Wir werden am morgen mit einem schier unendlich scheinenden Strom an Frühstück versorgt. So ist Hoa, der Teller wird immer nachgefüllt!
Dann geht es mit dem Motorroller Richtung Saigon. Wir versuchen es mit Google-Maps-Screenshots und durchfragen, denn natürlich verirren wir uns wieder 😉
Irgendwann kommen wir im Stadtzentrum dieser riesigen, überwältigenden Stadt an. Wir laufen ewig durch die Gegend, verlieren uns in den Straßen, besuchen den Wiedervereinigungspalast und dürfen zumindest ins Foyer der Oper. Auf der Suche nach dem chinesischen Markt-Viertel laufen wir anscheinend völligst falsch. Eine alte Vietnamesin setzt uns in einen Bus zurück zu einem Markt, der fast so heißt wie der, den wir suchen. Naja, kann mal passieren wenn hier immer alles aus zwei Silben besteht und fast gleich heißt.
Am späten Nachmittag machen wir noch ein Picknick im schattigen Park und schauen alten Vietnamesen beim ‚Sport‘ zu.
Auf dem Rückweg kommen wir voll in die Rushhour. Mehr Roller/ Autos/ Taxis passen einfach nicht auf die Straßen. Die Gehsteige werden mitbenutzt, alles läuft vollkommen ohne Regeln.
Also nutzen auch wir das aus und fahren an der Seite gegen die Einbahnstraßen. Irgendwann kommen wir ungefähr dort an, wo wir hinwollen und ganz irgendwann sogar wieder bei Jürgen und Hoa.
Das Abendessen wartet schon auf uns.
Wieder steht der ganze Tisch voll mit vietnamesischen Speisen, alles von Hoa gekocht.
Sie macht sogar nochmal was nach, schneidet Obst auf und versorgt vor allem Basti mit Bier. Ihr Bruder ist zu Besuch und die drei Bierfreunde lassen sich sogar nochmal Bier ins Haus liefern. Die Gitarre wird ausgepackt, der Bruder „Namkunfu“ versucht Basti Vietnamesisch beizubringen, die Nichte kommt noch zu Besuch und am Ende des Abends steht der Tisch voll mit Bierdosen.
Außerdem müssen wir vietnamesische Spezialitäten wie schwarze Eier, Salzeier und unreife Mango probieren.
Wir fallen völligst erschlagen ins Bett.
Tag 36, Ho Chi Minh City/ Saigon, Hoc Mon
Wir kommen morgens um 7 in Saigon (innerer Teil von Ho Chi Minh City) an. Hier sind wir mit Papas Jugendfreund Jürgen und seiner Freundin Hoa verabredet. Wir gönnen uns erstmal noch ein Frühstück (hier gibt es sogar German Baguette!) und dann warten wir. Weil der Verkehr echt die Hölle ist, kommen Jürgen uns Hoa nach 2 Stunden auf einem Roller an.
Hoa nimmt uns im Taxi mit, für das wir (anders als in Da Nang), vielleicht aufgrund des Einheimischen-Bonus, für eine einstündige Fahrt nicht sonderlich viel bezahlen.
Wir sind nun in Hoc Mon, machen uns ein Bild davon wie die zwei hier mit Tochter Tina wohnen und es wird viel gequatscht, eine Mischung aus Deutsch, Englisch und Vietnamesisch.
Der Hund heißt Om Dollar (Deutsch: Sir Dollar) und streunert 99% durch die Gegend. Die Babykatze hat absolut ein Rad ab und eiert hier die ganze Zeit durh die Gegend.
Später kocht Hoa ein echt leckeres und original vietnamesisches Essen.
Danach erkunden Basti und ich noch Hoc Mon auf dem Roller. Hier gibt es keine Touristen. Dementsprechend wird man angestarrt und die Preise liegen ca. bei der Hälfte.
Wir cruizen über einen Markt und besuchen einen Tempel (kein Eintritt, keine Parking-Gebühren, super freundliche Einheimische, die einem alles zeigen wollen).
Direkt daneben ist ein Friedhof, auf den wir uns aber aus Respekt nicht rauftrauen.
Am Abend wagen wir uns nochmal in die „Stadt“ und fallen wieder mal sehr auf. Trotzdem sind die Menschen hier wahnsinnig freundlich 😉
Tag 35, Nha Trang (Wasserfall und die Suche nach Long Beach)
Wir fahren mit dem Roller erst Richtung Norden, an einen Wasserfall, denn man über Felsen erklimmen kann. Das Klettern macht richtig Spaß!
Auf dem Rückweg passieren wir noch einen Tempel und dann geht es Richtung Süden auf der Suche nach ‚Long Beach‘, der frei von Touristen sein soll…
Irgendwie gurken wir schon wieder hoffnungslos durch die Gegend, landen irgendwo im nirgendwo, stehen regelmäßig vor Sackgassen und kommen in ganz seltsame Gegenden, in denen überall halb fertige Resorts wie Geisterstädte stehen…
Nach 2 Stunden geben wir die Suche auf und packen uns an einen Stand, der zumindest frei von Touris, dafür aber voll von biertrinkenden Locals ist.
Wir checken aus unserer gratis Unterkunft bei Vietnam Scubadive aus, stauben noch ein kostenloses Essen ab (morgen eröffnet das Restaurant und an uns üben sie sozusagen) und machen uns auf den Weg zum sleeping Bus, der uns über Nacht nach Ho Chi Minh City/ Saigon bringen soll.
Normalerweise sind die Dinger echt komfortabel aber leider bekommt man kein Auge zu wenn neben einem ein fetter Vietnamese sämtliche Wälder absägt. Keine Ahnung, wie ein Mensch in der Lage ist, so laut beim Schlafen zu sein. Und wir haben sogar den Verdacht, dass er auch im Wachzustand geschnarcht hat.
Tag 34, Nha Trang (Lighthouse, Pipe Beach)
Weil die günstigen Busse mal wieder ausgebucht sind, beschließen wir Mui Ne mit seinen Sanddünen auszulassen und direkt nach Saigon zu fahren. Das führt dazu, dass wir heute und morgen noch in Nha Trang sein werden.
Der Tag beginnt wieder früh mit Bus und Boot.
Diesmal ist auch Basti dabei.
Es geht zum Lighthouse, einer deep dive site, wo man bis 40m runter kann.
Wir tauchen allerdings nur bis 23m an der natürlichen Felswand entlang.
Danach folgen noch zwei Tauchgänge am Pipe Beach.
Nachmittags sind wir etwas erschlagen und müssen ein wenig im Schatten am Strand relaxen.
Am Abend mieten wir uns ein Motorbike für 24h und fahren aus der Stadt, auf der Suche nach einem günstigem Einheimischen-Restaurant. Da es die Karte aber überall nur auf Vietnamesisch gibt und ich beim Essen bekanntlich weniger experimentierfreudig bin, müssen wir wieder etwas in die Stadt. Irgendwie schaffen wir es uns wahnsinnig zu verfahren, sodass wir am Ende von einem Local zurück in die City gelotst werden müssen.
Wieder ist die Rooftop-Bar, diesmal am Pool, unsere abendliche Endstation.
Tag 33, Nha Trang (Mamahanh Beach, Pipe Beach)
In der Früh geht es los, wieder aufs Boot. Ziemlich genau der gleiche Ablauf wie die letzten zwei Tage, auch das gleiche Essen. Langsam hängen einem diese Buns zum Halse raus!
Trotzdem macht das Tauchen wieder Spaß (:
Wir üben weiterhin ein paar skills und gewöhnen uns noch mehr an das atmen unter Wasser.
Zurück in der Tauchschule müssen wir nurnoch unseren Theorie-Test absolvieren, dann haben wir die Lizenz zum Open Water Diver in der Tasche.
Jippie!
Außerdem kommt Basti zurück.
Wir spazieren an der Strandpromenade entlang und tauschen uns über unsere letzten Tage aus.
Abends gibt es noch free BBQ, denn der Chef Richard hat gute Laune.
Den Tag lassen wir mit ein paar anderen aus der Tauchschule auf der Rooftopbar eines Hotels ausklingen. Wahnsinns Ausblick!














