belächelt.
Ich habe sogar endlich einen Ring gefunden!
Aus Selbstlosigkeit bin ich früher heim, um die Kinder dann zu übernehmen.
Allerdings waren die garnicht da!
Auf den Onkel abgeschoben hatten sich die Eltern getrennt voneinander einen schönen Tag gemacht.
Der Vater hat sich den Film „The Descendants“ angeschaut, in dem es um einen Vater geht, der die kaputte Beziehung zu seinen Kindern retten will. Wie passend. Glaube aber nicht, dass es für ihn lehrreich ist.
Ich habe dafür eine Sms bekommen, ich soll doch bitte das ganze Haus putzen und die Betten neu beziehen.
Nett.
Und als ich das alles gemacht hatte wurde mir noch gesagt, ich soll den Spielraum in Zukunft jeden Tag aufräumen (auch heute!) und die Badewanne auch jeden Tag putzen.
Ach ja und wenn ich die Duschen mache, soll ich doch auch die Ablage mit den Shampoo-Flaschen sauber machen.
Derweil haben der Gast und der Vater die Küche wieder benutzt und nicht eingesehen, auch nur im geringsten aufzuräumen. Danke dafür!
Langsam wird es mir echt zu bunt.
Nächste Woche ist voll durchgeplant und voll.
Die bleibe ich noch.
Dann schaue ich mal weiter, weil das hier immer ein wahnsinniges Auf und Ab ist.
Monatsarchiv: März 2013
Die Einladungen
Ein weiterer Samstag
Die letzten drei Abende war ich mit den Kindern alleine, also waren die Eltern nur morgens etwa 10 Minuten da. Wenigstens erfahre ich mittlerweile auch etwas Anerkennung von der Mutter und sie ist stolz auf meinen Umgang mit den Kindern. Man könnte also von einer Verbesserung der Grundsituation sprechen 😉 Außerdem bekomme ich wieder mehr Gehalt trotz freiem Sonntag, zumindest diese Woche, weil ich echt viel gearbeitet habe. Der Vorteil daran, dass die Eltern selten da sind liegt eindeutig auch daran, dass ich das Apartment für mich habe… Allerdings muss ich eben auch dort bleiben. Was ein Glück, dass mich gestern Abend meine Lieblings-Kollegin Jess und eine Freundin von ihr, Lara, besucht haben (: Die zwei sind später noch weggegangen und haben mich dazu eingeladen, aber ich war zu müde und musste ja heute wieder um 7 raus. Und für eine 14 Stunden Schicht muss ich ausgeschlafen sein. Nach einem gemeinsamen Frühstück mit den Kindern, haben sie ersteinmal gespielt und ich den Haushalt gemacht. Wir sind zusammen einkaufen gegangen. Dann haben wir die Einladungen für Sophias Geburtstag gebastelt. Die eigene Mutter hat ja leider keine Zeit, sich darum zu kümmern… Nachdem ich auch noch eine Suppe gekocht und Lunch gemacht habe, ging es dann in den ersten Park. Die Kinder haben gespielt und ich in der Sonne gesessen und gelesen. Hört sich garnicht so schlimm an, war aber nach 2 Stunden auch übel langweilig. Nach einem Parkwechsel habe ich mich abwechselnd mit Buch und Smartphone beschäftigt und versucht, die Zeit totzuschlagen… Ich bin eben immer schnell gelangweilt 😉 Jetzt hoffe ich gerade darauf, dass sich Lara bei mir meldet, damit ich nochmal raus komme. Im Apartment ist gerade soetwas wie eine Hausparty am anlaufen.
