Sydney zur Weihnachtszeit

Wir haben hier in einem Anfall von Weihnachts-Vorfreude versucht, in einem kleinen Elektroofen Plätzchen zu backen, die aber wegen mangelnder Aufsicht eher zu Schoko-Steinen wurden…
Sowieso ist der Lebensstil des Typen, dem die Wohnung hier eigentlich gehört eher seltsam. Bei der Ankunft gab es keinerlei Töpfe oder Pfannen und kaum Geschirr und der Herd war auch nicht sicher funktionstüchtig. Der Besitzer der Wohnung ist nämlich eher so der Mikrowellen/ Elektrogrill-Typ, dessen Mutter vorkocht.
Nunja, irgendwie klappt das mit dem Kochen hier schon, auch wenn die Essenseinkäufe für so viele Menschen ewig dauern…
Wir leihen uns des öfteren eine DVD bei der Mediathek um die Ecke aus und machen alle zusammen eine Movie-Night.
Am Tag des vermeintlichen Weltuntergangs haben wir beschlossen, mal in der Innenstadt ein wenig Geld auszugeben, denn das brauchen wir dann ja nicht mehr 😉
Wir haben echte Schnäppchen gemacht!
Abends beim Surfen hat mich dann eine Bluebottle-Quallen am Bein erwischt. Zum Glück war es nur eine kleine, die mich nicht richtig angefallen hat, denn die großen können bei Nichtbehandlung auch tödlich sein.
Ich hab nur einen Striemen davongetragen, der wie Brennesseln gebrannt hat. Am nächsten Tag war alles weg.
Wir haben jetzt auch den wunderschönen Coastal-Walk an der Küste entlang gemacht, der mit seinen Sandsteinen und Felsen wunderschön ist.
Samstag Abend haben wir auch mal zum feiern direkt ums Eck in einem Club genutzt. Angenehm, wenn man nur 5 Minuten nach Hause laufen muss.
Wir haben auch ein paar Bilder mit Weihnachtsmützen gemacht, leider dann, als die Sonne gerade verschwunden war, sodass es etwas aussieht wie an der Nordsee. Dabei wurden wir als Weihnachtsmotiv von unzähligen Touristen geknipst. Wir hätten Geld dafür verlangen sollen…
Der 24. Dezember ist hier keine große Sache. Sogar die Kirche war geschlossen. Man geht auf Hauspartys und die meisten betrinken sich bei Freunden oder am Strand, der an den Festtagen mehr als voll ist! Man findet seine eigene Gruppe vor lauter Menschen nicht mehr, wenn man nach dem Surfen mit seinem Brett aus dem Wasser steigt.
Eigentlich wollten wir am Strand grillen, aber es hat nachmittags angefangen zu regnen.
Also haben wir Indoor-Grillen gemacht und ein wenig beisammengesessen.
Es hat sich nicht angefühlt wie „Christmas“.
Es regnet hier immernoch und nicht zu knapp. Vermutlich ist in Deutschland von der Temperatur her fast das gleiche Wetter 😉
Heute morgen sind wir in eine völlig überfüllte Kirche gegangen und haben uns mal einen australischen Gottesdienst angeschaut -mit viel Witz und viel Lachen und Freude- eben so wie die Australier sind.

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