Ich liebe Busfahren
Heute ging es nach einer recht frischen Nacht in einem doch sehr durchgelegenen Hostelbett früh los. Erster Halt: TeletrafiQo! Das ist eine Seilbahn, die auf Quitos Hausberg, den Pichincha hochführt. Wieder alles sehr verlassen und teilweise verfallen…vor allem ein alter Achterbahnpark bietet Gruselambiente. Oben angekommen wollten wir eigentlich ein wenig wandern aber durch die leider omnipresenten Wolken wurde uns die Sicht geraubt. Nach ca. 45 mins atemlosen Hike haben wir daher umgedreht und einen Busmarathon begonnen. Da die Ecuadorianer aber sehr hilfsbereit sind, haben wir es irgendwie nach Ibarra geschafft, wo sich der Äquator befindet. Nach recht saftigem Eintritt für ‚El Mitad del Mundo‘ mit dem eigentlichen Äquator (mittlere Touristenfalle), einem Museum und ein paar anderen wahllosen Infos, haben wir einer Schnapsidee folgend wieder eine fast dreistündige Busreise nach Olovato angetreten, um den Markt dort zu sehen. In Olovato hatten wir im Endeffekt nur eine gute Stunde bevor der letzte Bus nach Quito wieder fuhr. Also wurde kurz die Stadt und der schon semi abgebaute Markt inspiziert, in Windeseile zu Abend gegessen und die Rückfahrt angetreten, bei der wir wieder den Djungel der öffentlichen Verkehrsmittel bezwingen mussten.
Quito
Zusammen mit Matteo habe ich heute die Hauptstadt Ecuador erkundet. Im alten Kern gibt es immer mal wieder und Kirche, viele Marktschreier und seltsamerweise kaum Touristen. Generell ist auch mein Viertel wie ausgestorben, obwohl es als Backpacker-Ballungsort aufgeführt wird. Vielleicht liegt es daran, das es Sonntag ist?
Wir haben einen kleinen Berg in der Stadt über gefühlt tausend Stufen erklommen. Man merkt direkt dass man sich auf fast 3000m befindet, denn die Puste geht einem viel schneller aus!
Der Ausblick entschädigt trotzdem: Willkommen in der südamerikanischen Großstadt – Häuser bis ans Ende des Horizonts! An den Bergen hängt leider fast den ganzen Tag eine Mischung aus Wolken- und Nebelsuppe.
Später haben wir noch die Basilika besichtigt, auch das heißt wieder einige Stufen und steile Leitern in windiger Höhe.
Auf der Suche nach Abendessen (selbst kochen ist bei der Ausstattung und den Preisen im Supermarkt eher selten angesagt) Streifen wir wieder durch gespenstische Leeren und bei der Planung der nächsten Tage im Hostel begegnet uns ebenfalls keine Menschenseele…
Jedenfalls hab ich/wir jetzt einen Plan für die nächsten Tage und das beruhigt mich schon mal sehr (:



