Los Angeles

Den ersten Tag in dieser überdimensional grossen Stadt haben wir sehr früh begonnen, denn wir hatten die Hoffnung, an einer Free Walking Tour teilzunehmen und man braucht einfach ewig von A nach B.
Der Treffpunkt der Tour sollte in einem Park am Hafen sein, aber außer verdächtig vielen Rentnern haben wir hier niemanden vorgefunden, sodass wir zum Venice Beach weiter gelaufen sind.
Die Strandgegend von LA ist wirklich sehr schön, alle sind draussen in der Sonne und neben vielen Touristenfallen kann man auch ein paar coole Stände finden, den Skatern zusehen und die Promenade bis Santa Monica nach oben spazieren, wo auf dem Pier ganzjährig ein Jahrmarkt ist.
Los Angeles hat schon einige komische Gestalten zu bieten, sodass es uns fast nicht aufgefallen ist, das wir annähernd zwei Stunden mit den Öffis bis nach North Hollywood gebraucht haben. Dort sind wir ein wenig durch eher unästhetische Gegenden geschlendert, bevor wir Leslie in ihrer Tanzschule besucht haben.
Wenn man einer Class im beatgefluteten Studio zusieht bekommt man ehrlich Lust sofort loszutanzen, auch wenn man dann doch lieber bewundernd zusieht.
Der Heimweg war -nicht ganz untypisch für uns- eine Aneinanderreihung von Planlosigkeiten, aber nach 2,5h spiralförmiger Annäherung der Beute waren auch wir wieder in unserem AirBnB, wo auf der Couch an der Tür schon geschlafen wurde.
Nach gemütlichem Frühstück heute und wie immer ewiger Warterei auf ein freies Bad sind wir Richtung Rodeo Drive gestartet, den wir eigentlich auch nur durch nette Hilfe einer deutschlandbegeisterten Amerikanerin im Bus gefunden haben. Bei den Designerläden haben wir uns nur kurz aufgehalten, sind durch einen Teil von Beverly Hills gelaufen (und haben uns die Frage gestellt, was man wohl arbeiten muss, um sich hier eine schicke Villa leisten zu können), waren am Sunset Plaza und sind den Walk of Fame einmal hoch und runter gelaufen.
Dann haben wir Leslie getroffen, uns gemeinsam mit ihr auf der Suche nach dem Hollywood-Sign verlaufen und uns -nachdem wir aufgeben hatten- in den Bus zum Griffith Observatorium gesetzt. Von hier oben konnte man die Stadt sehen, soweit das Auge reicht. Aber schön sah es aus!
Wieder mit den Öffis haben wir uns nach Downtown durchgeschlagen und dort ‚The Last Bookstore‘ besucht, vermutlich den schönsten, größten und interessantesten Buchladen, in dem ich je war.
Dezent hungrig sind wir zu dritt im Central Market auf Futtersuche gegangen. Anschließend sind wir noch über den Broadway gerollt, bevor sich unsere Wege wieder getrennt haben.
LA ist auf jeden Fall eine verrückte Stadt, die einen gebührenden Abschied unserer Amerika-Zeit darstellt.

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