Die nächsten Tage haben wir relativ unspektakulär wieder mit Surfen, viel gutem Essen, chillen, Cocktails beim Sonnenuntergang und viel socializen verbracht. Tatsächlich ist das Surfcamp eigentlich zu teuer, aber der Vibe und die Leute hier reisen es extrem raus – deswegen kommen wit immer wieder zurück. Die Surfbedingungen sind leider aktuell auf Grund des Windes nicht besonders gut, dafür ist aber die Gesellschaft umso besser und es hat sich fast eine kleine Familie gebildet.Freitag bin ich nach einem Besuch von Billy für eine Nacht nach Canggu und hab Marie aus Berlin getroffen – und weil zufällig noch einige andere Leute in der Stadt waren haben wir gleich ein ganzes Dinner draus gemacht. Marie, Alex und ich sind noch auf die Suche nach Berliner Techno gegangen aber wurden nur so semi fündig.Ich bin dann weiter nach Ubud gescootert, wo mich wiederum meine Rapture Familie etwas überrascht hat. Wir sind gemeinsam in mein Lieblingsspa und haben dann bei spektakulärem Ausblick in den Reisterassen den Sonnenuntergang betrachtet. Wieder war viel gutes Essen, ein wenig Musik und legendäre Gesellschaft sowie Cocktails am Start. Am nächsten Morgen gab es noch ei letztes Mal Yoga hier und ein kleiner Shopping Marathon, bevor ich einen Teil meiner Familie verabschiedet habe und Richtung Nusa Penida aufgebrochen bin.
Autorenarchiv: lara
Gili T
Am Dock für die Boote auf die Gili Islands ist mir plötzlich aufgefallen, dass ich scheinbar meine Karte im letzten Automaten in Kuta stecken lassen habe…Ich Heldin.Zum Glück habe ich noch eine Kreditkarte, aber da kostet das Abheben leider.Die Bootsfahrt ging schnell und am Ufer von Gili T wurden mussten wir nur kurz suchen, um unseren Transport zu sichern. Auf den Inseln gibt es keine Autos oder Roller, nur Fahrräder, Pferdekutschen und vereinzelt E-Roller. Leider ist die artgerechte Haltung der Tiere hier sehr zweifelhaft, aber mit unserem ganzen Geraffel führte leider kein Weg an einer Kutschfahrt durch Pfützen und Schlamm vorbei.Im Hostel angekommen wurde uns schnell klar, dass es ein ziemliches Partyhostel war (stört mich eher nicht so, Mel fand es schrecklich).Wir haben uns direkt Fahrräder gemietet und sind einmal die halbe Insel abgefahren. Wir wohnen quasi am „anderen Ende“ der Insel, das Leben findet hauptsächlich im Osten statt, aber die kleine Fahrradtour dauert wirklich nicht lange. Ich habe mich für den nächsten Tag zum Tauchen angemeldet und musste leider einen kurzen Pool-Wiederholungskurs machen, weil ich schon „so lange“ nicht mehr war. Hätte ich gewusst, dass andere Anbieter das nicht verlangen und sowieso keiner meinen Schein anguckt hätte ich vielleicht doch lieber woanders gebucht…Ausser gutem Essen, Schnorcheln, Entspannung und Tauchen bietet diese Insel vor allem eins: Party. Deswegen wollten wir ja auch an Silvester hier sein.Leider war das Wetter bis auf einen Tag nicht so sehr sonnig und das Meer etwas zu aufgewühlt, sodass wir eine sehr entschleunigte Zeit verbracht haben.Einer der Rauchgänge war leider nur okay, der andere sehr cool mit einem Wrack, aber die besten Spots können auch wegen des Wetters gerade nicht angefahren werden. Ich war einige Male im Yoga, darunter auch FlyHigh Yoga mit Schaukeln, was mal eine ganz neue Erfahrung war.Wir haben geshoppt, viel gegessen, mit den Engländerinnen von der Bootstour Reunion gefeiert und dann natürlich auch hier das neue Jahr begonnen.Mel war leider kurz sehr krank (Bali Belly) aber ich hatte auf jeden Fall einen feuchtfröhlichen und sehr guten Start ins neue Jahr.Einzig und alleine unser Abgang von den Gilis war etwas weniger angenehm. Normalerweise fährt ein Speedboat zwischen hier und Bali, was drei Stunden braucht. Scheinbar hat aber die Regierung beschlossen, diese wegen Unwetter bis auf weiteres zu stoppen, sodass aus dem Trip für uns eine halbe Weltreise mit mehreren Fähren, Autos und Zwischenstopps über Lombok wurde. Ziemlich zerschlagen aber dafür nicht abgesoffen sind wir am abend in unserem Surfcamp angekommen und haben nur noch schnell in meinem Lieblingsrestaurant gegessen, bevor wir ins Bett gesunken sind.
Kuta, Lombok, Part II
Zurück in Kuta hat die Regensaison für ein paar Tage leider erstmal ihrem Namen alle Ehre gemacht.Ich musste dementsprechend um 5 Uhr in der Früh wie in nasses Häufchen Elend ins LMBK Surfcamp umziehen und direkt an der ersten Surfsession teilnehmen. Der erste Tag ging super schnell rum mit einer außergewöhnlich guten Massage und einer zweiten Surfsession. Am Nachmittag war dann auch Mel, die ich aus dem Surfcamp aus Uluwatu noch kenne, dort.Den 24. selbst haben wir mit zwei Surfsessions und leckerem Essen mit anderen aus dem Camp verbracht – Weihnachtsstimmung? Fehlanzeige!Genauso hat es sich eigentlich am 25. verhalten, bis auf dass ich leider das Weihnachtsessen wegen einer Lebensmittelvergiftung verpasst habe.Ansonsten haben wir die Tage on Kuta sehr entschleunigt mit viel surfen (und Bootfahren zu den Spots), essen, schlafen, lesen, Massagen und Yoga verbracht. Dabei ist auch das ein oder andere tolle Bild entstanden und wir haben quasi alle Restaurants durchprobiert.Leider heilen Wunden im Salzwasser extrem schlecht und mein Körper ist etwas lädiert.Für die zweite Hälfte hier hat sich sogar auch die Sonne wieder blicken lassen und wir konnten mit dem Roller nochmal die schöne Gegend erkunden. Insgesamt eine gute Zeit hier!Der nächste Stop sind die Gili Islands im Nordwesten von Lombok.
Mt Rinjani
Dienstag frühs gab es wie immer einen Banana Pancake und dann wurde ich mit dem Roller und meinem kleinen Rucksack an einen anderen Ort gekarrt. Dort warteten schon 6 andere Wanderer aus den USA, China, Tschechien und Canada.Wir wurden weiter auf die Ladefläche eines Transporters verfrachtet und an den Startpunkt des Hikes gebracht – nicht ohne noch schnell einen „Medizinischen Test“ aka Puls und Blutdruckmessung zu bezahlen. Dann ging die Wanderung auch schon los. Mit Pausen und Verpflegung (was hier einfach alles sehr lange dauert) haben wir 7 Stunden durch grüne Landschaften, Stock & Stein, immer den Berg rauf hinter uns gebracht. An einigen Stellen konnten wir noch die Überbleibsel des Erdbebens 2018 deutlich sehen. Unser Guide war zu dem Zeitpunkt sogar gerade auf dem Berg und meinte, es hätte sich wie der Weltuntergang angefühlt.Ziemlich verschwitzt sind wir im Camp auf dem Kraterrand eingelaufen und haben noch etwas mit der Drohne eines Mithikers gespielt und hinter die Wolken gelunzt. Zum Sonnenuntergang hatten wir sogar Glück und die Wolckendecke hat sich ganz verzogen und einen sagenhaften Blick auf den glitzernden Kratersee mit kleinem, rauchenden Binnenvulkan und dahinter dem Kraterrand freigegeben.Es wurde schnell sehr kalt und die Nacht war sehr unangenehm. Der Wecker klingelte aber sowieso schon wieder um 2 Uhr in der Früh und der Hike zum Gipfel auf 3726m NN begann in der Eiseskälte.Der Hike selbst war wirklich kein Kinderspiel: Kälte, Dunkelheit und bei jedem Schritt ein Schlittern zurück haben sich angefühlt, als würde man keinen Meter vorankommen. Ungefähr 3 Stunden und 1100m ging das so. Irgendwann jedoch ging langsam die Sonne auf ich selbst habe es als erste der Gruppe (aber natürlich nicht als erste von allen) gerade passend zum Sonnenaufgang auf den Gipfel geschafft!Der Blick war sagenhafter, unter meinen Top 5 jemals. Man konnte bis zu den Gili Islands und den Mt Agung auf Bali schauen! Ich hab solange Bilder gemacht, bis mir die Finger abgefroren sind und auch alle anderen es geschafft hatten.Der Rückweg war sehr rutschig und es hat ständig irgendwelche Leute hingehauen – aber auch hier war der Blick noch wunderschön. Mit der Hälfte des Vulkans in den Schuhen haben wir es auch alle wieder zum Camp geschafft. Eine Runde Bananapancakes später haben wir uns von 2 Mitstreitern verabschiedet, die nur 2 Tage Wandern wollten und sind weitergezogen.Etwas ungewöhnlich sind die Pausen auf dieser Wanderung – seltsam getaktet und etwas ungleich aufgeteilt. Vom Kraterrand ging es 2 Stunden bergab bis an den Kratersee, wo wir in heißen Quellen baden durften. Ein bisschen gemufft haben die schon und ein paar waren echt brühend heiss.Nach dem Mittagessen ging es dann nochmal 3 Stunden wieder bergauf. Die meiste Zeit bin ich mit einem der Porter gelaufen. Der sprach kein Wort englisch und ich bin einfach nur beeindruckt: mit halb so langen Beinen, zwei riesigen Körben auf der Schulter und Flip-Flop sind die immer noch schneller als alle Wanderer.Leider hat es am Camp angekommen wieder angefangen zu regnen und wir haben uns quasi alle ins Zelt verkrochen und auch dort gegessen. Am nächsten Morgen sind wir auch in einer Pfütze aufgewacht, weil die Zelte nicht nur kaputte Reißverschlüsse hatten sondern auch nicht dicht waren. In unsere Plastikponchos verpackt sind wir nochmal drei Stunden durch den Djungel den Hang runter geschliddert mit merkwürdigen Pausen – dann war der Hike auch schon vorbei (bis auf eine 3stündige Fahrt zurück nach Kuta). Duschen und essen hatte natürlich oberste Priorität nach diesem Ausflug und dann musste ich nach etwas socialisen im Hostel auch ins Bett…
Kuta, Lombok, Part 1
Sonntag früh sind Ellie vom Boot, Daniel und ich dann mit dem Scooter nach Gerupuk gecruised, haben uns dort ein Surfbrett geliehen und einen der vielen Bootsfahrer bezahlt, uns an den Surfspot Gerupuk inside zu fahren. Dann ging es direkt ins Wasser. Der Break war leider sehr voll und mit vielen Anfängern und ihren Surflehrern belegt, was leider zu einem richtigen Gemetzel geführt hat – man hatte quasi nie eine Welle für sich alleine. Spaß gemacht hat es natürlich trotzdem!Wir haben sehr nett gefrühstückt und sind wieder nach Kuta. Eigentlich hab ich nur schnell einen Matcha geschlürft, dann bin ich gerade wieder zurück gefahren und habe Iran, eine Freundin eines Freunds für Session Nummer zwei getroffen. Gemeinsam mit anderen sind wir zu Gerupuk outside gefahren – leider von einer koreanischen Gruppe besetzt. Aber ich konnte mir doch ein paar Wellen schnappen und wurde mehrfach bei immer größer werdenden Wellen ordentlich gewaschen. Etwas erledigt bin ich nach Kuta zurück zur Massage.Am Abend haben sich dann einige vom Boot zum Margarita trinken, Mexikanisch essen und im Anschluss WM gucken zusammengetan. Daniel und die meisten anderen habe ich verabschiedet, weil sie am nächsten Tag nach Nusa Penida weitergereist sind.Heute in der Früh bin ich, um diversen offenen Stellen an meinen Beinen mal eine Salzwasserpause zu gönnen nicht surfen sondern zu einem Workout in der Gym gegangen und habe mich selbst zum ausgiebigen Frühstück ausgeführt.Danach bin ich mit Ellie ewig lange quer über die Insel mit dem Moped bis zu einem ‚Wasserfallpark‘ gefahren. Eigentlich wollten wir uns nur kurz zwei Wasserfälle (Stokel und Kelambu) ansehen, aber dann wurden wir von einem Guide 2 Stunden lang durch den Djungel geführt und wir haben insgesamt 5 Wasserfälle gesehen – allesamt mehr als schön!Etwas unter Zeitdruck sind wir durch Reisfelder und kleine Dörfer zurückgerast, weil ich um 16 Uhr am Hostel aufgesammelt werden sollte für meine Mount Rinjani Tour.Ich habe mir das Essen und Duschen verkniffen und gewartet, nur um mit einer halben Stunde Verspätung abgeholt zu werden. Die Fahrt nach Senaru war dann quasi einmal über die ganze Insel und sehr sehr kurvig.Verschwitzt, hungrig und müde bin ich in dem kleinen Dorf, was quasi nur als Getaway für die Vulkanwanderer dient, angekommen.