{"id":121,"date":"2012-11-27T00:54:05","date_gmt":"2012-11-26T14:54:05","guid":{"rendered":"http:\/\/skip-winter.polarvogel.de\/?p=121"},"modified":"2013-06-27T22:04:14","modified_gmt":"2013-06-27T12:04:14","slug":"welcome-to-country-life","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/skip-winter.polarvogel.de\/?p=121","title":{"rendered":"Welcome to Country-Life!"},"content":{"rendered":"<p>Abseits von einem mittelgro\u00dfen Dorf liegt die Farm &gt;&gt;Gordonpark&lt;&lt;\u00a0von Tina und Clint Kenyon.<br \/>\nAn der Einfahrt angekommen f\u00e4hrt man ersteinmal 5 Minuten durchs Gel\u00e4nde bis zum Haus. Dabei begegnet man nat\u00fcrlich einem Wallabie (kleine Kangoroo-Rasse), das \u00fcber den Weg hoppelt. Ganz normal hier (:<br \/>\nAuf dem Hof gibt es Pferde, denn die beiden verdienen ihr Geld auch mit breeding (Pferdezucht), Rinder (es ist immernoch eine Fleisch-Farm) und K\u00e4lbchen, jede Menge Hunde und sogar zwei richtig putzige Welpen, riesige Spinnen (einer Hunter Spinne sind wir gleich am ersten Abend begegnet und die deutsche Hausspinne ist kein Vergleich: Hunters sind so gro\u00df wie meine Handfl\u00e4che!&#8230;aber harmlos), jede Menge aggressiver Mossies (Stechm\u00fccken) und Schlangen.<br \/>\nAm Abend unserer Ankunft war gleichmal ein Familien BBQ geplant.<br \/>\nDoch zuvor sind wir noch auf dem Quatt \u00fcber die Koppel geheizt und haben Clint so geholfen, die Pferde einzutreiben. Quattfahren auf einer freien Fl\u00e4che macht wahnsinnigen Spass!<br \/>\nDas Familienessen musste wegen eines Gewitters (die sind hier auch gewaltiger als in Deutschland) nach drinnen verlegt werden. Nat\u00fcrlich gab es jede Menge Fleisch, was gut f\u00fcr Marius war, der in letzer Zeit eher vegitarisch leben musste, weil er mit mir unterwegs ist und weil Fleisch praktisch unbezahlbar ist.<br \/>\nEin Freund der Familie mit Aboriginee-Herkunft hat die Gitarre rausgeholt und original australische Songs gesungen. Der Gute war schon 82 Jahre alt, hat sich aber verhalten wie ein 30-j\u00e4heriger und sah auch nicht aus wie ein alter Mann&#8230;<br \/>\nDer Abend wurde dann noch gekr\u00f6nt, indem wir in einem RICHTIGEN Bett schlafen durften! (:<br \/>\nDer n\u00e4chste Tag bedeutete f\u00fcr Marius arbeiten mit Clint und f\u00fcr mich, auf die beiden Tochter des Hauses, Isabell (3) und Charlotte (1), aufzupassen. Die beiden sind zuckers\u00fc\u00df aber auch sehr quengelig und weinerlich und sehr auf ihre Mama gepolt.<br \/>\nNachmittags sind Marius und ich mit dem Quatt ueber das Gel\u00e4nde geheizt. Wir haben eine ziemlich gef\u00e4hrliche Giftschlange, die &gt;&gt;Bellyredblack&lt;&lt; getroffen, etwa 2 Meter von uns entfernt.<br \/>\nDann ist das Quatt uns noch stehengeblieben, weil das Benzin alle war und wir sind \u00fcber die Felder zur\u00fcckgelaufen (selbstverst\u00e4ndlich haben wir es sp\u00e4ter aufgef\u00fcllt und das Quatt zur\u00fcckgefahren).<br \/>\nBei Tina und Clint konnten wir uns richtig Zuhause f\u00fchlen und durften prinzipiell alles nehmen, essen und machen, was wir wollten.<br \/>\nEs gab nat\u00fcrlich jede Menge Fleisch und wie in jedem australischen Haushalt Unmengen an Toast.<br \/>\nAuf\u00e4llig war auch der eher verschwenderische Umgang mit Lebensmitteln: die Kinder haben den ganzen Tag lang Essen bekommen und da sie immer nur die H\u00e4lfte gegessen haben, wurde die ander H\u00e4lfte eben weggeworfen. M\u00fclltrennung oder Recycling ist sowieso nirgends in Australien angesagt. Eigentlich doof, denn die Umweltverschmutzung f\u00f6rdert das Ozonloch, unter dem Autralien ungl\u00fccklicherweise liegt.<br \/>\nAbends wurde meistens Ferngesehen, denn auf dem Land steppt weniger der B\u00e4r \ud83d\ude09<br \/>\nWir waren noch einmal im benachbarten St\u00e4dtchen im Kino (James Bond, Skyfall) und ich habe den Koppelzaun repariert, aus dem ein K\u00e4lbchen immer ausgeb\u00fcchst ist. Das K\u00e4lbchen und sein Freund haben keine Mama mehr und deshalb werden sie mit Milchpulver gep\u00e4ppelt.<br \/>\nAls Clint von seinen M\u00e4rkten zur\u00fcck kam hatte er eine Python mitgebracht, die er auf der Stra\u00dfe gefunden hat und die er als eine Art Haustier unter den Heuschober setzten wollte, damit sie die M\u00e4use frisst.<br \/>\nWir haben die Schlange Samuel the snake getauft und nachdem Clint ein wenig mit ihr rumgespielt hat wurde sie tats\u00e4chlich im Gordonparkt eingeb\u00fcrgert.<br \/>\nAnschliessend wollte er uns noch mit dem Quatt an den Fluss am Ende des Gel\u00e4ndes fahren, damit Marius Angeln gehen kann. Bei der Fluss-\u00dcberquerung sind wir leider steckengeblieben und es wurde eine nasse Angelegenheit aber bei gef\u00fchlten 50 Grad ist das nicht so schlimm. Die benachbarten Farmer haben uns geholfen, die Machine zu bergen und uns auf ihrem Laster zum Hof gebracht.<br \/>\nWir haben noch versucht, das Peitschenknallen zu lernen, aber unsere \u00dcbungsstunde wurde von einem Mosquito-\u00dcberfall gestoppt.<br \/>\nNach 4 Tagen voll mit Landleben, Essen, Kindergeschrei und vielen neuen Erfahrungen, darunter auch die Bekanntschaft\u00a0eines unglaublich herzlichen Farmerpaars, haben wir noch eine Matratze geschenktbekommen (Jippie! weniger R\u00fcckenschmerzen!). Die erarbeiteten 100$ haben wir zwar gro\u00dfteils f\u00fcr den Sprit bis zur Farm ausgegeben, aber es hat sich dennoch gelohnt (:<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Abseits von einem mittelgro\u00dfen Dorf liegt die Farm &gt;&gt;Gordonpark&lt;&lt;\u00a0von Tina und Clint Kenyon. An der Einfahrt angekommen f\u00e4hrt man ersteinmal 5 Minuten durchs Gel\u00e4nde bis zum Haus. 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