Goodbye, my lover

Nachdem Ryan mich dankenswerterweise nachts noch am Flughafen abgeholt hat, bin ich bei Tom und Ryan zuhause auf meine Couch gesunken.Die nächsten Tage sollten ganz im Sinne von gutem Essen, guter Gesellschaft und gutem Kaffee stehen.So ging es gleich los mit Frühstück mit Ryan, Lunch mit meinen australischen Großeltern und after-work-Beers mit einem alten Freund aus dem Café in einer Rooftop Bar. Ein Wunder, dass ich es am gleichen Abend noch bis nach Geelong geschafft habe, wo ich Levi, Nicola und Levi’s couchsurferin Amy auf gute Cocktails getroffen habe.Levi und Nicola haben sich beide für den Samstag krank gemeldet, damit wir nach herrlichem Frühstück und einem kurzen Besuch beim Wahllokal (Victoria hat gewählt) nach Torquay fahren konnten. Da uns das Wetter ausnahmsweise mal wohl gesonnt zeigte, waren wir kurz surfen und haben dann am Strand rumgelümmelt. Am Nachmittag kam noch Levi’s Freundin Tam dazu, es gab Kaffee und Almond Croissant (and Almond Croissant a day, keeps the doctor away) und wir haben kurz noch bei den Mill Markets, einer riesigen Lagerhalle mit vintage Sachen gestoppt. Dann bin ich mit Amy zurück nach Melbourne, was doch mit den Öffis immer erstaunlich lange dauert.Nach einer Dusche in Rekordgeschwindigkeit bin ich mit Ryan und Tom los zu Nightmarkets, die allerdings schon abgebaut waren. Dementsprechend waren wir doch relativ spontan in verschiedenen Bars und Pubs unterwegs und sind nach einem Abstecher auf das Dach mit Aussicht auf die Skyline Melbournes erst im Morgengrauen zuhause eingelaufen.Für den Sonntag war ich bei meinen ehemaligen Chefs Zee und Eran zum Brunch eingeladen und hab ihr neues Haus besichtigt. Als Überraschung hat Zee ihren Babybauch präsentiert!Da Lara auch in der Stadt war für ein paar Tage, habe ich mit ihr unsere „alten Klassiker“ durchgezogen, was an diesem Abend Dumplings und Springonion pancakes sowie gute drinks im Whitehart bedeutete. Meinen letzten Tag in Melbourne und auch in Australien habe ich mit Tom gefrühstückt, Ryan verabschiedet und Lara für ein paar kleine Läden im Stadtteil Fitzroy getroffen. Im Anschluss waren wir noch in diversen Cafés – unter anderem auch bei Zee und Eran und somit meiner alten Arbeit- und sind viel durch den CBD gelaufen.Zusammen mit Tom gab es noch Abendessen und Carrot Cake.Und dann war’s das auch schon.Mit sehr gemischten Gefühlen habe ich meine Sachen gepackt und mich für den Trip nach Bali am nächsten Tag vorbereitet. Wieder einmal verlasse ich das Land, was vermutlich für immer einen Teil meines Herzens behalten wird. Es sind die Menschen und das Meer, das Gefühl, was ich mit diesen Orten verbinde und eine Millionen Erinnerungen. Das Wissen, das nichts für immer ist und vieles nie wieder so sein wird – und so ist bei meinem Flug über „a whole lot of red nothingness“ (so lässt sich der größte Teil Australiens vermutlich am besten beschreiben) gegebenenfalls die ein oder andere Tränen meine Wange runtergerollt.

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