Nachdem ich die Stadt, mit der ich bessere Freunde hätte werden können, morgens um 6.30 Uhr verlassen habe, musste ich mit einem Mitreisenden am Flughafen die fast zwei Stunden Verspätung abwarten. Die anderhalb Stunden Flug auf die Karibikinsel San Andrés neben Niqueragua habe ich fast komplett verschlafen.
Vom Airport ging es mit einem viel (!) zu teurem Taxi zum Hostel, was im Internet als immer ohne Ansprechpartner und generell sehr schlecht bewertet wurde (aber nun ja, es ist das günstigste der Insel). Dort angekommen wurde ich super freundlich empfangen, das Hostel war sauber, hübsch, vielleicht ein bisschen leer und ein Stück ab vom Schuss.
Bis auf die Lage und das WiFi kann ich auch bis jetzt absolut keine Mängel finden, was am Besitzerwechsel liegen könnte.
Ich bin hinten auf dem Jeep der Besitzerin ein Stück mitgefahren und den Rest in die Stadt gelaufen.
Dort habe ich die Tauchschule aufgesucht, mich angemeldet, deren exzellentes WiFi benutzt und den Ami aus dem Flieger auf einen Kaffee am Strand mit Blick auf das türkisblaue, durchsichtige Wasser getroffen… Im Dunkeln bin ich heim, wobei ich mich etwas unwohl gefühlt habe. Nachdem ich gekocht hatte und ein bisschen Tauch-Infos gelesen habe, bin ich ins Bett gefallen.
Heute morgen um 7.45 wurde ich schon wieder von der Tauchschule abgeholt.
Nach ein bisschen Vorbereitung sind wir dann am ersten Spot getaucht. Es war wie immer entspannen hoch zehn (:
Zusammen mit einem weiteren Tauchgang habe ich Rochen, Krabben, Kugelfische und noch viel mehr gesehen!
Den Nachmittag habe ich mit den deutschen Jungs verbracht, bis ich wieder zum Nachttauchgang gegangen bin. Im Sonnenuntergang sind wir mit dem Boot raus, haben gewartet bis es fast dunkel war und haben uns dann ins Wasser gestürzt. Es war echt super cool! Mit der Taschenlampe im schwarzen Meer tauchen, die Nachtjäger bewundern, Langusten, Kraken, Kugelfische, flureszierendes Plankton…
Die Rückfahrt war zwar verdammt kalt, aber zum Glück auch kurz!
Am Abend habe ich mich über eine Umwege mit den vier Jungs in der ‚Stadt‘ getroffen, die merkwürdig feierfaul war. An der Strandpromenade hatten Leute ein paar Boxen aufgestellt und Einheimische haben locker Salsa getanzt. In einer plastikbestuhlten „Bar“ haben wir etwas getrunken und irgendwann hat einer der Angestellten seinen Laptop ausgepackt und einen auf DJ gemacht. Mitten auf dem Gehweg ist eine Party ausgebrochen: Chilenen, Iren, Französinnen, Deutsche, Kolumbianer, Jamaikaner alles dabei…
Es war richtig witzig und deshalb bin ich viel zu spät ins Bett, was ich heute morgen fast ein bisschen bereut habe.