Karneval in Rio, 1. Teil

An dieser Stelle: der Karneval in Rio stand schon ungefähr 10 Jahre auf meiner Bucket List und das nicht umsonst. Es war eine laute, schrille, fiebertraumhafte, spaßige und unvergessliche Zeit, die ich für immer in meinem Herzen eingraben möchte.Sie begann jedoch eher ungemütlich: kaum Schlaf, keiner meiner Freunde zu erreichen, mit Sack und Pack ohne Simkarte in Rio. Irgendwie habe ich mich schwitzend durchgedchlagen. Internet fürs Handy hatte ich dann auch irgendwann, genau wie viel hab ich leider nicht verstanden. Weil meine Freunde alle vom Erdboden verschluckt schienen habe ich mich ziemlich angepisst in ein Café zurückgezogen und gewartet, bis endlich jemand auf meine Nachrichten reagiert, denn in mein Airbnb konnte ich erst ab mittags. Nach ein paar Unwegen durch Copacabana mit all meinem Geraffel habe ich kurz meine Freunde vom Roadtrip wieder gesehen, meine Sachen endlich ins schäbige Airbnb gebracht und bin dann mit dem Mototaxi wieder zu ihnen und meinem ersten Bloco gefahren. Blocos sind die organisierten Strassenparties, die wie Pilze aus dem Boden sprießen. Mal mit Performance, mal ohne, meistens Live-Music, aber eines gibt es immer: Caipirinha. Wir hatten einen richtig gute und bunte Zeit und aus einem erklommenem Baum hinaus auch einen super Blick auf die Show. Es war Elis Geburtstag und wir waren noch kurz im Meer baden.Am Abend habe ich spontan Alex & Eliza von den Burning man teddies getroffen und dann bin ich wieder mit meinen Freunden vom Roadtrip unterwegs gewesen. Wir waren beim Museum of tomorrow bei Disclosure und die Party ging bis zum nächsten Morgen. Es war richtig richtig gut und die Stimmung bei Sonnenaufgang hätte schöner nicht sein können. Der Heimweg gestaltete sich etwas anstrengend, denn die Uber der Stadt waren schwer zu ergattern. Irgendwann bin ich dann dennoch für ein paar Stunden ins Bett gefallen.Am Nachmittag habe ich dann Leti getroffen, die mittlerweile in der Stadt war und wir sind dann abends mit Alex, Eliza und noch ein paar Freunden auf eine andere Party gefahren. Auch die war wieder gut und lange, sodass Leti und ich am nächsten Tag beide recht fertig waren. Wir haben es gerade so geschafft, in unser neues Airbnb in Leblon zu ziehen. Hier sind auch Seb & Domi wieder dazugestossen.Eine Freundin von ihr hat uns dann noch überredet, dass wir uns einem Bloco anschließen (mittlerweile war auch ein Reisefreund von Leti hinzugestossen) und wir haben es nicht bereut. Eine wilde, farbenfrohe, glitzernde Meute ist mit Musik durch Straßen gezogen und man konnte gar nicht so schnell gucken, wie es Sachen zu sehen gab. Nach einer Runde Pizza endete dieser Abend aber wenigsten mal vor Sonnenaufgang. Naja jedenfalls war das geplant, aber die Rechnung wurde ohne die Moskitos und die Hitze gemacht.

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