Survived the Bool!

Die letzten drei Tage in Warrnambool waren nochmal so, wie mir von Winter in Warrnambool erzählt wurde: sehr nass, sehr windig und kalt. Die Wellen waren leider auch nicht brauchbar.
Dafür habe ich aber noch zweimal Wale gesehen und habe mir in den knappen Regenpausen am Meer die Seeluft ordentlich um die Nase pusten lassen.

Freitags bin ich direkt nach Torquay abgehauen und hab Levi dort auf Café und Kuchen getroffen.
Anschließend habe ich ihn das erste Mal mit zum Surfen genommen. Obwohl die Wellen sehr aufgewühlt waren hat er sich gar nicht so doof angestellt und im Neopren haben wir auch einen kurzen Hagelsturm mit einem Lachen überlebt.
Beim ‚Pholklore‘ gab es wenigstens Pho Suppe zum Aufwärmen.

Samstags bin ich in der Frühe zurück nach Melbourne gezogen und hab direkt im Café ausgeholfen.
Den ersten Abend hier durfte ich gleich mit ein paar Freunden im Crown Casino begießen.
Meine Mitbewohner aus Warrnambool habe ich auch nochmal zum Brunch getroffen, weil sie übers Wochenende in der Heimatstadt waren.
Ich bin schon froh, wieder zurück zu sein, auch wenn das Meer jetzt anderhalb Stunden Autofahrt weg ist…

Extended weekend

Samstag war das Meer leider mehr als flach…
Aber da Paige’s Einweihungsparty in Torquay anstand, war das nur halb so schlimm.
Die Party selbst war definitiv richtig spaßig. Der ziemlich bunt zusammen gewürfelte Haufen hat sich schnell kennengelernt und später ging es dann noch zu einem Gig von Boo Seeka in den Pub die Strasse runter. Wir haben uns die Nacht um die Ohren geschlagen und hatten richtig viel Spaß.
Der Großteil der Truppe hat dann bei Paige geschlafen und am nächsten Tag zusammen bei Moby’s (super süßes Café in Torquay) gefrühstückt.
Ein paar von uns sind dann noch ins Salty Dog Café an den Strand und Jo, Levi und ich haben noch den Nachmittag in Geelong abgehangen.

Ich habe Luke zum Abendessen getroffen und bin anschließend zu Zee und Eran gefahren, wo ich übernachtet hab.
Montag gab es dann ein Trowback in die guten alten Zeiten, weil ich im Café ausgeholfen habe (ja, vermutlich sollte ich lieber Medizin pauken, aber ich schulde den zweien viele Gefallen).
Obwohl es 6 Jahre her ist, dass ich das letzte Mal hier gearbeitet habe, war doch noch vieles vertraut und ein paar bekannte Gesichter sind noch immer unter den Stammkunden.

Am Nachmittag habe ich Jess -die ich ebenfalls seit 6 Jahren nicht mehr gesehen habe- getroffen und wir hatten uns viel zu erzählen.
Außerdem habe ich ein Fahrrad erworben, was mich in Melbourne täglich zum Krankenhaus bringen soll.

Auch dienstags habe ich nochmal im Café gearbeitet, bevor ich über Colac mit Dinner-Stop mit einer der Medstudents zurück nach Warrnambool gefahren bin.

The Salty Life

Diese Woche war ich neben dem Krankenhaus und der Gym wirklich sehr viel surfen und es war immer richtig cool (:
Das steigert die Lebensqualität ungemein!
Ich meine sogar, Fortschritte zu machen und ich habe eine Robbe gesehen, die wohl hier in der Bucht lebt.
Außerdem war ich wieder Mal viel Kaffee trinken und habe die Wintersonne genossen. Heute bin ich an Thunderpoint spazieren gewesen und fast bis zum Shelly Beach gelaufen. Es ist wunderschön dort und ich war fast ein bisschen verliebt ins ruhige Warrnambool.
Am Abend bin ich nochmal nach Port Fairy gefahren und habe mit Hara Pizza bei Coffin Sally gegessen und anschließend im Rahmen des Winterfestivals dort eine australische Komödie angeschaut, die gute Laune verbreitet hat. Zum Abschluss gab es dann noch heiße Schokolade in einem kleinen Café nebenan.

Wieso ist dieses Land nur so verdammt schön frage ich mich, während ich aus dem Bett in den mit Sternen gespickten Himmel und auf das Southern Cross blicke. Und wieso ist es nur so verdammt weit weg?

Exploring the area

Diese Woche war fast ein bisschen aufregend in Warrnambool!
Ich war quasi jeden Tag Surfen (oder sagen wir Mal zumindest im Wasser ;)) und habe meinen Holidaypass im ortsansässigen Fitnessstudio genutzt.
Im Krankenhaus war es diese Woche leider noch ein bisschen langweiliger als letzte Woche…

Mittwochs kam dann Joanna aus Geelong zu Besuch und wir haben zusammen Port Fairy besucht und waren dort auf Griffith Island am Leuchtturm spazieren. Das Wetter war wirklich gut und wir sind viel draussen gewesen. Ich meine sogar, einen Wal gesichtet zu haben!
Donnerstag sind wir nach selbstgemachten French Toast Frühstück dann zu den Grampians gefahren, ein kleines Gebirge eine gute Stunde inland. Dort haben wir bei strahlendem Sonnenschein Mount Abrupt bestiegen und wurden fast vom Gipfel gepustet.
Im winzigen Hamilton auf dem Rückweg gab es sogar erstaunlich guten Kaffee.

Nach Jos Abschied freitags war ich mit einem der langsam wieder zurück kehrenden Medizinstudenten Surfen bei Logan’s. Als ich so im Wasser saß, ist plötzlich etwas gegen mein Knie gestossen und als ich hingeguckt hab‘, bin ich kurz in Panik verfallen. Es war ein Hai!
Mein Herz hat angefangen ziemlich zu rasen und ich hab ihm auf die Schnauze gehauen und geschrien. Der Gute hat genauso erschreckt geguckt wie ich und ausser einem blauen Fleck an der Hand ist nichts passiert. Die Locals im Wasser sind alle ziemlich entspannt geblieben und scheinbar war dieses etwa 1 Meter lange Exemplar eher ungefährlich. Trotzdem hab ich mich des Todes erschrocken!

Freitags bin ich dann zu meiner Freundin Hara nach Portland gefahren. Ich kenne sie von meinem letzten Australien Aufenthalt und wir hatten uns auch in Berlin schon Mal wieder gesehen.
Ich hab mich tierisch gefreut, sie zu sehen!
Und sie wohnt mit ein paar anderen Leuten in einem kleinen Schloss mit Meerblick.
Zusammen waren wir ein wenig in der Umgebung unterwegs beim Cape Nelson und bei einem Dinner mit Freunden von ihr.
Samstags hat es leider immer wieder ziemlich geschüttet. Wir sind nach einem Frühstück ausser Haus trotzdem zu Cape Bridgewater gefahren, einem kleinen Strand, an dem ich die Möven gejagt hab. Wegen des Regens sind wir dann leider nicht den Seal-Walk zu den Robben entlanggewandert, aber haben uns bei Wind und Regen zum ‚Versteinerten Wald‘ gewagt, in dem es ein bisschen aussieht wie auf dem Mars.
Ziemlich nass haben wir die zweite Hälfte des Tages dann lieber Indoor mit Tischtennis, Billiard und Zimtschnecken backen verbracht. Der Abend war dann dank Kamin und Film sehr gemütlich.

Heute (Sonntag) bin ich dann wieder zurück nach Warrnambool gefahren und hab noch schnell Nichola aus Geelong zum Brunch getroffen, die hier eine Freundin besucht hat. Anschließend bin ich spontan noch mit Vince Surfen gegangen und die Session war richtig gut, weil ich endlich Mal ein paar kleinere Wellen gesurft bin. Eventuell macht es doch Sinn, den Anfänger Surfspot (Simons Waterfront) aufzusuchen und hier zu üben 😉
Am Abend hab ich dann auch meine Mitbewohner kennengelernt. Allesamt Medizinstudenten uns allesamt sehr freundlich. Endlich kommt Mal ein bisschen Leben in die Bude!

Warrnambool

Warrnambool selbst ist auf jeden Fall sehr langweilig, gibt sich aber trotzdem allerhand Mühe ein hübsches und niedliches Städtchen zu sein.
Der Strand mit der Walbeobachtungs-Plattform ist echt schön, es gibt ein paar nette Läden und eine Handvoll gute Cafés.
Ich hab hier einen escape room gemacht, bin fast jeden Tag am und manchmal im Meer (der winterliche Wind verträgt sich nicht mit den surfbaren Wellen), war sogar golfen auf einer Farm und döse so durch mein Leben. In Port Fairy in der Umgebung war ich auch einen Nachmittag, eben alles sehr ländlich.
Im Krankenhaus sind zwar die meisten Leute nett aber es ist auch viel im Weg stehen angesagt. Das Patientenclientel ist definitiv ein anderes -viele Farmer, viel psychische Belastungen.
Das beste an meinen Zimmer hier ist der Blick in den Sternenhimmel – Milchstraße inklusive (der Sternenhimmel in Austausch ist einfach schöner).
Übers Wochenende war ich dann doch lieber in Melbourne und habe einige Freunde getroffen und war mit den Paramedic Mädels feiern.
Ich freu mich schon jetzt auf meine Zeit dort!