Medellin, erster Teil

Später als gedacht sind wir in Medellin angekommen. Mit dem Taxi ging es ins Hostel und dann sind Philipp und ich durch die Backpacker-Blase namens El Poblado gelaufen, auf der Suche nach Nahrung. Hier ist alles wahnsinnig hip, auch irgendwie schön, beleuchtet und es sind mehr Gringos auf des Strasse als Einheimische. Ich habe außerdem Eline und Emiel kurz wieder getroffen und mich sehr über die kurze Zusammenkunft gefreut.
Am nächsten Morgen bin ich mit Philipp ca. eine Stunde in die eigentliche Innenstadt gelaufen, durch gut bewachte und schicke Wohngegenden, durch laute Strassen, die nach Abgasen riechen, vorbei an coolen Graffitis, durch Ecken, wo der Müll die Wege säumt und dazwischen krass fertige Gestalten sitzen, die in Lumpen oder halb nackt ihre Drogen nehmen. Medellin bietet von super reich bis super arm quasi alles, westlichen Standart und tiefe Abgründe.
Auf einem Obst-und-Gemüse-Markt haben wir uns eine Erfrischung gegönnt und ich habe mir mal wieder eine Monsteravocado gekauft. Das Mittagessen haben wir in einem indisch angehauchten vegitarischen(!) Restaurant gegessen, in dem seltsamerweise nur Locals waren.
Um 14.19 haben wir an der Free Walking Tour teilgenommen, die uns 4h durch Downtown geführt hat. Der Guide hat quasi perfekt Englisch gesprochen und es waren super viele Infos über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Stadt an der Tagesordnung. Die Tour war wirklich empfehlenswert!
Am Abend war ich noch schnell in einem gigantischen Supermarkt und habe meine Guatapé-Tour gebucht.

Guatapé & surroundings
Mit Lars (NL) von der Free Walking Tour habe ich mich heute Morgen um 9.15 getroffen, um 9.50 wurden wir ca. abgeholt. Es ging zunächst durch äußere Viertel wie ‚Pablo Escaban‘, das nach dessen Sponsor benannt ist, der hier wie ein Gott behandelt wird, weil er den Armen ein Zuhause gegeben hat. Nach kurzem Lookout-Zwischenstopp haben wir dann bei Rapha, dem Haupt-Guide Zuhause gefrühstückt (bestes Frühstück in ganz SA), mit seinem Welpen gespielt und sind auf dem Dach seines Busses über eine Bumpyroad weitergefahren.
Wir haben zu mehreren kleinen Dörfern unterwegs Geschichten gehört (z.b. das Dorf, aus dem das Flower-Festival stammt) und eine Kirche aus Felsen gesehen. In Peñol haben wir dessen grünen See besichtigt und haben anschließend einen Badestopp gemacht. Dort konnten wir von einer Brücke ca. 7 Meter ins Wasser springen, man ist wirklich lange geflogen!
Am Nachmittag haben wir das eigentliche Highlight bestiegen: den Piedro del Peñol. Das ist ein riesiger Felsen (200m hoch), den man über 659 Stufen erklimmt. Oben angekommen hat man einen 360-Grad-Blick über die Gegend: tausende kleinere und größere Inseln, von grünem Wasser zerteilt. Es ist wirklich mega schön dort!
Am Fuße des Felsens hat dann unser spätes Lunch auf uns gewartet, was wieder überragend gut war.
Der nächste Halt hieß Guatapé, eine kleine touristische Stadt mit kunterbunten Häusern. Es gibt hier auch eine Gasse, die komplett von Regenschirmen überspannt wird und wo man sehr guten Kaffee genießen kann.
Im Dunkeln und später auch im Regen ging es dann die ganze Strecke wieder zurück (hat gefühlt ewig gedauert). Mit kurzem Blick auf Medellin bei Nacht war die Tour beendet und ich bin wieder in mein Hostel zurückgekehrt…

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