Am Dock für die Boote auf die Gili Islands ist mir plötzlich aufgefallen, dass ich scheinbar meine Karte im letzten Automaten in Kuta stecken lassen habe…Ich Heldin.Zum Glück habe ich noch eine Kreditkarte, aber da kostet das Abheben leider.Die Bootsfahrt ging schnell und am Ufer von Gili T wurden mussten wir nur kurz suchen, um unseren Transport zu sichern. Auf den Inseln gibt es keine Autos oder Roller, nur Fahrräder, Pferdekutschen und vereinzelt E-Roller. Leider ist die artgerechte Haltung der Tiere hier sehr zweifelhaft, aber mit unserem ganzen Geraffel führte leider kein Weg an einer Kutschfahrt durch Pfützen und Schlamm vorbei.Im Hostel angekommen wurde uns schnell klar, dass es ein ziemliches Partyhostel war (stört mich eher nicht so, Mel fand es schrecklich).Wir haben uns direkt Fahrräder gemietet und sind einmal die halbe Insel abgefahren. Wir wohnen quasi am „anderen Ende“ der Insel, das Leben findet hauptsächlich im Osten statt, aber die kleine Fahrradtour dauert wirklich nicht lange. Ich habe mich für den nächsten Tag zum Tauchen angemeldet und musste leider einen kurzen Pool-Wiederholungskurs machen, weil ich schon „so lange“ nicht mehr war. Hätte ich gewusst, dass andere Anbieter das nicht verlangen und sowieso keiner meinen Schein anguckt hätte ich vielleicht doch lieber woanders gebucht…Ausser gutem Essen, Schnorcheln, Entspannung und Tauchen bietet diese Insel vor allem eins: Party. Deswegen wollten wir ja auch an Silvester hier sein.Leider war das Wetter bis auf einen Tag nicht so sehr sonnig und das Meer etwas zu aufgewühlt, sodass wir eine sehr entschleunigte Zeit verbracht haben.Einer der Rauchgänge war leider nur okay, der andere sehr cool mit einem Wrack, aber die besten Spots können auch wegen des Wetters gerade nicht angefahren werden. Ich war einige Male im Yoga, darunter auch FlyHigh Yoga mit Schaukeln, was mal eine ganz neue Erfahrung war.Wir haben geshoppt, viel gegessen, mit den Engländerinnen von der Bootstour Reunion gefeiert und dann natürlich auch hier das neue Jahr begonnen.Mel war leider kurz sehr krank (Bali Belly) aber ich hatte auf jeden Fall einen feuchtfröhlichen und sehr guten Start ins neue Jahr.Einzig und alleine unser Abgang von den Gilis war etwas weniger angenehm. Normalerweise fährt ein Speedboat zwischen hier und Bali, was drei Stunden braucht. Scheinbar hat aber die Regierung beschlossen, diese wegen Unwetter bis auf weiteres zu stoppen, sodass aus dem Trip für uns eine halbe Weltreise mit mehreren Fähren, Autos und Zwischenstopps über Lombok wurde. Ziemlich zerschlagen aber dafür nicht abgesoffen sind wir am abend in unserem Surfcamp angekommen und haben nur noch schnell in meinem Lieblingsrestaurant gegessen, bevor wir ins Bett gesunken sind.