Der „Nachtbus“ hat mich bereits um 3 Uhr in der Früh irgendwo im Norgendwo rausgeworfen, sodass ich drei Stunden auf dem Boden einer brasilianischen Bushaltestelle versucht habe zu schlafen. Dann ging es in den nächsten Bus, von dem ich eigentlich dachte, es würde nur 5-6 Stunden fahren. Weil der aber an jedem noch so kleinsten Dorf gehalten hat, bin ich letztendlich erst um 14 Uhr in Itacaré angekommen. Es war Sonntag und daher erstmal alles dicht und die meisten anderen im Hostel ausgeflogen (Strand, surfen, was man hier halt so macht). Ich bin etwas rumgelaufen, habe essen erjagt und mir für die nächsten Tage Surfunterricht geklärt. Weil ich doch etwas amgematscht war von der Reise hier her, bin ich nach ein bisschen Orga Kram super früh ins Bett gegangen, denn am nächsten Morgen hat der Wecker schon um 6 geklingelt.Um 6:30 habe ich mir schnell etwas vom Frühstück reingezwungen, um 6:45 war ich schon an der Surfschule Easydrop, wo wir den Bus beladen haben und an den Engenhoca Beach gefahren sind. Die anderen der Truppe sind alle super nett und es wird im Laufe der Woche ein Kommen und gehen. Zum Strand muss man einen kurzen Djungelspaziergang mit Brett machen. Wir haben zwei Surfsessions mit kurzer Kokosnuss/ Tapioca Pause gemacht, die beide zwar nicht optimal waren aber sehr viel Spaß gemacht haben.Danach gab es noch eine kurze Videoanalyse und Kaffee mit ein paar aus der Surfschule und dann musste ich mich vor einem kurzen Strandbesuch am Resende Beach mit Açai stärken. Das werde ich schon vermissen.Zum Abend war ich zum Yoga verabredet, dann noch eine Massage und Abendessen. So kann man seine Tage hier auch verbringen!Auch am nächsten Tag war ich wieder surfen – auch wenn die Wellen nicht so super sind (und angeblich letze Woche spitze waren, immer das gleiche) habe ich das Gefühl mich zu verbessern. Am Strand gibt es immer frische Kokosnüsse zum Trinken und mittlerweile verbrenne ich auch nicht mehr unter der brasilianischen Sonne.Ich habe den Nachmittag wieder mit schönen Dingen verbracht: Kaffee, Pediküre, Gym (wie immer voll mot anderen Menschen, der Körperkult hier ist omnipräsent). Abends gab es Abendessen mit Mädels aus dem Surfkurs und Samba am Strand (Brasilien ist ein Lebensgefühl). Mittwochs kam ich nach 2 Caipirinhas etwas schwerer aus dem Bett aber surfen war trotzdem gut. Nach Kaffee und essen (probiere hier alles durch – Moqueca, Mel de Cacau, Açai, Pao do Quejo, Banana de Terra erwähnenswert als meine Favoriten) war ich mit Hanna (Schweizerin aus dem Surfkurs) noch im Yoga und früh im Bett.Donnerstags wieder surfen und dann bin ich am Strand geblieben, wo mich Hanna eingesammelt hat. Wir haben den 4 Praihas hike gemacht – nun ja eher Spaziergang- aber hatten den besten Nachmittag. Es ist einfach so wunderwunderschön hier und wir sind zuletzt in Itacarezinho Beach glückseelig durch die Wellen gehopst und haben die Golden Hour und das Leben genossen. Manchmal ist den Krebsen im Sand zusehen einfach alles, was man braucht. Mit dem klapprigen Local Bus ging es zurück nach Itacaré. Mit Leuten aus dem Hostel gab es noch Moqueca, Caipirinhas aus der Kakaufrucht und Samba auf der Strasse.Freitag war mein letzter Surftag, an dem mindestens eine Welle trotz mauer Konditionen sehr gut war. Ich werde es so vermissen, mit brauner Haut im blauen Wasser zu sitzen und Wellen zu jagen. Wieder in Itacaré habe ich mir Açai & Pao de Quejo geholt, zu denen ich mittlerweile zu gleichen Teilen bestehe. Dann haben Hanna und ich eine Kanutour gemacht – nach einem Surftag merkt man schon das Paddeln. Wir sind mit zwei Guides das Flussdelta rauf, waren Baden, sind durch Mangroven und Kanäle entlang bis zu einem Wasserfall. Das Bikini Leben hat uns ganz eingeholt. Der Rückweg während des Sonnenuntergangs war wunderschön.Ein letztes schönes Abendessen und Capoeira Show von Kiddies auf der Strasse und dann hieß es auch schon Tschüss Itacaré. Leider kam das Shuttle am nächsten Morgen erst gar nicht, weil der Fahrer wohl krank war (let’s face it der hat vermutlich gestern zu viel gefeiert) und dann war ich mega spät dran, um meinen Flieger von Ilhéus nach Rio zu bekommen. Da aber der Flughafen winzig ist bin ich quasi direkt zum Gate durchgelaufen und musste dann sogar dort warten…Itacaré hat mir wirklich mega gut gefallen.