Der Adrenalin-Tag begann schon wieder zu unchristlichen Zeiten, um 6:20 wurden wir bereits abgeholt.
Nach einer fast zweistündigen Fahrt kamen wir am Frühstücks-Ort an, wo wir erstmal versorgt wurden und unser Gepäck lassen konnten. Im Anschluss ging es noch einmal eine gute Stunde weiter bis zu unserer Einstiegstelle am Rio Pacuare, einer der besten Rafting-Flüsse in Zentralamerika.
In Sechserteams aufgeteilt wurden wir mit Schwimmwesten und Helmen ausgestattet und haben Sicherheitshinweise erhalten. Und dann ging die wilde Fahrt auch schon los.
Fast drei Stunden sind wir den Fluss mit seinen Stromschnellen und Felsen runter, immer auf das Kommando des Guides hörend: ‚Forward‘ – ‚Stop‘ – ‚Left-Backwards-Left‘. Unser Team war richtig gut und so sind wir kein einziges Mal gekentert oder mussten ‚Mann über Bord‘ schreien. Es war eine Riesengaudi mit jede Menge Lachen und Spaß. An den ruhigen Stellen des Flusses durften wir immer Mal über Bord hüpfen und etwas schwimmen oder und treiben lassen.
100% nass aber sehr ausgelassen, kamen wir dann wieder am Mittagsessen-Punkt an und wurden verpflegt.
Mit dem Minibus ging es am Nachmittag weiter nach San Jose, was verkehrsmäßig sowas von voll war, dass es alleine eine Stunde gedauert hat, die Stadt zu durchqueren. In unserem Palast von Hostel sind wir müde und erschöpft eingeschlafen, nur um den nächsten Tag wieder um 6:30 zu beginnen…
Autorenarchiv: lara
Puerto Viejo
Puerto Viejo präsentiert sich als kleines, familiäres ehemaliges Fischerdorf. Überall gibt es wahnsinnig süße Läden mit leider etwas teuren schönen Klamotten. Obwohl unser Zimmer unterirdische Luftqualität aufwies, war unser Hostel ziemlich cool und von vielen netten Leuten bewohnt, die wir fragen konnten, was man am besten mit seiner Zeit hier so anstellt. Den Nachmittag sind wir ein bisschen bummeln gegangen (uns das hat bei den Preisen hier echt weh getan), waren einkaufen und haben uns versucht durch den Informationsdjungel von Costa Rica zu schlagen.
Am nächsten Tag sind wir empfohlenermaßen in den Cahuita Nationalpark und zwar an den nördlichen Eingang, denn da spart man sich 10$ Eintritt und kann auf Spendenbasis rein.
Der Park liegt direkt am Meer und man kann so 8 Kilometer zwischen Strand und Regenwald umherwandeln. Wir haben unzählige Krabben in Muschelhäusern und Eidechsen, ein Faultier, eine giftgelbe Schlange, gigantische und daher leicht gruselige Spinnen und faszinierende andere Dinge gesehen.
Die Luftfeuchtigkeit im Cahuita war so hoch, dass wir einfach nur zerflossen sind. Auch der Kreislauf spielt bei solchem Klima ein wenig verrückt.
An Nachmittag mussten wir daher erstmal lange duschen und ruhen.
Wie schon öfter in Zentralamerika hat keiner so richtig die Infos, die wir bräuchten. Daher sind wir am Nachmittag von A nach B gerannt und haben das Internet durchforstet, wie wir am besten nach Tortuguero und zum gleichnamigen Nationalpark kommen. Ein paar komplizierte Ansätze gab es schon, die Locals wollten natürlich ihren Shuttle verkaufen. Im Endeffekt haben wir eine komplett andere Entscheidung getroffen: wir machen Rainseason-Rafting und lassen uns danach nach San Jose fahren. Auch wenn das dem Portemonnaie nicht so gut tut, ist der Spaßfaktor garantiert.
Kleiner Nachtrag: wie wir am nächsten Morgen erfahren, hätten wir uns auch in der Nähe von Tortuguero raussetzten lassen können. Wie gut, dass uns das Mal wieder keiner so weitergegebenen hat…
Oh wie schön war Panamá!
Heute früh war es dann soweit: ein letzter gemeinsamer Kaffee in der Teestube, eine letzte Runde Karten und ein herzzereissender Abschied von unserem Berlinerinnen. Die zwei Quatschköpfe werden uns fehlen!
Mit dem Speedboot ging es zurück nach Almirante ans Festland und von dort mit dem Shuttle an die Grenze zu Costa Rica. Der Grenzübergang war bis auf ein paar Warteeinheiten reibungslos und wir mussten nichtmal ‚Stempelgeld‘ zahlen. Oh wie schön war Panamá! Und oh wie viel hält Costa Rica für uns bereit?
In Puerto Viejo angekommen haben wir schon Mal ein paar der wahnsinnig tollen aber leider auch ziemlich teuren Läden durchstöbert und versucht, möglichst viele Infos über die Gegend und das Land generell zu sammeln.
Mal sehen, welche Geschichten auf uns warten….
Bocas Del Toro
Der erste richtige Tag auf der Insel war voll von guten Plänen, die leider durch den Platzregen, der schon beim Frühstück einsetzte, ins Wasser fielen. Nach ein wenig Rumgehänge und einer ernsthaften Runde Kartenspielen (es geht immerhin um Schokolade!) sowie einer kleinen Pause vom Hängen, haben wir uns entschlossen, doch noch ein Wassertaxi auf die Nachbarinsel zu nehmen und dort den Urwald zu erkunden. Im grünen Ranken- und Wurzelgewirr gab es so einiges zu entdecken, überall huschten Krebse und anderes Getier am Boden umher.
Bevor wir von den Sunflies aufgegessen wurden sind wir in den raren Sonnenstrahlen des Abends zurück ins Hostel geflohen. Zuerst dachten wir ja noch, es wird ein wilder Abend, aber nach dem ‚Filthy Friday‘ war eher tote Hose und damit ging es nach einem Kartenspiel-geprägten Abend um Mitternacht ins Bett (das ist ja schon recht spät für die aktuellen Verhältnisse).
Tag 2 begann wieder grau und regnerisch, aber Katinka und ich haben es trotzdem gewagt, die Zapatilla Tour zu machen.
Mit dem Boot ging es tatsächlich Richtung Sonnenschein und zuerst zur Sloth-Island Faultiere beobachten. Ein paar sehr entspannte Exemplare haben wir sogar aus dem Boot in den Bäumen hängen sehen. Beim nächsten sehr kurzen Halt konnten wir durch die Wasseroberfläche rote Seesterne beobachten, bevor es zu den weit entfernten Zapatilla Islands zum Sonnenbaden und schnorcheln ging. Dank der Strömung konnten wir ein bisschen Gegenstromanlagen-Schwimmen machen, das Schnorcheln war bis auf witzige Tangformationen eher unspektakulär. Das Mittagessen entpuppte sich für Fischfreunde als wahrer Gaumenschmaus.
Zum Abschluss durften wir alle nochmal einige Versuche unternehmen, mit einem stinknormalen Surfbrett zu Wakeboarden, was nicht wirklich geklappt hat aber dennoch eine Riesengaudi war.
Tag 3 war zum Abschluss nochmal ein richtiger Strandtag am Playa de Estrella (mit jede Menge Seesternen!) inklusive Kokosnuss und Pina Colada. Etwas Sonnenverbrannt haben wir zu viert unseren letzten Abend mit einem mexikanischen Essen und Tischtennis genossen.
Ein Platz an der Sonne?
Nach einem Pancake-Gelage am Morgen haben wir uns wieder mit dem Bus Richtung David begeben.
Von dem lärmenden Busterminal dort ging es nicht ganz ohne sich ein weiteres Ticket für das Wassertaxi andrehen zu lassen weiter mit dem Minibus. Die kurvige Strasse führte zwar durch saftgrüne wunderschöne Landschaften, war allerdings auch für geübte Mägen eine Herausforderung und das nicht nur, weil der Fahrer die halbe Zeit selbst aus dem Fenster anstatt auf die Strasse schaute.
Nach einer kleinen Abzocke, weil wir absichtlich nicht am Bootsteeg rausgelassen wurden und einem Ritt mit dem Speedboot übers Meer haben wir es dann doch pünktlich zum Durchbruch der Sonne durch die Wolken auf die Hauptinsel der Bocas del Toro geschafft.
Mit Tyra und Vanessa zusammen haben wir uns noch an den nächsten Strand gewagt und die letzten Sonnenstrahlen des Tages beim Baden eingefangen.
Wer in einem Party-Hostel übernachtet, sollte auf einiges gefasst sein. Wer in einem Party-Hostel übernachtet und dies an einem Freitag tut, sollte auf die Opfer und die Überleben des ‚Filthy Fridays‘ -eine Tagsüber-Insel-Hopping-Feier-Tour- gefasst sein. Der Abend war dementsprechend irgendwo zwischen sehr erheiternd (denn man sieht so allerhand) und ekelhaft (denn man sieht und riecht und hört so allerhand). Ich habe durch meinen guten Schlaf gesegnet nicht allzuviel mitbekommen, Katinka hat kaum ein Auge zugetan….