{"id":2192,"date":"2016-12-21T01:56:29","date_gmt":"2016-12-21T00:56:29","guid":{"rendered":"https:\/\/skip-winter.polarvogel.de\/?p=2192"},"modified":"2016-12-21T01:56:29","modified_gmt":"2016-12-21T00:56:29","slug":"salinar-de-uyuni","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/skip-winter.polarvogel.de\/?p=2192","title":{"rendered":"Salinar de Uyuni"},"content":{"rendered":"<p>Tag 1<br \/>\nUm 5.30 sind wir dann \u00fcberm\u00fcdet aus dem Bus gepurzelt, direkt in die Arme von tausenden Touranbietern. Viel mehr gibt es hier auch nicht: Restaurants und Touranbieter. Dann mussten wir leider feststellen, das wir umgerechnet ca. 30 Euro zu viel bezahlt haben. Wieder mal Lehrgeld bezahlt. Da Sanna krank war (Diagnose: Parasiten) und wir alle unfassbar m\u00fcde gab es wieder den ein oder anderen emotionalen Moment und ich habe mich ehrlich nach Hause gew\u00fcnscht.<br \/>\nNach ein bisschen Zeit totschlagen und Sanna mein Antiparasitenmittel einfl\u00f6\u00dfen, ging es dann \u00fcber den Zugfriedhof (alte rostige Z\u00fcge, die zu coolen Shootings einladen) im Jeep Richtung Salzw\u00fcste.<br \/>\nErster Stop: Blubbernde Pf\u00fctzen, die vermutlich durch vulkanische Aktivit\u00e4t entstanden sind.<br \/>\nDann konnten wir in der W\u00fcste allerlei Bilder machen, darunter nat\u00fcrlich Klassiker, die mit der Perspektive spielen.<br \/>\nDiese Salzw\u00fcste ist wirklich abgefahren. Sie endet gef\u00fchlt nie und wenn man \u00fcber das knirschende Salz l\u00e4uft k\u00f6nnte man sich fast in den Skiurlaub tr\u00e4umen.<br \/>\nNach dem Lunch auf einem Touristenmarkt haben wir uns noch ein wenig in den endlosen wei\u00dfen Weiten verloren und dann eine Steininsel in mitten des Nichts besucht, auf der riesige Kakteen wachsen. Die Sonne ballert hier so richtig und erst als sie hinter grauen Wolken verschwindet setzt sie versprochene K\u00e4lte ein.<br \/>\nImmer noch durchs wei\u00dfe Nichts ging es dann mit Zwischenstopp an den Salzbl\u00f6cken, mit denen man seinen Namen bauen konnte, bis zu unserem Hostel, das -wie sollte es anders sein- komplett aus Salz gebaut ist.<br \/>\nEline und ich haben sich ewig mit den zwei Kolumbianern unterhalten, die in unserer Gruppe sind und jede Menge Insidertipps erhalten.<br \/>\nLeider wurden wir mal wieder etwas abgezogen, denn die Dusche, die uns angepriesen wurde mussten wir hinterher doch bezahlen. Hidden costs, Hallo!<br \/>\nAu\u00dferdem hat unser Guide uns mitgeteilt, das sich Uyuni ab sofort im Streik befindet und dort keinerlei Autos, Busse oder sonstiges f\u00e4hrt. Wir m\u00fcssen also hoffen, das wir am Dienstag mit dem Nachtbus die Stadt \u00fcberhaupt verlassen k\u00f6nnen. Alles andere w\u00e4re echt bescheiden&#8230;<br \/>\nDer Sternenhimmel hier drau\u00dfen ist nat\u00fcrlich unvergleichlich!<\/p>\n<p>Tag 2<br \/>\nNach zuckerreichem Fr\u00fchst\u00fcck haben wir grummelig unsere Dusche vom Vortag bezahlt und sind mit bolivianischer Versp\u00e4tung aufgebrochen. Mit dem Jeep ging es \u00fcber jede Menge holprige Schotterpisten durch steppenartige Landschaft. Immer mal wieder ein Stop, mal mit Schafen, mal mit Lamas, mal mit Flamingos. Gegen Mittag sind wir durch die &#8218;Stadt der Steine&#8216; flaniert, coole Felsen die einfach so pl\u00f6tzlich in der Landschaft auftauchen. Nach Lunch aus dem Auto raus ging es dann durch eine Steinw\u00fcste Richtung Nationalpark &#8218;Eduardo Avaroa&#8216;. Wir sind an der pinken Laguna Colorada vorbei gescheppert und gerade als mal wieder alle in den Schlaf ger\u00fcttelt waren haben wir an den Hot Springs gehalten. Ein kleines Becken, nicht der Rede wert.<br \/>\nEine weitere Stunde im Auto und uns beschleicht das Gef\u00fchl wir h\u00e4tten uns besser \u00fcber die Tour informieren sollen. Denn in Bolivien bekommt man leider nur selten gen\u00fcgend Infos&#8230;<br \/>\nNachdem wir uns durch den Staub gek\u00e4mpft haben und unsere Popos schon ganz platt gesessen sind haben wir noch kurz die Laguna Verde an der chilenischen Grenze gesehen. Leider auch nicht so spektakul\u00e4r wie erwartet&#8230;<br \/>\nDie Landschaft ist allerdings h\u00fcbsch anzusehen.<br \/>\nAuf dem Weg zum Nachtrefugium haben wir noch den f\u00fcr heute aufregendsten Stop gemacht: den nach faulen Eiern stinkenden Geysir. Da er st\u00e4ndig seine Richtung \u00e4ndert wurden wir beim Versuch Fotos zu machen mehr als nur einmal komplett eingenebelt! Mit 5000 m \u00fcber dem Meeresspiegel ist er auch der h\u00f6chste Punkt der Tour. Abends wurden wir wieder mit simplen Essen und Keksen abgespeist und nach ein paar Runden Karten sind wir dann auch ins Bett gegangen.<\/p>\n<p>Tag 3<br \/>\nNach der Nacht im sch\u00e4bigsten Hostel weit und breit fiel das Fr\u00fchst\u00fcck wieder gewohnt zuckrig aus, was man wirklich merkt wenn man sich direkt danach in ein ruckliges Auto steigt.<br \/>\nIn der Morgensonne haben wir an der Laguna Colorada gehalten. Rosa und glitzernd, mit Flamingos gespickt war das eine sehr sch\u00f6ne Art und Weise den Morgen zu beginnen.<br \/>\nAn r\u00f6tlich gestreiften Bergen vorbei ging es \u00fcber Ger\u00f6ll und Staub zu einer Ansammlung von Felsen, von denen einer wie ein Baum geformt ist.<br \/>\nWieder Auto fahren mit Stop an einem Salzsee mit Strau\u00dfen und noch mehr Felsen&#8230; Noch immer ist die Situation in Uyuni nicht gekl\u00e4rt und es kann gut sein, das wir 17 km in die Stadt laufen m\u00fcssen und heute nicht mit dem Nachtbus weiter k\u00f6nnen.<br \/>\nDer Lunchstop an der Laguna Negra  viel mal wieder recht basic aus. Das ging es weiter zu einer kleinen Stadt, wo wir erfahren haben, das wir zumindest nach Uyuni rein k\u00f6nnen (Schleichwege etc.) aber die Wahrscheinlichkeit auf einen Nachtbus verschwindend gering ist&#8230;<br \/>\nEs folgt eine Actionfilm-w\u00fcrdige Szene, in der s\u00e4mtlich 4&#215;4 Jeeps im Affentempo, den Sand aufwirbelnd, Wege in die Stadt suchen. Dort angekommen stellen wir nach einigem Hin und Her fest, das es f\u00fcr uns leider kein Weiterkommen gibt. Nach weiterer Warterei beschlie\u00dfen Hanna und Sanna zur\u00fcck nach La Paz zu fahren (die einzige M\u00f6glichkeit aus Uyuni heraus zu kommen). Eline und ich hoffen weiter auf den ersten Bus nach Potosi morgen fr\u00fch&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tag 1 Um 5.30 sind wir dann \u00fcberm\u00fcdet aus dem Bus gepurzelt, direkt in die Arme von tausenden Touranbietern. Viel mehr gibt es hier auch nicht: Restaurants und Touranbieter. 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