Sonntag habe ich erst im Café gearbeitet mit meinem liebsten Kollegen Marc, dann mit Len und Joy einen kleinen Spaziergang gemacht und ein Vollkornbrot gebacken. Ich habe gerade ein bisschen enspannt, da wurde ich schon wieder angerufen, ich werde im Restaurant gebraucht.
Ich bin nach einer bewussten Pause hin und habe wieder bis abends gearbeitet. Die Arbeit hier macht mir nur halb so viel Spaß wie im Café, vielleicht weil ich nicht alles kenne, vielleicht weil mir die Leute fehlen, vielleicht weil ich hier für und nicht mit dem Chef arbeite…
Aber das ist ja bekanntlich alles Lebenserfahrung!
Heute war ich einfach nur den ganzen Tag müde. Und was macht man da am besten? Richtig! Man geht (nach getaner Arbeit) shoppen und gibt all sein verdientes Geld für Dinge aus, von denen Frau überzeugt ist, dass man sie braucht.
Aber Spaß macht es, sogar dann noch, wenn das launische Melbourne-Wetter sich für feucht fröhlich entscheidet.
Heute Abend war ich nit Patricia, einer Freundin von ihr, die für zwei Tage hier wohnt, und Debbie in einem Restaurant unter Tower 3 essen gegangen.
Ich bin mal wieder in Mitten der Verwirrtheit meiner Gefühle gefangen. Melbourne und alles, was ich hier ahbe wird mir so schrecklich fehlen. Ich brauche sicher lange, wenn überhaupt, um darüber hinweg zu kommen.
Aber auf der anderen Seite liebe ich meine Menschen daheim auch so sehr, dass es wehtut. Auserdem weiß ich jetzt, dass ich auf jeden Fall Medizin studieren will. Ich bin einfach sehr zerissen…