{"id":2215,"date":"2017-01-04T19:52:31","date_gmt":"2017-01-04T18:52:31","guid":{"rendered":"https:\/\/skip-winter.polarvogel.de\/?p=2215"},"modified":"2017-01-04T19:52:31","modified_gmt":"2017-01-04T18:52:31","slug":"huayna-potosi","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/skip-winter.polarvogel.de\/?p=2215","title":{"rendered":"Huayna Potosi"},"content":{"rendered":"<p>Tag 1<br \/>\nSonntag morgen haben wir dann zwei Fr\u00fchst\u00fccke genossen und sind dann mit dem Auto Richtung Huayna Potosi (6088m) gefahren.<br \/>\nIm Basecamp (4700m) gab es erstmal Lunch, dann haben wir uns in unsere Ausr\u00fcstung geschmissen: Thermo-Hosen und -Jacken, Klettergeschirr, Bergstiefel, Helme, Eispickel,&#8230;<br \/>\nDamit ausgestattet sind wir dann ca. 1h bis zum Gletscher gelaufen, um den Umgang mit Steigeisen und Eispickel zu \u00fcben. Es war richtig anstrengend aber spannend und ich weiss noch nicht so ganz genau, ob ich die Gipfelbesteigung packe (unser \u00dcbungsplatz war auf 4900m, also nochmal deutlich niedriger). Immer mal wieder von Regen \u00fcberrascht haben wir sogar an einer Steilwand das Eisklettern ge\u00fcbt, bevor wir wieder in unser eisekaltes Quartier, welches sehr basic gehalten ist (nicht mal ein Waschbecken) zur\u00fcck gekehrt sind.<br \/>\nLeider ging es mir am Nachmittag wirklich nicht gut und ich habe mich stark an den Cimborazo in Ecuador erinnert gef\u00fchlt&#8230;<br \/>\nIm Laufe des Abends hat sich das \u00fcble Gef\u00fchl zum Gl\u00fcck gelegt (bis auf das ich beim Abendessen passen musste). <\/p>\n<p>Tag 2<br \/>\nNach fast 12h Schlaf kann ich zwar immer noch die H\u00f6he sp\u00fcren, habe aber akut keine Symptome mehr.<br \/>\nAllerdings geht es heute aufs h\u00f6here Camp (5130m). Es bleibt also spannend.<br \/>\nNach Fr\u00fchst\u00fcck (ich kann wieder was essen) und verr\u00fcckter Verdauung (anscheinend normal hier) haben Hanna und ich sich mal nach draussen begeben, um die Bergluft zu genie\u00dfen. Um die Mittagszeit sind dann zwei weitere Gruppen eingetroffen und die traute Zweisamkeit wich dem Trubel. Nach dem Lunch haben wir unsere gesamte Ausr\u00fcstung in unsere gro\u00dfen Rucks\u00e4cke gepackt und den Aufstieg zum Highcamp gewagt. Das war ehrlich eines der schwersten Dinge, die ich je gerobbt habe. Mit ca. 15kg auf dem R\u00fccken haben sich die 430 H\u00f6henmeter bemerkbar gemacht. Schon ohne das Extragewicht w\u00e4re es schwer in diesen H\u00f6hen, aber mit haben wir gegen Ende hin alle 5 Schritte Atempausen gebraucht.<br \/>\nDa es anscheinend sehr unpopul\u00e4r ist, am 1.1 aufzubrechen sind wir auch im Highcamp die einzigen, keine weiteren Gruppen von anderen Agenturen.<br \/>\nHanna, ich und unser Guide haben uns mit Popcorn und Dinner versorgt und alles vorbereitet, was uns ab Mitternacht erwartet.<br \/>\nDie Sicht hier oben ist nat\u00fcrlich \u00fcberragend!<\/p>\n<p>Tag 3<br \/>\nDieser Tag hat noch vor Mitternacht angefangen, weil ich eigentlich garnicht geschlafen habe: erst zu sehr gefroren, dann eine Gruppe Locals in das Refugium eingefallen&#8230;<br \/>\nUm Mitternacht gab es dann &#8218;Fr\u00fchst\u00fcck&#8216;, wir haben uns in Schale geworfen und los ging es in der Dunkelheit, mit Stirnlampen bewaffnet. Nach ca. einer halben Stunde haben wir dann noch die Steigeisen angelegt und sind \u00fcber den Gletscher gelaufen. Glitzernder Schnee, Sternenhimmel, absolute Stille (au\u00dfer unserer Schritte), ab einer gewissen H\u00f6he das funkelnde La Paz.<br \/>\nIch habe mich fast nur aufs Atmen konzentriert und war super \u00fcberrascht, keine Anzeichen von H\u00f6henkrankheit abzubekommen. Daf\u00fcr ging es leider Hanna ziemlich bald ziemlich schlecht. Sie hat sich wirklich lange durchgebissen, schon ohne \u00dcbelkeit war es anstrengend genug. Nachdem sie sich allerdings zweimal \u00fcbergeben hat, haben wir bei 5700m den R\u00fcckzug angetreten. Schade, das es nicht bis zum Gipfel gereicht hat, aber auch ich war erleichtert, wieder bergab zu gehen.<br \/>\nAuf dem Weg zum Highcamp haben wir erstmal gesehen, welche krasse Strecke und Steigung wir zur\u00fcckgelegt haben! Mit der aufgehenden Sonne wurde die Sch\u00f6nheit der Gegend nochmal betont.<br \/>\nAus Akklimatisierierungsgr\u00fcnden war es uns nicht erlaubt zu schlafen, was uns super schwer gefallen ist. Dann mussten wir wieder mit unseren riesigen Backpacks -zum Gl\u00fcck bergab- ins Basecamp (die letzten Schritte waren grausam), wo uns die anderen Gruppen nat\u00fcrlich sofort gel\u00f6chert haben. Wir haben eine Weile gebraucht, die Erfahrung als positiv wahrzunehmen.<br \/>\nZur\u00fcck in La Paz haben wir uns mit bestem Essen versorgt (mal ehrlich, die Avocado-Sandwiches vom Markt sind zum Niederknien), endlich geduscht und die Taschen f\u00fcr den Nachtbus nach Cusco gepackt. Byebye, Bolivia!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tag 1 Sonntag morgen haben wir dann zwei Fr\u00fchst\u00fccke genossen und sind dann mit dem Auto Richtung Huayna Potosi (6088m) gefahren. 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