Montags musste ich nicht im Café arbeiten und habe mir nach erledigten Diensten einen schönen Tag gemacht.
Ich bin in die Innenstadt gefahren und habe mal endlich einen Friseur aufgesucht, mich in der Bücherei angemeldet und Bücher ausgeliehen und ein Paar Läden durchstöbert.
Ich muss auf jeden Fall noch etwas Geld in Klamotten umtauschen.
Außerdem wurde ich von Kathryn unfreundlich darauf hingewiesen, ich soll doch nicht so viel Sojamilch verbrauchen, sondern auf billigere Milch zurückgreifen.
Da ich meistens im Café esse und keinerlei teures Fleisch beanspruche, ist die Familie es offensichtlich nicht gewöhnt, dass man Zuhause etwas isst und trinkt.
Ich habe zweimal tierischen Stress in Kauf genommen, um mir Zeit für ein Treffen mit Jess freizuschaufeln und es hat beides mal nicht geklappt, weil irgendwas dazwischen kam (sei es Absage oder der Opa).
An einem Abend wurde ich außerdem richtig als Kellnerin missbraucht, als Kathryn verlangt hat, das essen für den Opa, den Besuch und die Kinder herzurichten und nachzufüllen.
Außerdem hat mich heute der Opa angerufen und meine Arbeit wertgeschätzt (wenigstens einer!) und seine Sorge darüber geäußert, dass die Eltern sich zu wenig um die Kinder kümmern. Wo er Recht hat, hat er Recht.
Nicht umsonst fängt der kleine Marco nachts an zu weinen und Sophia macht immer noch in ihr Bett.
Heute habe ich zusammen mit den Kindern eingekauft und Muffins gebacken. Die Mutter und der Vater sind bis jetzt nicht aufgetaucht (halb 10 abends). Beide arbeiten oder so.
Langsam entwickel ich sogar soetwas wie Zuneigung gegenüber den Kindern (: