In Rio angekommen habe ich noch ein paar Erledigungen gemacht und wollte eigentlich noch auf das ikonische Pao de Açucar. Ich wollte einen Teil zu Fuss erklimmen und dann den Rest mit dem Cablecar fahren. Weil sich irgendwie alles gezogen hat, bin ich erst um kurz nach Fünf über einen Jungletreck auf der ersten Kuppe gewesen – und um Fünf schliesst leider dieser Zugang (warum auch immer, denn wenn man komplett Gondel fährt kann man das noch länger tun). Also hab ich es als workout gesehen, bin wieder ins Airbnb und hab mich fertig gemacht, um nach Nilopolis zu fahren, was etwas außerhalb von Rio de Janeiro liegt. Dort hatte mich ein Freund zum Geburtstag seiner Mama eingeladen und ich wollte mir mal eine ganz authentische Feier angucken. Obwohl es natürlich so ganz ohne portugiesisch nicht so easy war, hab ich mit Übersetzungshilfe trotzdem genug reden können und ein paar der Gäste konnten sogar auch ein paar Brocken englisch. So oder so sind die Brasilianer einfach die wärmsten, nettesten und gastfreundlichsten Menschen, die ich je getroffen habe. Es wurde noch ein Ständchen gesungen, man wurde gut gefüttert und gewässert und mit sehr süßem Kuchen versorgt.Sonntag war dann auch schon mein letzter Tag, in diesem wunderbaren Land. Ich habe nochmal mit einem Freund aus Rio den 2 Irmanos Hike gemacht. Dabei lässt man sich mit dem Mototaxi durch eine Favela in der Nähe von Leblon bis zum Startpunkt fahren und erklimmt dann über einen Junglepfad schwitzend einen der Berge dort. Belohnt wird man mit einem der besten Blicke über Rio – man kann alle ikonischen Sehenswürdigkeiten und Ipanema Beach sehen. Wir sind danach nochmal ins Meer gehüpft. Rio wird mir fehlen. Wirklich eine tolle Stadt.Eigentlich wollte ich mir noch einen letzten Sonnenuntergang ansehen, aber der fiel leider aus, da die Farben einfach nicht so werden wollten, wie man sie von all den Bildern kennt. Pipoca gab es trotzdem und dann noch ein letztes Mal Moqueca und Pao de Quejo, bevor ich durch das Verkehrschaos an den Flughafen bin.Brasilien hat mir bisher von allen Ländern, in denen ich war, mit am besten gefallen und ich werde auf jeden Fall zurückkommen, denn bei der Größe des Landes ist es unmöglich in so kurzer Zeit alles zu sehen, was auf meiner Liste stand.Vielleicht hatte ich Glück, aber ich bin auf so viele tolle und herzliche Leute getroffen und habe so viele wunderschöne Ort besucht, dass ich mich nicht nur in dieses Land, sondern wieder mal auch in mein Leben verliebt habe.