Im Flughafen auf Bali hab ich zufällig meine Yogalehrerin aus Berlin getroffen – what are the odds!Von dort bin ich direkt mit dem Taxi nach Sanur und nach gezwungener Café-Pause weiter mit dem Speedboat nach Nusa Penida, eine Nachbarinsel von Bali.Dort hat mich meine ehemalige Kollegin Andrea in Empfang genommen, mit mir zusammen einen Motorroller organisiert und mein ganzes Gelärsch in die Unterkunft gebracht.Direkt im Anschluss sind wir zu ihren Mitreisenden in die Gamat Bay, wo wir uns zur Einstimmung eine Kokosnuss gegönnt haben. Ich bin noch kurz schnorcheln gegangen und hab sogar eine riesige Schildkröte gesehen!Den Abend haben wir alle gemeinsam im Amok Sunset ausklingen lassen – einem zwar recht touristischen aber auch magischen Ort. Der Blick auf die Umgebung und die untergehende Sonne von hier aus war überragend!Nach einem langen Tag sind wir in unser Himmelbett gesunken.Der erste ganze Tag auf der unberührten Version von Bali begann mit einem leckeren Frühstück – wenn man Australien gewöhnt ist kommt man sich hier vor wie eine Königin. Mit dem Scooter sind Andrea und ich dann über Schotterpisten, loses Geröll und manchmal auch befestigte Strassen zu einem „Wasserfall“ der sich zwar als sehr schöner Ort aber weniger als Wasserfall entpuppte. Beim Erklimmen der unzähligen Stufen kommt man bei der konstant hohen Luftfeuchtigkeit nach gefühlt zwei Sekunden schon ins Schwitzen.Als nächster Stop war der „Manta Point“ anberaumt. Auf der Karte gut, in der Realität nur durch Hilfe anderer Reisender zu finden – konnte man von den Klippen herab die riesigen und eleganten Tiere in der Ferne beobachten. Zuletzt sind wir noch zum Giri Putri Tempel gefahren. Das ist ein Tempel in einer gigantischen Höhle, die man durch ein kleines Loch in der Felswand erreicht. Im Inneren fliegen Fledermäuse und der Duft der Räucherstäbchen staut sich – wirklich cool zu sehen. Wir wurden sogar Zeugen einer kleinen Zeremonie, bevor wir uns wieder in westliche Gefilde begeben haben und ein sehr instagramable Café aufgesucht haben.Den Abend haben wir mit einem romantischen Dinner zu zweit ausklingen lassen, da der Rest der Truppe schon weitergereist war.Nusa Penida mit seinen endlosen kurvigen Straßen auf dem Moped, der vielen Natur und vielen sagenhaften Ausblicken, war wirklich ein guter Einstieg!
Goodbye, my lover
Nachdem Ryan mich dankenswerterweise nachts noch am Flughafen abgeholt hat, bin ich bei Tom und Ryan zuhause auf meine Couch gesunken.Die nächsten Tage sollten ganz im Sinne von gutem Essen, guter Gesellschaft und gutem Kaffee stehen.So ging es gleich los mit Frühstück mit Ryan, Lunch mit meinen australischen Großeltern und after-work-Beers mit einem alten Freund aus dem Café in einer Rooftop Bar. Ein Wunder, dass ich es am gleichen Abend noch bis nach Geelong geschafft habe, wo ich Levi, Nicola und Levi’s couchsurferin Amy auf gute Cocktails getroffen habe.Levi und Nicola haben sich beide für den Samstag krank gemeldet, damit wir nach herrlichem Frühstück und einem kurzen Besuch beim Wahllokal (Victoria hat gewählt) nach Torquay fahren konnten. Da uns das Wetter ausnahmsweise mal wohl gesonnt zeigte, waren wir kurz surfen und haben dann am Strand rumgelümmelt. Am Nachmittag kam noch Levi’s Freundin Tam dazu, es gab Kaffee und Almond Croissant (and Almond Croissant a day, keeps the doctor away) und wir haben kurz noch bei den Mill Markets, einer riesigen Lagerhalle mit vintage Sachen gestoppt. Dann bin ich mit Amy zurück nach Melbourne, was doch mit den Öffis immer erstaunlich lange dauert.Nach einer Dusche in Rekordgeschwindigkeit bin ich mit Ryan und Tom los zu Nightmarkets, die allerdings schon abgebaut waren. Dementsprechend waren wir doch relativ spontan in verschiedenen Bars und Pubs unterwegs und sind nach einem Abstecher auf das Dach mit Aussicht auf die Skyline Melbournes erst im Morgengrauen zuhause eingelaufen.Für den Sonntag war ich bei meinen ehemaligen Chefs Zee und Eran zum Brunch eingeladen und hab ihr neues Haus besichtigt. Als Überraschung hat Zee ihren Babybauch präsentiert!Da Lara auch in der Stadt war für ein paar Tage, habe ich mit ihr unsere „alten Klassiker“ durchgezogen, was an diesem Abend Dumplings und Springonion pancakes sowie gute drinks im Whitehart bedeutete. Meinen letzten Tag in Melbourne und auch in Australien habe ich mit Tom gefrühstückt, Ryan verabschiedet und Lara für ein paar kleine Läden im Stadtteil Fitzroy getroffen. Im Anschluss waren wir noch in diversen Cafés – unter anderem auch bei Zee und Eran und somit meiner alten Arbeit- und sind viel durch den CBD gelaufen.Zusammen mit Tom gab es noch Abendessen und Carrot Cake.Und dann war’s das auch schon.Mit sehr gemischten Gefühlen habe ich meine Sachen gepackt und mich für den Trip nach Bali am nächsten Tag vorbereitet. Wieder einmal verlasse ich das Land, was vermutlich für immer einen Teil meines Herzens behalten wird. Es sind die Menschen und das Meer, das Gefühl, was ich mit diesen Orten verbinde und eine Millionen Erinnerungen. Das Wissen, das nichts für immer ist und vieles nie wieder so sein wird – und so ist bei meinem Flug über „a whole lot of red nothingness“ (so lässt sich der größte Teil Australiens vermutlich am besten beschreiben) gegebenenfalls die ein oder andere Tränen meine Wange runtergerollt.
Byron Bay Pt. II
Mutterseelenallein (Spaß, ganz so schlimm war es nicht) bin ich mit dem berühmt berüchtigten (weil eigentlich nie pünktlich) Greyhound Bus wieder die Küste runter nach Byron Bay gefahren und habe mich und meinen Backpack ins Hostel geschleppt. Ich bin dann viel rumgelaufen, habe viel zu viele Bücher gekauft und am Strand gebrutzelt, mich selbst zum Yoga ausgeführt und noch einen kleinen Powerwalk zu einem Sunset Spot hingelegt – es ist einfach so wunderschön hier!
So ging der Tag dann doch irgendwie schneller rum als gedacht!
Heute habe ich dann ganz in australischer Manier einen Powerwalk/Run bis zum Lighthouse gemacht, da waren einige Stufen dabei – aber der Ausblick an der Küste lohnt sich für jeden Schritt.
Der Tag wurde wieder mit Matcha, Kaffee und Strand gut rumgebracht – bis es Zeit für meineb Airport-Shuttle wurde. Dort angekommen musste ich leider feststellen, dass ich mir ein Ticket für gestern gebucht hatte, ich Dummerchen. Ohje, was nun?
Ich hab den Fahrer dann so lange belabert, bis er Mitleid hatte und mich auf dem Boden des Minivans sitzend mitgenommen hat. Alles besser als nochmal 100$ für ein privates Shuttle zu bezahlen…
Durch 1h Zeitverschiebung und Verspätung des Fliegers habe ich unfreiwillig viel Zeit am Gold Coast Flughafen verbracht, sodass ich erst nach Mitternacht im kalten und nassen Melbourne gelandet bin und Tom noch einige Zeit später aus dem Schlaf geklingelt habe.
Stradbroke Island
Dienstag frühs hab ich Aggy am Flughafen verabschiedet, den Mietwagen zurückgegeben und nach mehrfachem Vorbeilaufen auch mein Hostel gefunden, in dem ich für eine Nacht stolze 80$ bezahlen darf.Im Anschluss habe ich Lara getroffen und wir haben gemeinsam einen Tagestrip nach Stradbroke ‚Straddie‘ Island angetreten: Zug, Bus, Fähre, Bus. Bei strahlendem Sonnenschein und karibischer Kulisse kein Problem. Die kleine Insel vor Brisbane ist wirklich malerisch schön.Wir haben eine kleine Strandwanderung zu einem quasi privaten Strand unternommen und gegen Horseflies gekämpft.Nach etwas Sonnenbaden sind wir nach gleichem Schema zurück nach Brisbane gekehrt.
Coolum Beach/ Noosa Heads
Nach ein paar Tagen Hostel haben wir nun endlich auch wieder qualitativ hochwertigen Schlaf erhalten und der heutige Tag hat nur so vor Abenteuer gestrotzt. Witzigerweise war ich genau heute von 10 Jahren an genau dem gleichen Ort!Wir haben zunächst diesmal einen Freund von Aggy auf den Farmers Markets getroffen und dann eine Entdeckungsreise angetreten.Der erste Halt war Noosa Heads selbst, was noch immer so schön ist wie früher, für meinen heutigen Geschmack aber vielleicht etwas zu schick.Wir sind etwas im Nationalpark spazieren gegangen, hatten einen privaten Strand ganz für uns und waren im Meer baden. Zum Glück ist keiner von uns an eine der Bluebottle Quallen geraten! Wir haben uns kurz gestärkt und sind dann auf die Jagd nach Wasserfällen gegangen. Einen ersten haben wir recht schnell gefunden und etwas gebadet, den zweiten mussten wir kurz suchen (wir hatten leider nur eine lose Beschreibung von einer der Verkäuferinnen auf dem Markt), denn den kannte Cristian leider auch nicht…Letztendlich ist es uns doch gelungen! Ein Paar Australier sind hier sogar von den Klippen gesprungen, aber das war uns wirklich nicht geheuer.Für den Sonnenuntergang hat uns Cristian noch mit zum Mount Ninderry genommen. Bei der Hitze und Luftfeuchtigkeit kamen wir ganz schön ist schwitzen – wurden aber mit einer atemberaubendem Aussicht belohnt.Unter mehr als lautem Grillenzirpen sind wir in der Dämmerung zurück gekraxelt. Day for it!Den nächsten Tag in Coolum Beach haben wir bereits um 4:30 begonnen, damit wir den Sonnenaufgang vom Mount Coolum betrachten konnten.Es ging immer rauf, rauf, rauf – selbst um diese Uhrzeit eine schwitzige Angelegenheit.Der Blick hat aber entlohnt – und einige übermotivierte Australier, die das als Trainingsstrecke benutzen haben wir auch getroffen. Den Rest des Tages haben wir nochmal ordentlich am Strand gebrutzelt, bevor es wieder zurück nach Brisbane ging, wo wir Lara & Chrissi zum Abendessen und Eisessen bei Medinas auf der James Street getroffen haben.