Von Santa Catalina aus hat sich eine richtig kleine deutsche Reisegruppe formiert, die gemeinsam den Weg von dort nach Soná nach Santiago nach David nach Boquete antrat. Letztendlich saßen wir also von 6 Uhr morgens bis zum Nachmittag in verschiedensten Bussen, Mal voll Mal leer, Mal groß Mal klein, Mal mit und Mal ohne Klimaanlage.
An den Umsteigeorten wird man natürlich beladen wir man ist und in einer fremden Sprache schnatternd gut beäugt, aber die Einheimischen sind alle super freundlich und hilfsbereit.
Den verregneten Nachmittag (wie sollte es auch anders sein) haben wir im Hostel mit ein wenig Planung und Rumgelümmel verbracht.
Heute früh gab es erstmal wieder gratis Pancake Frühstück und zusammen mit Tyra und Vanessa (Berlin) sowie Sheilany (Französisch-Canada) sind wir mit dem Collectivo zu den ‚Tres Cascadas‘ gefahren.
Dort angekommen ging es über Stock und Stein und durch jede Menge Matsch im Regenwald zu zwei verschiedenen Wasserfällen. Den dritten Wasserfall haben wir irgendwie nicht mehr gefunden und dann hat es langsam wieder angefangen zu regnen. Den Sturzbächen aus dem Himmel entfliehend sind wir ins Collectivo gerannt, was uns zurück nach Boquete gebracht hat.
Dort angekommen haben wir uns noch auf eine Shopping-Tour durch die kleine Stadt begeben, bei der ich ein Mola erbeutet habe, was ich zu einem Kissenbezug vernähen möchte.
Molas sind die traditionellen Stoffe der Ureinwohner, die aus mehreren Schichten bestehen, meist Tiermotive darstellen und teilweise eine Woche in der Herstellung benötigen.
Der Nachmittag war aufgrund der heftigen Regenfällen wieder einer der entspannteren Sorte.
Morgen werden wir mit Tyra und Vanessa weiter Richtung Bocas del Toro an die Karibikküste fliehen.
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Santa Catalina
Nach der besten Ananas des Jahres zum Frühstück hat uns heute ein kleines Boot mit Schnorchel-Equipment sehr weit raus ins Meer Richtung Isla de Coiba gebracht. Wir wurden direkt von Delphinen, die auch ab und an aus dem Wasser sprangen, empfangen.
An unserem ersten Stop an einer paradiesischen Insel haben wir direkt einen kleinen Hai, eine riesige Schildkröte und jede Menge bunte Korallen und Fische gesehen.
Direkt im Anschluss gab es einen weiteren Stop, an dem wir im Wasser Rochen, ein Seepferdchen, Kugelfische, eine Muräne, Seesterne und Krebse in Muscheln gefunden haben.
Wegen einem angeblichen nahenden Sturms wurde unser dritter Stop gestrichen. Stattdessen durften wir auf einer einsamen Insel ein wenig am Strand oder im Wasser entspannen und sind dann mit dem Boot aka Speed Boat zurückgebrettert. Der Zauber des Tages wurde allerdings noch dadurch komplettiert, dass wir auf der Heimfahrt Buckelwale gesehen haben, die im Wasser kleine Sprünge und Drehungen absolviert haben.
Durch den Stromausfall ab dem Abend gab es Dinner im Kerzenschein und irgendwann haben wir begleitet durch das Trommeln des Regens auf unser Hüttchendach die Augen geschlossen.
Nach uns die Sintflut
Geplant war früh aufzustehen, mit Uber an das Albrock Bus Terminal zu fahren und dort in den Bus nach Santa Catalina zu steigen.
Was dazwischen kam? Die Sintflut!
Wenn ich gestern von meinem ersten mittelamerikanischen Regen gesprochen habe wurde ich heute eines Besseren belehrt.
Draußen ging die Welt unter und zwar wirklich. Hüfthoch stand das Wasser auf der Strasse, sämtliche Barrikaden weggeschwemmt. Wir haben also den ersten Teil des Morgens damit verbracht, aus dem Hostel heraus den Autos zuzusehen, wie sie Mal mehr Mal weniger erfolgreich durch die braune Brühe, die sich als reissender Fluss formatierte, durchfuhren und teulweiset weggespült wurden.
Spontan sind wir dann doch an den Busbahnhof und mit dem Bus den ganzen Tag quer durch Panama bis zu unserem ursprünglichen Ziel gefahren. Unterwegs gab es wieder die typischen süd- und zentralamerikanischen Dörfer und Landschaften zu bestaunen.
Am Abend sind wir im super entspannten Santa Catalina angekommen und haben gekocht sowie von einem ohrenbetäubenden Grillenkonzert zu Abend gegessen. Die Nacht durften wir in einer romantischen Hütte im Quasi-Djungel verbringen, geschützt von einem lebensrettenden Moskitonetz.
Bienvenido a Panamá!
Nach einer relativ angenehmen aber auch relativ unorganisierten Reise habe ich es nach Panama City geschafft, wo ich direkt am Airport Katinka getroffen habe.
Gemeinsam sind wir in ein ziemliches Abzocker-Taxi gestiegen und haben uns Richtung Hostel aufgemacht.
Nach viel gequatsche haben wir die Nacht bei sibirischer Kälte durch die Klimaanlage gut verbracht.
Heute früh gab es dann erst Mal Pancake-Frühstück, um uns vor der Free Walking Tour zu stärken. Solche Touren sind sonst ja immer ziemlich gut, um sich einen Überblick zu verschaffen -dieses Mal ist das unserem zerstreuten und unheimlich nervösen Tourguide leider nicht wirklich gelungen, uns seine Inhalte und Fun Facts über die Stadt zu vermitteln.
In der Mittagshitze sind wir noch ein wenig durch die schwitzende Stadt gestreunert und anschließend zum wahrscheinlich bekanntesten Punkt ganz Panamas gefahren: dem Panama Kanal.
Dort haben wir im Miraflores Visitor Center nicht nur jede Menge Infos über dieses Mammutsprojekt erhalten, sondern auch unseren ersten zentralamerikanischen Regen erlebt.
Den Schiffen bei der Passage der Schleuse zuzusehen kann durchaus eine gewisse Faszination haben…
Am Abend haben wir gekocht und wild geplant bevor wir sehr planlos in den 66. Stock des Sun Casinos gefahren sind, um dort über den Infinity-Pool hinweg einen glitzernden Blick über die Stadt abzustauben. Morgen geht es früh weiter nach Santa Catalina.
Goodbye, America
Nach einem Tag mit viel, viel Autofahren, einem eher uninteressanten Outlet, einem Walmart-Einkauf für daheim und einer letzen Ami-Pizza sind wir an den Flughafen, haben eingecheckt und sind nach einiger Warterei in den Flieger gestiegen, der uns relativ unbequem nach Charlotte gebracht hat, wo wir jetzt 7 Stunden auf unseren Anschluss warten müssen.
Es war eine verdammt gut Zeit! So viele verschiedene Facetten, Momente, Erfahrungen.
Amerika ist sehr beeindruckend -auf den unterschiedlichsten Ebenen…
Und so nehmen wir neben Diabetes auch einen ganzen Rucksack voller Erinnerungen nach Hause…