Tamaki Maori Hangi

Wir haben alle zusammen heute den Maori-Abend gebucht und ich muss sagen, es hat sich gelohnt ein bisschen Extrageld hinzublättern!
Bevor wir aufgesammelt wurden habe ich noch fast den Bus verpasst, weil ich mich auf dem Rückweg vom Supermarkt in Rotorua verirrt habe.
Dann ging die Fahrt los und es war sehr unterhaltsam.
Wir mussten unseren ‚Chief‘ wählen, der der Anführer unseres Bus sein sollte.
Im Maori-Dorf angekommen kamen der Chief von dort und andere Krieger heraus und haben den Hacka getanzt, den sehr abschreckend wirkenden/ wirkend sollenden Tanz der Maori.
Dann wurde unser Chief und die der anderen Busse durch das zweimalige Berühren der Nase, was den Austausch des Lebensatem darstellen soll, eingeladen, das Dorf zu betreten.
Wir alle sind gefolgt und durften dort von Hüttchen zu Hüttchen gehen, wo Verschiedenes geboten wurde.
Unter Beteiligung von uns Besuchern wurden wir in Leitertanz, Hacka, Ballschleudern, Stockkampf, die Maori-Tattoos (die ich übrigens sehr schön finde, wenn auch nicht unbedingt im Gesicht), Flachsweben und das Kochen unter der Erde eingewiesen.
Dann wurde uns noch eine sehr schöne Sing- und Tanzshow und ein Video über die Maori-Kultur geboten.
Anschließend ging es endlich zum Dinner. Es war richtig lecker und wir haben uns alle übergessen an all dem traditionellen und nicht traditionellen Essen.
Es wurde wieder viel gesungen und geschunkelt und dann ging es wieder zurück durch die eisige Kälte (es ist wirklich eisig hier) zum Bus.
Die Rückfahrt war sehr witzig, weil wir gezwungen wurden, alle unsere Nationalhymne zu singen.
Ich bin ein bisschen weniger traurig…

Auckland -> Rotorua

Heute Morgen ging dann auch schon meine Busreise los: weil es hier Winter ist, reisen deutlich weniger Backpacker und wir waren nur 6 im Bus.
Alles sehr nette Leute 😉
Nach einer kurzen Fahrt durch Auckland ging es weiter raus, in die unendlichen Weiten Neuseelands.
Es ist sehr weit und grün hier. Und es gibt 8 mal so viele Schafe wie Menschen.
Wir haben an verschiedenen sehenswerten Stops gehalten und waren auch bei Hobbiton (Matamata), wo Herr der Ringe zum Teil gedreht wurde. Leider haben wir keine richtige Tour hier gemacht und auch in einem riesigen Hamsterball einen Hügel runterrollen war mir etwas zu kalt.
Wieder bin ich in ein Hostel mit netten Menschen gezogen. Immernoch vermisse ich Melbourne.
Heute Abend geht es dann auf ein Maori-Event (Maori sind die Eingeborenen hier).
Das bezahlt man zwar, wie eigentlich alles, extra aber es wird sicher gut 😉
Es ist sogar sonnig in Rotorua, wo der heutige Trip über Hobbiton und eine Stadt, die übersetzt „Ort der Liebe“ (Te Aroha) heißt, geendet hat…
In Rotorua gibt es eine Menge Thermalbäder und die Stadt stinkt wegen der Schwefeldämpfe manchmal nach faulen Eiern.

Abschied, Klappe die zweite

Nach meiner zweiten Chance in Melbourne fiel der Abschied nicht unbedingt leichter…
Wieder sind wir alle zusammen ausgegangen und am nächsten Morgen habe ich mich bei einem letzten Frühstück im Café verabschieden müssen. Ich wäre ja am liebsten da geblieben 🙁
Dann ging es das zweite Mal mit meinem monströsen Backpack an den Flughafen und mit etwas Verspätung los Richtung Auckland, Neuseeland.
Wieder einstellen auf ein neues Land und neue Leute. Ein bisschen freue ich mich ja auch aber Melbourne tut eben noch ziemlich weh.
Und ich weiß nicht einmal, wann ich zurück kommen kann und wie.
Ich bin Abends dann in meinem Hostel angekommen und es war tierisch kalt und ich bin super nass geworden. Das hat natürlich die Freude auf das Backpacker-Leben nicht unbedingt gesteigert. Ich habe mich auch ganz nett mit Leuten unterhalten aber gleichzeitig sehr einsam gefühlt. Nachdem ich meinen ganzen Kram organisiert habe bin ich dann auch in einen (wie immer im Hostel) unterbrochenen Schlaf hinübergeglitten…