Unser nächstes Ziel hieß Galagan Beach. Nachdem wir vergeblich versucht hatten über das Internet eine Unterkunft zu finden, haben wir beschlossen, einfach mal auf gut Glück dorthin zu fahren und vor Ort zu suchen.
Wie Maria und Josef sind wir bepackt wie deren Esel von Hotel zu Hotel gezogen, um eine günstige Unterkunft zu finden. Aber wie gesagt, Bali war auch schonmal billiger. Nachdem uns jegliche Luxushotels zu teuer waren haben wir es direkt am Strand bei den dort auf Stelzen stehenden Warungen versucht. Wir haben ein günstiges aber auch ohne jeglichen Luxus ausgestattetes Zimmerchen im Café Maria gefunden.
Hier ist das Meer bei Ebbe etwa 7m von uns entfernt und bei Flut zerschellen die Wellen mit lautem Getöse unter unserem Zimmer.
Etwas mulmig wird einem da teilweise schon. Dennoch ist es natürlich einzigartig, wenn man aus dem Fenster ins Meer spucken kann 😉
Das Badezimmer ist auch kein richtiges Bad und eine Klospülung oder Klopapier sucht man vergeblich, aber man arangiert sich. Immerhin können wir hier direkt für akzeptable Preise essen und unsere Gastgeber sind freundlich.
Wir wollten nach so langer Zeit natürlich endlich mal wieder surfen! Also haben wir uns (leider sehr kurze) Bretter genommen und sind raus in die Wellen.
Die Strömung war unheimlich stark, sodass wir ziemlich weit abgetrieben wurden. Als ich das gemerkt habe, bin ich sofort raus aus dem Wasser und wollte Marius signalisieren ebenfalls an den Strand zurückzukehren. Für ihn war es allerdings schon zu spät.
Nach einigen Verständigungsproblemen haben wir einen Surfer zu ihm geschickt, denn ohne Brett kam man garnicht erst raus. Ich hab’s zwar versucht, bin aber auf den Felsen am Ufer nur rumgepurzelt und sehe jetzt aus wie nach einem Tigerkampf.
Dem Surfer ist es gelungen, Marius wieder an den Strand zu holen. Ihr könnt euch garnicht vorstellen, wie erleichtert ich war! Hat mir eine Heidenangst gemacht die Situation!
Aber alles war wieder gut.
Nachdem das Surfen erstmal gelaufen war, sind wir abends nochmal losgezogen, weil wir Werbung für eine Art Party in der Salt Warung gesehen haben. Unser Gastgeber meinte das seien 10 Rollerminuten und wir wollten eine kleine Nachtwanderung machen. Nach 20 Minuten Wanderung durch die Dunkelheit hat uns dann ein kleiner Transporter auf der Ladefläche, wo bereits zwei alte Balinesinnen saßen, mitgenommen. Es war eine lustige Fahrt und die Strecke wäre auch zu lange zum Laufen gewesen.
Bei der Warung angekommen sah es aber nicht nach Party aus und auf Nachfrage wurde uns gesagt, es sei schon seit 4 Monaten hier nichts mehr los. Sehr aktuelle Werbung! 😀
Wir sind zum nächsten Supermarkt und haben uns von unserem Geld Eis gekauft. Für den Rückweg hatten wir also nicht mehr viel übrig. Aber wir haben zwei Rollerfahrer gefunden, die uns auch gegen geringe Bezahlung heimgefahren haben.